Parlament der Wenden und Sorben konstituiert sich


Die rund 60.000 Sorben und Wenden im Südosten Deutschlands haben erstmals eine eigene Volksvertretung. Im ostsächsischen Schleife konstituierte sich am Samstag der „Serbski Sejm“.

evangelisch.de

Mit der Volksvertretung wollen die Initiatoren nach eigenen Worten eine Demokratielücke füllen. Bislang gebe es für die Sorben in der Lausitz keine Volksvertretung und somit keinen demokratisch legitimierten Ansprechpartner nach außen. Allerdings existiert bereits der sorbische Dachverband Domowina als Interessenvertreter der Minderheit. Schätzungen zufolge leben in Brandenburg rund 20.000 überwiegend evangelische Wenden und in Sachsen rund 40.000 überwiegend katholische Sorben.

Der Konstituierung des „Serbski Sejm“ waren sieben Jahre dauernde Vorarbeiten vorangegangen. Bei einer Feier im Sorbischen Kulturzentrum in Schleife sagte Initiator Martin Walde am Samstag, Ziel der Initiative sei, die politischen Rahmenbedingungen in Brandenburg und Sachsen so mitzugestalten, dass Sorben und Wenden ihr Recht auf Selbstbestimmung voll in Anspruch nehmen können.

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