Eine weitere Episode im Fall Oumuamua


Eine künstlerische Darstellung von Oumuamua. (Bild: European Southern Observatory / M. Kornmesser)
Komet, Asteroid, ausserirdisches Raumschiff? Wenn es um das interstellare Objekt Oumuamua geht, schiessen die Spekulationen ins Kraut. In dieser Situation kann selbst eine Nicht-Beobachtung helfen, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Es ist schon ein Kreuz mit Oumuamua. Als das zigarrenförmige Himmelsobjekt vor gut einem Jahr entdeckt wurde, hielten Astronomen es zunächst für einen Kometen aus einem anderen Sonnensystem. Nur eine Woche später wurde Oumuamua als Asteroid klassifiziert, weil er die typischen Merkmale eines Kometen – einen Schweif und eine Koma – vermissen liess. Seither jagt eine Hypothese die andere. Der Gipfel der Kuriosität war erreicht, als zwei angesehene Astronomen kürzlich ernsthaft in Erwägung zogen, bei Oumuamua könne es sich um ein Raumschiff von Ausserirdischen handeln. Die bisher letzte Wortmeldung kam vergangene Woche von der Nasa. Gestützt auf Beobachtungen mit dem Spitzer-Weltraumteleskop kommen Forscher zu dem Schluss, dass Oumuamua doch ein Komet sein könnte – wenn auch ein sehr ungewöhnlicher.

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