Opfervertreter: Missbrauch im Bistum über Jahrzehnte untersuchen


In der Diskussion um Missbrauch in der Kirche hält der Opfervertreter Matthias Katsch eine umfassende unabhängige Untersuchung der Situation im katholischen Bistum Hildesheim seit den 1950er Jahren für dringend geboten.

Michael Grau | evangelisch.de

Zwei ehemalige Messdiener hatten unabhängig voneinander Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Bischof Heinrich Maria Janssen (1907-1988) erhoben, der das Bistum von 1957 bis 1982 leitete. Mit ihm steht erstmals in Deutschland ein katholischer Bischof posthum unter Missbrauchsverdacht.

Posthumer Missbrauchsverdacht

„Es ist auffällig, dass sich in den Jahren nach Bischof Janssen das Leitungspersonal des Bistums aus Menschen rekrutierte, die in einem engen Verhältnis zu ihm standen“, sagte Katsch, Sprecher der Betroffenen-Initiative „Eckiger Tisch“. Es passe in dieses Bild, dass die Verantwortlichen des Bistums später offenbar im Fall des inzwischen suspendierten Priesters und mutmaßlichen Missbrauchstäters Peter R. nicht konsequent genug gehandelt hätten, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd).

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