Zollitsch: Ich hätte Missbrauch anzeigen müssen


Bild: © KNA/Harald Oppitz
Sein Amtsvorgänger Robert Zollitsch habe Fehler im Umgang mit sexuellen Missbrauchstaten durch Priester gemacht, sagte kürzlich Freiburgs Erzbischof Stephan Burger. Jetzt nimmt der ehemalige Oberhirte und DBK-Vorsitzende Zollitsch selbst zu den Vorwürfen Stellung – und gesteht Schuld ein.

katholisch.de

Der frühere Freiburger Erzbischof und langjährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, räumt Fehler im Umgang mit Missbrauchstaten katholischer Priester ein. Aus heutiger Sicht hätte er die Pflicht gehabt, „entsprechende Täter“ anzuzeigen, sagte Zollitsch in einem am Montag veröffentlichten Video-Interview mit dem Hamburger Journalistenbüro Crimespot.

„Auch ich hatte in meiner aktiven Zeit mit Fällen zu tun, in denen Priester unserer Erzdiözese Kinder missbraucht haben“, so Zollitsch. Das „ganze Ausmaß“ der Taten sei ihm erst sehr viel später bewusst geworden. Opfer, die sich an ihn gewandt hätten, seien damals nicht bereit gewesen „öffentlich zu sprechen und Anklage zu erheben“.

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