Der Islam als „Waffe“ gegen den politischen Gegner


Erdoğan macht das Rabia-Zeichen. Foto Public Domain
Seit den 1970ern wird der Begriff „Islamismus“ in den Sozialwissenschaften vermehrt verwendet. Es ist ein Sammelbegriff unter dem die verschiedensten Richtungen und Bewegungen des fundamentalistischen, politischen Islam zusammengefasst sind.

Kamal Sido | TELEPOLIS

Alle Ausprägungen des politischen Islams, sowohl im Sunnitentum als auch im Schiitentum, verbindet das Streben, im Namen Allahs eine rein religiös legitimierte Gesellschafts- und Staatsordnung weltweit („Allah gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde“, Koran 57/2) zu errichten.

Der politische Islam richtet sich in der Regel gegen die Grundsätze der Trennung von Staat und Religion, gegen die Prinzipien von Individualität, Pluralismus und Volkssouveränität, gegen Menschenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter. Auch wenn Islamismus in Gruppierungen, die ihre Ziele mit friedlichen Mitteln durchsetzen wollen, und radikale Strömungen, die Gewalt als Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele propagieren und praktizieren, unterschieden wird, wollen alle Strömungen die Bestimmungen der Scharia, des islamischen Rechts, auf Erden durchsetzen.

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