Begünstigte eine Polwanderung die Eiszeit?


Vereisung während der letzten Kaltzeit. Begünstigte eine Polwanderung den Beginn des Eiszeitalters? © Ittiz/ CC-by-sa 3.0
Folgenreiche Verschiebung: Eine Polwanderung könnte den Beginn des Eiszeitalters vor rund drei Millionen Jahren gefördert haben, wie eine Studie nun nahelegt. Demnach begann vor rund zwölf Millionen Jahren eine langsame Verschiebung der Erdachse, die Grönland und Teile Europas und Nordamerikas weiter nach Norden brachte – und so ihre spätere Vereisung förderte. Indizien für eine solche Polwanderung um rund drei Grad haben Forscher unter anderem in der Inselkette von Hawaii ausgemacht.

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Im Laufe der Erdgeschichte hat sich die Erdoberfläche in Bezug auf die irdische Rotationsachse schon mehrfach verschoben, davon zeugen unter anderem Knicks in den Spuren von vulkanischen Hotspots. Auslöser einer solchen echten Polwanderung ist meist eine „Unwucht“ in der Massenverteilung der Erdkruste oder des oberen Erdmantels. Auch heute verändert der geografische Nordpol langsam seine Position: Er driftet pro Jahr und rund zehn Zentimeter nach Südwesten.

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