Erdoğan erklärt Europa wieder zum Feind


Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdoğan, packt wieder das Feindbild Europa aus. – REUTERS/Murad Sezer
Präsident Erdoğan läuft sich vor den Kommunalwahlen im März warm. In einer Rede mit antisemitischen Untertönen hetzte er gegen europäische „Terrorunterstützer“, deutsche Stiftungen, türkische Staatsfeinde und George Soros.

Von Susanne Güsten | Die Presse.com

Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdoğan, packt wieder das Feindbild Europa aus. Von einer Normalisierung der Beziehung zur EU ist auf einmal nichts mehr zu hören. In einer Rede vor Kommunalpolitikern warf Erdoğan den Europäern am Mittwoch vor, Terroristen zu unterstützen, weil sie die Freilassung des Kurdenpolitikers Selahattin Demirtaş fordern. Am Tag davor hatte das Europäische Menschenrechtsgericht in Straßburg die türkischen Behörden aufgefordert, den seit zwei Jahren inhaftierten Oppositionsführer freizulassen. Erdoğan will das Urteil ignorieren. Beobachter werten dies als Hinweis auf die Strategie des Präsidenten für die Kommunalwahlen am 31. März. Erdoğan wolle polarisieren, schrieb Suat Kiniklioğlu vom Nahostzentrum in Oxford.

weiterlesen