Evangelische Kirche entwidmet umstrittene Hakenkreuz-Glocke


Themenbild. Hitlerglocke Herxheim am Berg. Bild: youtube/Screengrab: bb. Themenbild
Die evangelische Kirchengemeinde im niedersächsischen Schweringen entwidmet an diesem Mittwoch ihre umstrittene Hakenkreuz-Glocke. Das Landeskirchenamt und der örtliche Kapellenvorstand hatten sich vorab auf einen Kompromiss geeinigt.

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Auf die Glocke mit dem inzwischen weggefrästen Hakenkreuz sollen neue Symbole und eine neue Inschrift oder eine Überdeckung der alten Inschrift aus der NS-Zeit gelötet werden.

Künstler-Wettbewerb geplant

Dafür wollen beide Seiten gemeinsam einen Künstler-Wettbewerb ausschreiben. „Wir sind froh, dass wir nach langer Zeit eine Lösung gefunden haben, bei der die Glocke erhalten bleibt, aber das Hakenkreuz und die nationalsozialistische Inschrift nicht mehr sichtbar sein werden“, sagte der Geistliche Vizepräsident des Landeskirchenamtes in Hannover, Arend de Vries. „Ziel der Umwandlung muss sein, der Glocke eine neue Deutung zu geben, die von Toleranz und Versöhnung geprägt ist.“

Die 1934 gegossene und aufgehängte Glocke war vor einem Jahr stillgelegt worden, nachdem die Landeskirche bei allen Gemeinden zwischen Hann. Münden und Cuxhaven nachgefragt hatte, ob dort noch Glocken aus der Nazi-Zeit existierten. Daraufhin kam es in dem 800-Einwohner-Dorf zu einem heftigen Streit, der auch überregional für Aufsehen sorgte.

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