Make Antisemitism Great Again: Der neue alte Judenhass in den USA


Nicht erst seit dem Anschlag auf eine Synagoge in Pittsburgh spüren Jüdinnen und Juden den zunehmenden Antisemitismus in den USA. Sina Arnold vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin über eine gespaltene Gesellschaft.

Sina Arnold | evangelisch.de

„Jews will not replace us“ – „Juden werden uns nicht ersetzen“ – so riefen weiße Nationalist_innen, Neonazis und andere Anhänger_innen der politischen Rechten im August letzten Jahres in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia auf einer Demonstration unter dem Motto „Unite the Right“. In den anschließenden Auseinandersetzungen wurden zahlreiche Gegendemonstrant_innen verletzt und eine von ihnen getötet, als ein Rechtsextremer mit dem Auto in die Menge fuhr. Ein gutes Jahr später, am 27. Oktober 2018, ereignete sich der tödlichste Angriff auf Juden und Jüdinnen in der Geschichte der Vereinigten Staaten, als elf Teilnehmende eines Gottesdienstes der „Tree of Life“-Synagoge in Pittsburgh, Pennsylvania, erschossen wurden. Der Schütze hatte zuvor in sozialen Medien seine antisemitischen und rassistischen Haltungen wie auch seine Nähe zum weißen Suprematismus ausgedrückt.

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