Die Letzten am Schafott des Papstes


Bild: © picture alliance / abaca (Symbolbild)
Am 24. November 1868 starben die letzten beiden Verurteilten unter der Guillotine des Kirchenstaats. Ein zeitgenössischer Bericht schildert ihren Tod als ergreifendes Schauspiel – ein „Triumph der Barmherzigkeit“.

Von Burkhard Jürgens | katholisch.de

Einmal in ihrem Leben waren Giuseppe Monti und Gaetano Tognetti berühmt, auch wenn es eine traurige Bühne war, die sie betraten auf der römischen Piazza dei Cerchi an jenem Novembermorgen 1868, die Hände gebunden, versehen mit den Sakramenten der heiligen Kirche. Sie hatten keine schwierige Rolle. Sie mussten nur niederknien, den Hals auf den Block legen und warten, dass das Fallbeil niedergeht.

So vorbildhaft, so lammfromm willigten sie ein ins Unabänderliche, dass die Jesuitenzeitschrift „Civilta Cattolica“ ihnen einen Bericht von 51 Druckseiten widmete. Niemand wusste, am wenigsten Monti und Tognetti, dass ihr gutes Beispiel im Kirchenstaat keinen Nachfolger mehr finden würde. Sie waren die Letzten am Schafott des Papstes.

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1 Comment

  1. Hingerichtet von den „Stellvertretern auf Erden“ des Einen, der da einstmals sagte: „Du sollst nicht töten.“… Allein so eine Geschichte rechtfertigt den Austritt aus diesem Verein…

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