Warum viele Amerikaner an den Antichrist glauben


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Hexen, UFOs und Verschwörungstheorien haben in den USA einen fruchtbaren Nährboden. Ein neues Buch erklärt, wieso.

Gabriele Riedle | SRF

Womöglich ist Amerika in gewisser Weise «haywired», übergeschnappt. Das jedenfalls diagnostiziert Kurt Andersen in seinem neuesten Buch.

Andersen, Romanautor, Kolumnist und einer der einflussreichsten amerikanischen Kulturkritiker, beschreibt, wie stark die Unvernunft die USA durchdringt. Zwei Drittel der Amerikaner, schreibt er, seien sicher, dass Engel und Dämonen aktiv in unser Leben eingreifen.

Ein Drittel glaubt an den Antichrist

Ein Drittel der Amerikaner glaubt an Hexen. Oder, dass es Naturheilmittel gegen Krebs gibt, die die Regierung zusammen mit der Pharmaindustrie geheim hält. Oder, dass wahlweise Hillary Clinton oder Barack Obama der Antichrist seien.

Um das zu verstehen, geht Andersen zurück bis ins frühe 17. Jahrhundert: «Schon die ersten weissen Amerikaner», sagt er im Gespräch, «haben inbrünstig an das Wundersame und aufregend Unwahre geglaubt. Dieses Land wurde aus dem Nichts zurechtgemacht wie ein Stück Fiktion.»

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