China: Erste genmanipulierte Babys geboren?


Bei der künstlichen Befruchtung genetisch verändert: In China könnten so die ersten Babys mit manipuliertem Erbgut erzeugt worden sein. © manatmouse/ iStock
Bruch eines Tabus: In China sollen erstmals genetisch veränderte Babys geboren worden sein. Die Zwillingsmädchen tragen ein Gen in sich, das sie vor späteren HIV-Infektionen schützen soll. Sollte sich dies bestätigten, wäre dies ein Tabubruch. Solche Genänderungen bei Embryos – sogenannte Keimbahn-Veränderungen – gelten als ethisch fragwürdig und sind in den meisten Ländern verboten, weil sie das Erbgut des Menschen dauerhaft verändern.

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Die Genschere CRISPR/Cas9 hat Medizinern ganz neue Möglichkeiten verliehen, das menschliche Genom zu editieren. Denn punktgenau können Gendefekte repariert oder gezielt gewünschte Gene eingefügt werden. Bisher jedoch fanden die meisten dieser Gentherapien noch bei Tieren statt, darunter gegen Duchenne-Muskeldystrophie und genetisch bedingten Hörverlust. In menschlichen Zellkulturen wurden Gendefekte der Sichelzellen-Anämie und auch eine Alzheimer-Mutation repariert.

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