Die Gefahr von innerkirchlichen Konflikten


Der Schlagabtausch zwischen Kardinal Müller und Pater Mertes zeigt, wie tief die Gräben innerhalb der Kirche sind. Die Öffentlichkeit mit der die Auseinandersetzung geschieht, ist nicht immer gut, warnt Volker Resing. Und verweist auf den Islam.

Von Volker Resing | katholisch.de

Was hat die Islamkonferenz mit Kardinal Gerhard Ludwig Müller zu tun? Die Konflikte innerhalb von Glaubensgemeinschaften lassen sich nicht mehr so einfach wegdrücken, das Moderieren von Zusammenhalt und Ausgleich wird in einer pluralen und säkularen Gesellschaft schwieriger. Es braucht neue Formen des Aushandelns und die Akzeptanz von Bandbreite. Müller hatte dem Jesuitenpater Klaus Mertes „besinnungslosen Zorn“ vorgeworfen und dessen „dreiste Beschimpfungen“ zurückgewiesen. Mertes wiederum hatte zuvor Aussagen Müllers zur Kirchenkrise als „zum Dogma geronnenen klerikalen Dünkel“ bezeichnet.

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