Türkei nennt weitere Details zu Khashoggi-Mord


Proteste gegen den Besuch des saudischen Kronprinzen bin Salman in Tunesien, der zweiten Station seiner ersten Auslandreise nach dem Tod Khashoggis. (Bild EPA)
Der türkische Aussenminister bestätigt in einem Interview Details im Mordfall Khashoggi. Wenige Tage vor dem G20-Gipfel erhöht sich damit der Druck auf den saudischen Kronprinzen weiter.

Neue Zürcher Zeitung

Wenige Tage vor Beginn des G20-Gipfels hat die Türkei Details im Mordfall des kritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi genannt. «Er wurde innerhalb von sieben Minuten getötet. Es war vorsätzlicher Mord», sagte der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung». Er selbst habe sich die Tonaufnahmen angehört, die den Mord im saudischen Konsulat in Istanbul belegen sollen.

«Er zerteilt gerne Menschen»

«Es ist zu hören, wie der Gerichtsmediziner die anderen instruiert: Sie sollten Musik hören, während er den Körper zerteilt. Man merkt, dass er es geniesst.» Weiter sagte Cavusoglu: «Er zerteilt gerne Menschen. Es ist ekelhaft.» Details, wie die türkischen Behörden an die Aufzeichnungen aus dem saudischen Konsulat gekommen seien, nannte Cavusoglu nicht.

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