Kabeljau wird zum Klimaflüchtling


Schon bei gemäßigtem KLimawandel müssen Kabeljau und Polardorsch (Bild) nach Norden in kältere Gewässer ausweichen – sonst stirbt ihr Laich. © Hauke Flores/ AWI
Flucht oder Tod: Geht der Klimawandel weiter, wird es eng für den Kabeljau – einen unserer wichtigsten Speisefische. Denn schon bei leicht steigenden Meerestemperaturen können sich die Fischlarven nicht mehr entwickeln, wie nun Experimente belegen. Kommt noch eine Versauerung des Meerwassers hinzu, verstärkt sich dieser Effekt, wie die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“ berichten. Als Folge könnte der Kabeljau aus großen Teilen des Nordatlantiks verschwinden – er zieht ins Nordpolarmeer.

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Der Kabeljau (Gadus morhua), auch Dorsch genannt, ist einer der wichtigsten Speisefische in Europa und Nordamerika. Gemeinsam mit seinem nördlichen Verwandten, dem Polardorsch (Boreogadus saida), ist er jedoch auch wichtige Nahrung für arktische Robben, Seevögel und Wale. Werden diese Fische weniger oder ziehen sie sich ins hohe Nordpolarmeer zurück, wären die Folgen für die arktische Tierwelt, aber auch die Fischerei erheblich.

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