Missing Link: Vom Müllberg in die (noch vorhandene) Landschaft geblickt


(Bild: pixabay.com)
Garbage in, garbage out. Recycling ist ein großes Thema, doch Plastik ist zäh. Wir müssen viel weniger davon produzieren und unsere Einstellung ändern.

Von Clemens Gleich | heise online

Häusliche Szene: „Papa, warum produzieren wir so viel Abfall?“, fragt der Bub, nachdem die Familie den Wochenendeinkauf verräumt hat, nicht aber den zugehörigen Verpackungsberg. „Die Konzerne sind schuld“, sagt Papa. Der Bub bringt die Öko-Tante ins Spiel, die an sich selbst zeigt, mit welch überschaubarem Aufwand man Verpackungsmüll vermeidet. „Ja“, sagt Papa dann, „die Christel halt. Aber wir können das nicht.“ Der Sohn widerspricht in Kenntnis der Haushaltsmöglichkeiten. Der Vater seufzt. „Weißt du“, sagt er dann, „wenn das alle machen, dann machen wir auch mit. Aber vorher nicht.“

Diese Diskussion hat wirklich stattgefunden. Obwohl sie vielleicht neu wirkt, war das in meiner Kindheit vor über 30 Jahren. Schon damals waren die wichtigen Fakten dazu bekannt: wie lange Plastik braucht bis zum Zerfall, wie viel Wasser und Energie Papierherstellung braucht, wo die Abwägungen zwischen Transport- und Lageraufwand liegen, dass die Strömungen des Pazifik Treibgut in Regionen konzentrieren. Die Great Pacific Garbage Patches bestehen heute größtenteils aus Plastik, das in immer kleinere Stücke zerfällt, aber chemisch noch lange nicht in einen biologischen Kreislauf zurückkehren kann.

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