Tomaten sollen bald im All wachsen


Gewächshaus für das All: LED-Licht wird für die Tomatenpflanzen einen Tag- und Nachtrhythmus liefern. (DLR)
Mit seiner Eu:Cropis-Mission will das Deutsche Raumfahrtzentrum DLR den Pflanzenanbau unter Mond- und Mars-Gravitation testen. Das Projekt ist ein wichtiger Schritt für Langzeit-Missionen im All. Außer frischem Gemüse entsteht auch Sauerstoff.

Von Dirk Lorenzen | Deutschlandfunk Kultur

Weißer Kittel, Haarhaube, Überschuhe: Wer in den Satelliten-Reinraum will, braucht die richtige Schutzkleidung – damit sich kein Schmutz auf den kostbaren Objekten niederschlägt.

„Wir sind hier in der Integrationshalle vom Institut für Raumfahrtsysteme vom DLR. Was Sie sehen, ist der Integrationsplatz für den DLR-Kompaktsatelliten.“

Hartmut Müller leitet die Mission von Eu:Cropis. Dieser Satellit ist in der Tat kompakt: Beim Start hat er die Ausmaße eines Würfels mit einem Meter Kantenlänge. Im All klappen dann nach vier Seiten die Solarzellenflächen aus und versorgen ihn mit Strom. Im Innern des Satelliten befinden sich zwei Gewächshäuser.

„Wir werden Tomaten wachsen lassen. Wir werden das Experiment über Kameras überwachen und Tomaten sind sehr gut aufzunehmen und der Wachstumsprozess ist sehr gut zu erfolgen. Und sie sind sehr pflegeleicht. Wir werden als Düngemittel künstlichen Urin mit an Bord haben.“

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