Auftragsmörder im Darknet gesucht: Was tun mit der Liste an Interessenten?


(Bild: mristenpart)
Das britische Magazin Wired hat eine aufwühlende Geschichte rund um eine Betrugsmasche im Darkweb geschrieben, die mitten in Mordermittlungen hineinführt.

Martin Holland | heise online

Für Bitcoin bekommt man im Darkweb angeblich alles, sogar einen Auftragsmord. Doch das stimmt nicht, meint der Londoner Chris Monteiro, der trotz jahrelanger Recherchen im Darknet nur Betrugsmaschen oder Getrolle gefunden hat. Trotzdem ist er durch seine Analysen in eine Geschichte hineingeraten, in deren Verlauf zwei Menschen ihr Leben verloren haben. Das britische Magazin Wired hat sie in einem ausführlichen und aufwühlenden Text zusammengefasst. Es geht um die Seite Besa Mafia eines mutmaßlich rumänischen Hintermannes unter dem Pseudonym Yura.

Wie Wired schreibt, war es Monteiro gelungen, ein derartiges Angebot im Darknet zu hacken und jegliche Kommunikation zwischen dem Anbieter und den Interessenten mitzulesen. Zwar war er überzeugt, dass es die angebotenen Auftragsmörder nicht gab, aber trotzdem konnte er nun eine Liste der besonders hartnäckigen Auftraggeber zusammenstellen. Teilweise hatten die mehrere Dutzend Bitcoins beziehungsweise mehrere tausend Euro überwiesen, um eine Zielperson ermorden zu lassen. Seinen Angaben zufolge sei es ihm aber nicht gelungen, Ermittler zu kontaktieren und von der Tragweite seiner Beute zu überzeugen. Stattdessen konnte er aber die Website aus dem Darknet hacken.

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