Barbarei mit kirchlichem Segen


Gewalttätiges Christentum: Nominierung eines protestantischen Bischofs in Nazi-Deutschland 1933. Foto: Gamma-Keystone, Getty
Der Erste Weltkrieg gilt als «Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts». Damit meinte der Erfinder des Begriffs, der US-amerikanische Diplomat George F. Kennan, dass insbesondere der Zweite Weltkrieg, die Shoa und der Gulag ohne den Ersten Weltkrieg nicht denkbar gewesen wären.

Von Josef Lang | blogbazonline.ch

Die vier grössten Verbrechen des 20. Jahrhunderts haben zwischen 1914 und 1945 etwa 100 Millionen Menschen das Leben gekostet. In diese Zeit fielen zusätzlich der Völkermord an den Armeniern, die japanischen Massaker in Asien, Mussolinis Kriegsverbrechen in Abessinien und diejenigen Francos in Spanien.

Der britische Historiker Eric Hobsbawn nannte deshalb die drei Jahrzehnte das «Zeitalter der Katastrophen». Ihnen folgten in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts weitere Katastrophen wie der «Grosse Sprung nach vorn» in China, der Krieg der USA in Vietnam, die Ermordung einer halben Million Linker in Indonesien, die «Killing Fields» in Kambodscha, die Sowjet-Intervention in Afghanistan oder der Völkermord in Ruanda.

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