Klima: Das Zeitfenster schließt sich


Ausgetrocknete Wiese bei Kaarst, Deutschland am 8. Juli 2018 (Bild: Mimikry11/ CC BY-SA 3.0 )
Deutscher Wetterdienst spricht vom wärmsten und trockensten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen und mahnt Klimaschutz an. Weltorganisiation fordert schnelles Handeln

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

In einer vorläufigen Bilanz des ausgehenden Jahres spricht der Deutsche Wetterdienst (DWD) davon, dass sich hierzulande 2018 als wärmstes, sonnigstes und trockenstes Jahr seit 1881 erweisen könnte. „Der Klimawandel ist längst in Deutschland angekommen“, meint DWD-Vizepräsident Paul Becker anlässlich der gerade begonnenen diesjährigen Weltklimakonferenz im polnischen Katowice.

2018 sei ein Alarmsignal, das unterstreiche, dass schnell Lösungen zur Verminderung der Treibhausgasemissionen gefunden werden müssten.

In den ersten 11 Monaten 2018, so der DWD, habe die Lufttemperatur in Deutschland im Durchschnitt 11 Grad betragen, was 2,1 Grad Celsius über dem langjährigen Mittel 1961 bis 1990 gelegen habe (siehe erste Grafik). Ähnliches gilt für Niederschlag (zweite Grafik) und Sonnenschein.

Von Januar bis November 2018 fielen im Landesdurchschnitt nur 482 Liter pro Quadratmeter. Das seien nur 67 Prozent der in diesen Zeitraum üblichen Menge gewesen. Die Sonnenscheindauer habe gleichzeitig mit 1990 Sonnenscheinstunden 32 Prozent über dem Referenzwert gelegen.

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