Laut Medienbericht staatsanwaltschaftliche Ermittlung gegen einen Pfarrer: Vor Abschiebung gewarnt


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Gegen einen in der Flüchtlingshilfe engagierten evangelischen Pfarrer aus Mainz wird einem Medienbericht zufolge staatsanwaltschaftlich ermittelt. Er habe eine Flüchtlingsfamilie im Westerwald vor der Abschiebung gewarnt. Selber wies er die Vorwürfe zurück.

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Gegen einen in der Flüchtlingshilfe engagierten evangelischen Pfarrer aus Mainz wird einem Medienbericht zufolge staatsanwaltschaftlich ermittelt. Ihm wird laut Recherchen des Südwestrundfunks vorgeworfen, er habe dazu beigetragen, eine fünfköpfige Flüchtlingsfamilie aus dem Westerwald vor einer im November geplanten Abschiebung zu warnen. Es handelt sich demnach um den Mainzer Flüchtlingspfarrer im Ruhestand, Friedrich Vetter. Er ist als Vertreter der Evangelischen Kirchen und Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz auch Mitglied der Härtefallkommission des Landes.

„Verdachts der Beihilfe zu einem unerlaubten Aufenthalt“

Die Staatsanwaltschaft Koblenz habe dem SWR schriftlich entsprechende Ermittlungen wegen des „Verdachts der Beihilfe zu einem unerlaubten Aufenthalt im Bundesgebiet“ bestätigt, hieß es weiter. Auf Beschluss der zuständigen Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Koblenz sei die Wohnung des Pfarrers in Mainz am 23. November durchsucht und Beweismaterial sichergestellt worden.

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