Streit um abgesagte Veranstaltung zu israelischer Siedlungspolitik


Eine Veranstaltung der Karlsruher evangelischen Erwachsenenbildung zur Siedlungspolitik Israels sorgt für Streit. Der evangelische Dekan Thomas Schalla hatte den für Donnerstag geplanten Vortrag des Publizisten Andreas Zumach wegen Kritik von der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe abgesagt. Nachdem Theologen dies als „Maulkorb“ und Kampagne gegen Kritiker israelischer Politik kritisierten, soll es demnächst eine eintägige Veranstaltung zum Thema geben, sagte Schalla am Dienstag dem epd.

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Schalla hatte seine Absage der Veranstaltung mit dem Titel „Israel – seine wahren und falschen Freunde“ damit begründet, dass er „Schaden für das Verhältnis zwischen Evangelischer Kirche und der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe“ abwenden wollte. Dabei gehe nicht um Antisemitismusvorwürfe, stellte Schalla klar. Seine Entscheidung habe allein mit dem „Miteinander vor Ort“ zu tun. Eine kritische Auseinadersetzung mit der Regierungspolitik Israels sei genauso möglich wie mit jeder anderen Regierungspolitik. Er bedauerte es, dass die Diskussion über die Veranstaltung eskaliert sei.

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