Israel, die Orthodoxie oder das Nichts: Gibt es für die jüdische Diaspora nur noch diese Alternativen?


Die orthodoxe Lubawitsch-Bewegung an der Rue des Rosiers Synagoge betet gemeinsam zum Auftakt von Rosh Hashana. (Bild: A. Abbas / Magnum)
Die innerjüdische Spaltung führt zur Distanzierung von Israel; ein weltweit zunehmender Antizionismus hingegen befördert den jüdischen Exodus. Hinzu kommt die allgemeine Verweltlichung moderner Gesellschaften. Jüdische Identität könne in diesem Kontext nur im kulturell-historischen Versuch überleben, meint der Historiker Michael Wolffsohn.

Michael Wolffsohn | Neue Zürcher Zeitung

Warum «die» Juden? Warum sind sie weltweit ein Dauerthema? Es sind heute doch nur rund 14,5 Millionen beziehungsweise 0,2 Prozent der Menschheit. Ich sehe vor allem zwei Gründe: Der erste ist religiös, der zweite wegen Israel weltpolitisch und weltwirtschaftlich.

Solange und wenn Christen und Muslime religiös oder gar fundamentalistisch sind, können sie Juden gegenüber zumindest nicht indifferent sein. Christentum und Islam sind ohne theologische und geografische Bezüge zum Judentum undenkbar. Knapp die Hälfte der Menschheit sind Christen und Muslime. Ergo beschäftigt sie Jüdisches auf die eine oder andere Weise.

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