Retiring Retirement

Illustration by The Art Dept
A growing portion of the elderly look and act anything but.

By Linda Marsa | NAUTILUS

You don’t take any medications?”

“No.”

The doctor stared at me dolefully, then reframed the question.

“So, when you get up in the morning, what do you put in your mouth?” he asked with an air of exasperation, as if I was the one who wasn’t getting it.

“Oatmeal, usually, and tea with milk.”

“You don’t take any pills for high blood pressure? For your heart? Your bones?”

“Nope.”

“Nothing?”

“Nothing.”

“Not even vitamins?”

He scanned my medical history, and the answer was there in black and white: a body mass index of 24, blood pressure a shade lower than the normal range, total cholesterol below 120, and no chronic disorders or ailments to speak of. There was just one outlier in this picture of good health: I recently turned 67. Which is why, when I saw a new doctor for my annual checkup, he had a hard time believing I wasn’t taking an arsenal of drugs simply to remain upright.

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Grönland: Eisverlust wächst exponentiell

Das grönländische Eis schmilzt und schmilzt. © Matt Osman /Woods Hole Oceanographic Institution
Rasanter Schwund: Der grönländische Eisschild schmilzt immer schneller. Bohrkernanalysen zeigen, dass der Eisverlust nicht linear verläuft, sondern exponentiell zugenommen hat. Demnach hat Grönland in den vergangenen Jahren so viel Eis verloren wie in keinem anderen vergleichbaren Zeitraum der letzten 350 Jahre. Der Grund: Das Eis reagiert heute viel sensibler auf Temperaturanstiege als früher, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Grönland ist das zweitgrößte Eisreservoir auf unserem Planeten – doch dieses Bollwerk der Kälte schrumpft. Auf der Oberfläche des Eisschilds sind heute zahlreiche Schmelzwassertümpel zu erkennen, die in einer Kettenreaktion die Gletscher destabilisieren und die Eisriesen schmelzen lassen. Dadurch büßt der Eisschild seit Jahren an Masse ein. Jährlich fließt dabei mindestens so viel Schmelzwasser ab wie in fünf Bodenseen passt.

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Türkei: Demirtas muss in Haft bleiben

Grafik: TP
Das Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte hilft dem ehemaligen Vorsitzenden der Oppositionspartei HDP nicht. Die Verfolgung der noch auf freiem Fuß befindlichen HDP-Abgeordneten oder Mitgliedern geht weiter

Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Am Dienstag wurde Demirtas von einem Berufungsgericht in Istanbul wegen Terrorpropaganda zu einer Haftstrafe von vier Jahren und acht Monaten rechtskräftig verurteilt. Rechtskräftig deswegen, weil sich Demirtas seit mehr als zwei Jahren in Untersuchungshaft befindet und nun seine reguläre Haft antreten muss.

Mit diesem juristischen Verfahrenstrick konnte die türkische Regierung die vom EGMR angeordnete Freilassung verhindern. Denn der EGMR hatte geurteilt, dass die Dauer der Untersuchungshaft nicht gerechtfertigt sei und Demirtas daher umgehend freigelassen werden muss. Präsident Erdogan reagierte prompt und ließ über die gleichgeschalteten Medien erklären, er fühle sich nicht an das Urteil gebunden und werde zum „Gegenschlag ausholen und einen Schlussstrich unter die Affäre ziehen“ (vgl. Demirtas soll trotz EGMR-Urteil in Haft bleiben).

Rechtlich gesehen wäre die Türkei jedoch an das Urteil gebunden gewesen, da die Türkei als Mitglied des Europarats an die EGMR-Urteile gebunden ist. Trotzdem lehnte ein Gericht in Ankara Ende November Demirtaş‘ Freilassung ab und riskierte eine Konfrontation mit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Ein spitzfindiger Jurist in Erdogans Truppe fand nun einen Ausweg, wie Erdogan seinen gefährlichsten politischen Gegner weiterhin im Gefängnis als Geisel halten kann. Demirtas trat im Juni 2018 aus dem Gefängnis heraus als Präsidentschaftskandidat gegen Erdogan an und erreichte trotz erschwertem Wahlkampf der HDP den dritten Platz.

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Verlässt Assange die Botschaft?

Seit sechs Jahren lebt Wikileaks-Gründer Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. Das ist genug, sagt der Präsident seines Gastlandes: „Jetzt ist der Weg dafür bereitet, dass Assange die Botschaft verlässt.“

tagesschau.de

Endet die Zeit von Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London? Darauf deuten Aussagen von Präsident Leni Moreno hin.

Seine Regierung habe von Großbritannien hinreichende schriftliche Garantien erhalten, dass der Australier nicht an ein Land ausgeliefert werde, in dem ihm die Todesstrafe drohen könnte. „Jetzt ist der Weg dafür bereitet, dass Assange die Botschaft verlässt.“ Moreno sagte nicht, ob er Assange zwingen werde, die Botschaft zu verlassen. Assanges Rechtsberater seien dabei, die nächsten Schritte abzuwägen.

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EU-Staaten stimmen für Upload-Filter im Kampf gegen Terrorpropaganda

(Bild: ptrabattoni)
Der EU-Rat hat sich für eine Verordnung ausgesprochen, mit der die „Verbreitung terroristischer Online-Inhalte“ auch „proaktiv“ verhindert werden soll.

Von Stefan Krempl | heise online

Die Innenminister der EU-Länder haben sich bei ihrem Treffen in Brüssel am Donnerstag im Kern hinter den umstrittenen Gesetzentwurf der EU-Kommission gestellt, wonach Online-Plattformen „terroristische Inhalte“ künftig binnen einer Stunde entfernen oder sperren müssen. Die Regierungsvertreter unterstützen dabei auch den Ansatz, dass Host-Provider nicht näher erläuterte „proaktive Maßnahmen“ gegen solchen Content treffen sollen. Letztlich dürfte dies auf eine Pflicht hinauslaufen, die auch im Urheberrechtsbereich umkämpften Upload-Filter einzusetzen.

Bei der Sitzung stimmten nur Dänemark, Finnland und Tschechien gegen die Position des Ministerrats, mit der dieser nun in die Verhandlungen mit dem EU-Parlament eintreten kann, sobald das seine Linie festgezurrt hat. Sprecher Schwedens und Polens brachten teils schwere verfassungsrechtliche Bedenken vor, trugen den gemeinsamen Standpunkt des Gremiums aber dann doch mit.

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Militärbischof Rink erinnert an Religionsfreiheit in der Armee

Sigurd Rink, die Apocalypse. bearb. BB

Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat anlässlich des bevorstehenden Jahrestags der Verabschiedung der UN-Menschenrechts-Charta an das grundlegende Recht auf Gewissens- und Religionsfreiheit in der Bundeswehr erinnert.

evangelisch.de

„Im Berufsalltag der Armee bedarf die freie Religionsausübung eines besonderen Augenmerks“, heißt es in einer Pressemitteilung, die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde. Am 10. Dezember 1948 hatten die Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ beschlossen.

Die evangelische und die katholische Kirche setzten alles daran, dieses Recht an den Bundeswehr-Standorten und in den Auslandseinsätzen zu gewährleisten, sagte Rink.

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Kirchliche Missbrauchsstudie bisher ohne strafrechtliche Folgen: Offenbar geringe Relevanz

Die Missbrauchsstudie der katholischen Kirche könnte die Ermittler zu Durchsuchungen und Beschlagnahmungen veranlassen. Doch bislang passiert dort wenig. Warum reagieren die Staatsanwaltschaften so verhalten?

DOMRADIO.DE

Die im September veröffentlichte Studie zum sexuellen Missbrauch durch katholische Geistliche hat offenbar geringe strafrechtliche Relevanz. In den 27 katholischen Bistümern in Deutschland seien sechs Staatsanwaltschaften der Studie unmittelbar nach Erscheinen nachgegangen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Donnerstag. Vier Staatsanwaltschaften hätten seit Ende Oktober Ermittlungen gegen unbekannt aufgenommen, 20 Staatsanwaltschaften prüften derzeit Anzeigen. Durchsuchungen oder Beschlagnahmungen habe es bisher nicht gegeben, so die Zeitung.

Experten hatten darauf hingewiesen, dass es in der Studie nicht um die strafrechtliche Verfolgung einzelner konkreter Fälle gegangen sei, sondern vor allem darum, das Ausmaß der Taten und mögliche Verbindungen zu kirchlichen Strukturen zu untersuchen. Da die Erfassung der Daten anonym erfolgte und viele Taten verjährt sind, sei die Studie für konkrete strafrechtliche Auswertungen nur sehr bedingt geeignet.

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Warum es richtig ist, auch greise NS-Mörder vor Gericht zu stellen

KZ Auschwitz, Einfahrt. Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0
Ein aus Rechtsgründen nur als Hans H. bekannter, heute 95-Jähriger, der in einer SS-Einheit in Mauthausen, dem größten Konzentrationslager in Österreich diente, steht nun unter Anklage wegen Beihilfe zum Mord in 36.000 Fällen.

Von Tina Adcock | mena-watch

Von 1944 bis 1945 ging Hans H. seiner Beschäftigung in der nationalsozialistischen Mordmaschinerie nach. Jetzt wird er angeklagt, Lagerinsassen während der Märsche von der 20 km entfernten Stadt Linz zum Konzentrationslager sowie während ihrer Haft, bewacht zu haben. In dem einjährigen Zeitraum seiner Arbeit in Mauthausen fanden mindestens 36.223 Menschen den Tod, die meisten durch Vergasung aber auch durch sogenannte „Todbadeaktionen“, Injektionen, Erschießungen, Hunger und Erfrieren. Während der genannten Bäder wurden die Häftlinge so lange kalt abgeduscht, bis ihr Kreislauf kollabierte oder sie an Unterkühlung starben. Bei den Injektionen ins schlagende Herz handelte es sich um Gemische aus Benzin und Magnesiumchlorat welche den Tod zur Folge hatten.

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Affen überleben mit Schweineherz

Die Pumpe des Lebens: Können Menschen eines Tages auch mit einem Schweineherz überleben? © Yodiyim/ thinkstock
Meilenstein: Forscher haben Affen erfolgreich gentechnisch veränderte Schweineherzen transplantiert. Dank eines neuen Verfahrens überlebten die Tiere dabei bis zu sechseinhalb Monate – und damit deutlich länger als jemals zuvor. Dieser Erfolg könnte die sogenannte Xenotransplantation als potenzielle Alternative zur herkömmlichen Organspende entscheidend voranbringen. Möglicherweise sind schon bald erste klinische Tests mit Menschen machbar, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Das Problem des Organmangels wird immer ernster: 2017 standen in Deutschland nur 797 Spenderorgane für rund 10.000 wartende Patienten zur Verfügung – ein neuer Tiefstand. „Ich sehe auch nicht, dass sich dieser Trend grundlegend umkehren wird“, sagt Bruno Reichert vom Universitätsklinikum München. Um dieses Problem lösen zu können, forschen Mediziner wie er seit Jahren an einer Alternative: Statt menschlicher sollen zum Beispiel Organe von Schweinen für die Transplantationen genutzt werden.

Tatsächlich haben solche Xenotransplantationen bei Tieren bereits geklappt. So setzten Forscher mehrfach gentechnisch-veränderte Schweineherzen in Paviane ein. Bisher gab es dabei allerdings ein entscheidendes Problem: Die transplantierten Tiere überlebten nie länger als 57 Tage – ein Großteil von ihnen starben sogar binnen 48 Stunden. Das ist zu kurz, um eine echte Alternative oder zumindest Übergangslösung für auf ein Spenderherz wartende Patienten zu sein.

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Trump: Die US-Militärausgaben sind „verrückt“ hoch

Bild. DoD
Der US-Präsident verursacht Unruhe, weil er den Pentagon-Haushalt senken und mit China und Russland sprechen will, um den Rüstungswettlauf zu stoppen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Interessant ist, dass Donald Trump, der mit Amerika auch das US-Militär wieder groß machen wollte, nach der Erhöhung des Rüstungsetats um mehr als 10 Prozent, nun schon wieder auf die Bremse treten will. Die Militärausgaben der USA in Höhe von 716 Milliarden US-Dollar, die er mit auf den Weg gebracht und gebilligt hatte, seien „verrückt“, schrieb er am Montag in einem Tweet.

Das scheint eine Kehrtwende zu sein und ist auch deswegen verwunderlich, weil Trump nicht nur die mächtigste Streitmacht der Welt haben, sondern auch die Truppenstärke erhöhen, mehr schwere Waffensysteme anschaffen und die Modernisierung der Atomwaffen vorantreiben wollte. Und just in dem Moment, in dem die USA aus dem INF-Vertrag aussteigen will, weil angeblich Russland diesen verletzt, schreibt der US-Präsident, dass er sicher sei, irgendwann in der Zukunft mit Präsident Xi und Präsident Putin zusammenzukommen, um zu beginnen, den Rüstungswettlauf zu stoppen, der unkontrollierbar geworden sei. 2016 hatte er noch gesagt, dass ein Rüstungswettlauf kommen könne, die USA würden ihn gewinnen.

Eigentlich ist diese Äußerung unerhört. Zwar hatte Barack Obama einmal angekündigt, für eine atomwaffenfreie Welt eintreten zu wollen. Auf die Ankündigung ist das Gegenteil erfolgt, nämlich der Plan, die Atomwaffen zu modernisieren und den Raketenabwehrschild an der Grenze zu Russland weiter auszubauen. Dazu wurde der Konflikt mit Russland wegen der Ukraine und dann Syrien weiter eskaliert, also der Rüstungswettlauf forciert. Bislang haben sich die USA auch vielen Bemühungen und Vorschlägen widersetzt, Rüstungskontrollabkommen abzuschließen. Das war etwa so bei biologischen Waffen, aber auch im Weltraum oder im Cyberspace. George W. Bush kündigt das ABM-Abkommen, um das Raketenabwehrsystem gegen Russland aufzubauen, das Moskau verdächtigt, das INF-Abkommen zu verletzen, und als Zwang gesehen hat, seinerseits sein Raketen- und Atomwaffenarsenal zu modernisieren.

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Zwischen Mohammed und Erdogan

Islamischer Religionsunterricht wird vielerorts kritisch betrachtet (dpa / Frank Rumpenhorst)
Der Putschversuch in der Türkei hat auch den Islam-Unterricht in deutschen Klassenzimmern ganz ordentlich durchgerüttelt. Seit Präsident Erdogan immer autoritärer regiert, fragen sich die Behörden in Deutschland: Wer ist auf muslimischer Seite unser Ansprechpartner? Das macht es nicht leichter.

Von Michael Hollenbach | Deutschlandfunk

Religionsunterricht im vierten Jahrgang an der Albert Schweitzer-Schule in Hannover-Linden. Die Lehrerin Tünay Aygün behandelt die Geschichte von Josef und seinen Brüdern, eine Geschichte, die in der jüdischen Tora, im Alten Testament der Christen und in der Sure 5 des Korans zu finden ist. Ihre Fragen an der Tafel machen deutlich: Hier geht es um islamischen Religionsunterricht:

„Muss jeder Moslem den Koran lesen?“ / „Warum hat Allah den Koran geschickt?“ / „Wer hat den Koran geschrieben?“ / „Warum ist der Koran wichtig?“

Lernziel: Reflektion

„Eines der Hauptthemen der islamischen Religionspädagogik ist das Ziel, muslimische Kinder zu befähigen, über ihren Glauben zu sprechen, darüber zu reflektieren, dass man in einer pluralen Gesellschaft lebt, aber dass es auch innermuslimische Vielfalt gibt.“

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Trotz Khashoggi-Tod: Kopten-Papst lobt saudischen Kronprinzen

Bild: ©KNA
Seit dem Mord am Journalisten Jamal Khashoggi ist der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman ins Visier der Weltöffentlichkeit geraten. Kopten-Papst Tawadros II. hält ihn jedoch für eine „aufgeschlossene Person“ mit „modernen Visionen“.

katholisch.de

Das Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, Papst Tawadros II., hat sich lobend über den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman geäußert. Dieser sei „eine aufgeschlossene Person, die eine moderne Vision bezüglich des Lebens hat“, sagte Tawadros der englischsprachigen saudi-arabischen Tageszeitung „Arab News“ (Mittwoch).

„Ich persönlich verfolge alle positiven Entwicklungen, die unter König Salman, seinem Kronprinzen und allen saudischen Regierungsbeamten stattfanden“, so der Kopten-Papst weiter. Saudi-Arabien sei sowohl in der arabischen Welt als auch auf internationaler Ebene ein „Hauptpfeiler“.

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