Affen überleben mit Schweineherz


Die Pumpe des Lebens: Können Menschen eines Tages auch mit einem Schweineherz überleben? © Yodiyim/ thinkstock
Meilenstein: Forscher haben Affen erfolgreich gentechnisch veränderte Schweineherzen transplantiert. Dank eines neuen Verfahrens überlebten die Tiere dabei bis zu sechseinhalb Monate – und damit deutlich länger als jemals zuvor. Dieser Erfolg könnte die sogenannte Xenotransplantation als potenzielle Alternative zur herkömmlichen Organspende entscheidend voranbringen. Möglicherweise sind schon bald erste klinische Tests mit Menschen machbar, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

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Das Problem des Organmangels wird immer ernster: 2017 standen in Deutschland nur 797 Spenderorgane für rund 10.000 wartende Patienten zur Verfügung – ein neuer Tiefstand. „Ich sehe auch nicht, dass sich dieser Trend grundlegend umkehren wird“, sagt Bruno Reichert vom Universitätsklinikum München. Um dieses Problem lösen zu können, forschen Mediziner wie er seit Jahren an einer Alternative: Statt menschlicher sollen zum Beispiel Organe von Schweinen für die Transplantationen genutzt werden.

Tatsächlich haben solche Xenotransplantationen bei Tieren bereits geklappt. So setzten Forscher mehrfach gentechnisch-veränderte Schweineherzen in Paviane ein. Bisher gab es dabei allerdings ein entscheidendes Problem: Die transplantierten Tiere überlebten nie länger als 57 Tage – ein Großteil von ihnen starben sogar binnen 48 Stunden. Das ist zu kurz, um eine echte Alternative oder zumindest Übergangslösung für auf ein Spenderherz wartende Patienten zu sein.

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