Zwischen Mohammed und Erdogan


Islamischer Religionsunterricht wird vielerorts kritisch betrachtet (dpa / Frank Rumpenhorst)
Der Putschversuch in der Türkei hat auch den Islam-Unterricht in deutschen Klassenzimmern ganz ordentlich durchgerüttelt. Seit Präsident Erdogan immer autoritärer regiert, fragen sich die Behörden in Deutschland: Wer ist auf muslimischer Seite unser Ansprechpartner? Das macht es nicht leichter.

Von Michael Hollenbach | Deutschlandfunk

Religionsunterricht im vierten Jahrgang an der Albert Schweitzer-Schule in Hannover-Linden. Die Lehrerin Tünay Aygün behandelt die Geschichte von Josef und seinen Brüdern, eine Geschichte, die in der jüdischen Tora, im Alten Testament der Christen und in der Sure 5 des Korans zu finden ist. Ihre Fragen an der Tafel machen deutlich: Hier geht es um islamischen Religionsunterricht:

„Muss jeder Moslem den Koran lesen?“ / „Warum hat Allah den Koran geschickt?“ / „Wer hat den Koran geschrieben?“ / „Warum ist der Koran wichtig?“

Lernziel: Reflektion

„Eines der Hauptthemen der islamischen Religionspädagogik ist das Ziel, muslimische Kinder zu befähigen, über ihren Glauben zu sprechen, darüber zu reflektieren, dass man in einer pluralen Gesellschaft lebt, aber dass es auch innermuslimische Vielfalt gibt.“

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