Türkische Religionsbehörde Diyanet: Steuergeld für Koran-Kurse und islamische „Aufklärung“


Mitten in der Wirtschaftskrise erhöht die Regierung in Ankara das Budget der Religionsbehörde Diyanet um 36 Prozent. Auf der anderen Seite wird das Wissenschaftsbudget um mehr als die Hälfte gekürzt. Säkulare Türken sind außer sich.

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Die Debatte ist nicht neu, und doch sind säkulare Türken verärgert. Grund ist Ankaras Haushaltsplan für das nächste Jahr. Demnach soll die türkische Religionsbehörde statt bisher 7,7 Milliarden Lira (rund 1,3 Milliarden Euro) nun 10,5 Milliarden (1,75 Milliarden Euro) bekommen – ein Plus von 36 Prozent. Die deutliche Erhöhung sorgt umso mehr für Unmut, da sich das Land in einer Wirtschaftskrise befindet und alle übrigen Ministerien sparen müssen.

So wurde etwa das Wissenschaftsbudget um 56 Prozent gekürzt. Die staatliche Religionsbehörde bekommt künftig fünfmal so viel Geld wie der Geheimdienst und sechsmal so viel, wie für das türkische Parlament vorgesehen ist.

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