Frankreich: Die Gelben Westen an der Schwelle zur politischen Bewegung

Proteste in Paris, am 8. Dezember 2018. Foto: Bernard Schmid
Der vierte Akte der Protestbewegung: Die Sicherheitskräfte können die Gewalt etwas eindämmen und fallen wieder mit eigener Gewaltanwendung auf. Politisch hoffen nun einige auf das Zusammengehen der Proteste mit Klimaschützern

Thomas Pany | TELEPOLIS

Macron unterbrach gestern kurz die Vorbereitungen zu seiner wichtigen Rede, um den Sicherheitskräften für ihre Arbeit zu danken. Sie hätten Mut bewiesen und einen außergewöhnlichen Professionalismus, schrieb er auf Twitter.

Das Schlimmste wurde verhindert, lautet eine Einschätzung zum gestrigen Protesttag der gelben Westen in Paris, die aus den großen Zeitungen herauszulesen ist – „dieses Mal hat das Chaos nicht triumphiert“ (Le Parisien), „es gab Gewaltszenen, aber verhältnismäßig weniger als vor einer Woche“ (Le Monde). Erleichterung war auch in den Expertenrunden zu spüren, die im öffentlich-rechtlichen Radiosender France Info den ganzen sehr speziellen Tag bis weit in die Nacht hinein begleiteten.

Angst

Es war der „vierte Akt“ der Protestbewegung, der von allerlei Dramatisierung angeheizt worden war und vor dem viele, ganz besonders in Paris, Angst hatten. Die Läden auf den Prachtstraßen war verbarrikadiert, so viele Gegenstände wie möglich, die zum Wurf verwendet werden können, wurden bei den Vorbereitungen von den Straßen und Bürgersteigen entfernt; ein Teil der Bewohner flüchtete aus der Stadt, auch Geschäftsinhaber.

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Christian Joppke: „Der säkulare Staat“ – Ruhige Worte in hitziger Debatte

Christian Joppke fokussiert auf die zunehmende politische Präsenz der religiösen Rechten in den USA. (Hamburger Edition / Unsplash / Aleks Dahlberg)
Was tun, wenn Religion und Rechtsstaat aufeinanderkrachen? In der oft hitzigen Debatte um Kruzifix und Kopftuch tut dieses Buch von Christian Joppke gut: Völlig unaufgeregt benennt und bewertet es die Probleme allzu offensiver Religiosität.

Von Marko Martin | Deutschlandfunk Kultur

Nein, dieses Buch ist trotz des Titels kein Buch aus der Aufreger-Reihe: „Was jetzt zu tun ist“. Christian Joppke, Soziologieprofessor an der Universität Bern und Mitglied im Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration, ist kein schriller Thesenritter, sondern ein bedächtig wägender Wissenschaftler. Seine Rückversicherungen bei Klassikern der Soziologie und die in ruhigem Ton vorgetragenen Relativierungen so mancher Schnellschuss-Befunde zeugen von fachlicher Seriosität, sind stilistisch jedoch häufig eine beträchtliche Lektüre-Herausforderung.

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Hilfe für Obdachlose reicht nicht aus

Bild: tagesschau.de
Für Menschen auf der Straße ist diese Jahreszeit hart und gefährlich. In diesem Jahr starben bereits acht Menschen wegen der Kälte. Städte bieten Notunterkünfte an, doch die Hilfe wird dem Bedarf nicht gerecht.

tagesschau.de

Seit mehreren Wochen bieten vor allem Großstädte bundesweit Nothilfe für die Menschen an, die im Winter auf der Straße leben. Tausende zusätzliche Betten werden bereitgestellt – und doch genügt das nicht, kritisiert die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W).

Keine Großstadt bietet genug zusätzliche Unterkünfte an, um der Zahl an Menschen ohne Dach über dem Kopf gerecht zu werden. Bundesweit machen laut BAG W etwa 52.000 Menschen Platte. „Platte machen“, das bedeutet, komplett auf der Straße zu leben, unter Brücken, in leerstehenden Häusern. Hinzu kommen aber noch Tausende sogenannte Wohnungslose: Menschen, die keine durch ein Mietverhältnis gesicherte Wohnung haben und oft in wechselnden Unterkünften unterkommen, die von der Öffentlichkeit gestellt werden, oder bei Freunden und Familienmitgliedern. Die BAG W geht hier von rund 860.000 Betroffenen aus.

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Teheran sinkt ab

Durchschnittliche Absenkungsrate im Großraum Teheran in den Jahren 2015 bis 2017 © Haghshenas Haghighi und Motagh, 2018 (GFZ)
Abgesackt: Der Untergrund der iranischen Hauptstadt Teheran sackt immer weiter ab. Durch austrocknende Grundwasserbecken ist es in einigen Gebieten im Laufe der vergangenen 15 Jahre zu Absenkungen von mehreren Metern gekommen. Dabei senkten sich die betroffenen Bereiche teilweise mit Geschwindigkeiten von über 25 Zentimetern pro Jahr ab. Die Folgen dieses Prozesses sind vielerorts bereits deutlich sichtbar, wie Forscher berichten.

scinexx

Ein Großteil des Trinkwassers weltweit stammt aus dem Grundwasser. Doch diese unterirdische Ressource ist endlich: Studien zeigen, dass sich nur sechs Prozent des Grundwasservorkommens regelmäßig regenerieren. Zudem ist schon jetzt ein Drittel der Grundwasser-Reservoire übernutzt. Weil immer mehr Wasser entnommen und gleichzeitig oftmals der Zufluss aus Flüssen durch Staudämme eingeschränkt wird, trocknen die Grundwasserspeicher zunehmend aus.

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Autor undercover in Hamburgs Moscheen „Islamisten tanzen uns auf der Nase herum“

Shams Ul-Haq (43) wurde in Pakistan geboren und kam mit 15 als Flüchtling mit Schleusern nach Deutschland. Heute arbeitet er als Autor („Eure Gesetze interessieren uns nicht“) und Terrorismusexperte für TV-Sender und Zeitungen. Foto: Privatfoto
Viele Jugendliche aus Einwandererfamilien gleiten in den radikalen Islamismus ab. Sie gehen als Kämpfer des „Islamischen Staats“ nach Syrien und in den Irak. Oder sie versuchen in Deutschland oder anderen europäischen Ländern Terroranschläge zu verüben. Was treibt diese jungen Menschen an? Wie genau funktioniert die Radikalisierung?

MOPO

Ich bin Journalist, und diese Fragen beschäftigten mich seit Langem. Daher beschloss ich, tiefer in die salafistische Szene einzutauchen. Dabei war mir natürlich von Nutzen, dass ich selbst Muslim, selbst Einwanderer bin – mit 15 kam ich aus Pakistan mithilfe von Schleppern ins Land … Als Deutscher wäre es mir natürlich kaum gelungen, zwei Jahre undercover mehr als 150 Moscheen in Deutschland und Österreich aufzusuchen. Ich habe mir angehört, wie gepredigt wurde. Ich habe mit Imamen gesprochen. Ich habe erlebt, wie die Gehirnwäsche der Islamisten funktioniert.

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„Wir haben eine Demokratiekrise“

„Gerechtigkeit“ von Balthasar Schmitt auf dem Südgiebel des Justizpalastes in München. Bild: CC BY-SA-3.0
Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe über ein historisches Gerichtsverfahren gegen Staatskriminalität und seinen Kampf gegen die Abgaspolitik deutscher Regierungen und Kommunen

Ralf Hutter | TELEPOLIS

Sie haben kürzlich eine Vorlage des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes an den Europäischen Gerichtshof bekannt gemacht, die laut Ihnen Rechtsgeschichte geschrieben hat. Was ist daran das Besondere?

Jürgen Resch: Dass der Bayerische Verwaltungsgerichtshof nur noch durch die Anordnung von Zwangshaft gegenüber Amtsträgern die Möglichkeit sieht, ein rechtskräftiges Urteil durchzusetzen. Das Gericht attestiert damit, dass Deutschland nicht die Voraussetzungen zur Aufnahme als EU-Mitgliedsstaat erfüllen würde und dass wir eine Demokratiekrise haben.

Warum würde Deutschland nicht die Voraussetzungen zur Aufnahme in die EU erfüllen?
Jürgen Resch: Ein funktionierender Rechtsstaat ist da die Grundvoraussetzung. Der deutsche Rechtsstaat taugt aber nicht zur Vollstreckung gerichtlicher Urteile gegen Behörden und Regierungen. Unsere Klage für saubere Luft in München ist seit über vier Jahren rechtskräftig entschieden.

Wir haben versucht, mit den bestehenden Instrumenten der Zwangsvollstreckung den Staat Bayern dazu zu bringen, das Urteil umzusetzen. Auf Anordnung des Ministerpräsidenten – ursprünglich Seehofer, jetzt Söder – ist das nicht geschehen. Mehr noch: Söder hat schon angekündigt, das Urteil weiterhin zu ignorieren.

So hat der Verwaltungsgerichtshof zu dem drastischsten Mittel gegriffen, das er hat, nämlich der Anrufung des Europäischen Gerichtshofes mit einer sogenannten Vorlagefrage: Muss man Zwangshaft gegen Amtsträger wie den Ministerpräsidenten, den Umweltminister und einige weitere Funktionäre anordnen? Diese Frage ist von grundsätzlicher Bedeutung für alle anderen Auseinandersetzungen in Deutschland um rechtswidriges Verhalten von Behörden. Wir gehen fest davon aus, dass der Europäische Gerichtshof diese Frage im kommenden Jahr mit „Ja“ beantworten wird.

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No Global Cooling Miracle: Sun’s Activity Lull Will Stop Soon, Study Suggests

Several large sunspots are visible in this image taken by NASA’s Solar Dynamics Observatory. Higher sunspot numbers are correlated with greater solar activity. Credit: NASA/SDO
We can’t count on waning solar activity to help bail us out of our climate-change problem in the near future, a new study suggests.

By Mike Wall  | SPACE.com

Solar activity waxes and wanes on 11-year cycles, which scientists have been monitoring for the past few centuries by carefully tracking sunspots — dark, magnetically active patches on the sun that serve as launch pads for flares and eruptions of superhot plasma known as coronal mass ejections (CMEs).

Variations in solar activity have significant consequences for us here on Earth. For example, powerful CMEs that slam into our planet can spawn big geomagnetic storms that disrupt satellite communications and power grids. High-activity solar cycles pump out more strong CMEs, triggering more such storms. [The Sun’s Wrath: Worst Solar Storms in History]

And these variations may also impact climate. For example, some recent research has tied big solar eruptions to reduced cloud formation, potentially affecting how much solar radiation makes it down to the planet’s surface and how much gets bounced back to space.

Indeed, some scientists think a prolonged dip in solar activity known as the Maunder Minimum, which occurred from about 1645 though 1715, helped intensify the Little Ice Age. The Little Ice Age — which subjected Europe and North America to much colder winters than the ones we currently experience — lasted from about 1300 through the mid-19th century, so the Maunder Minimum sits right in the middle of it chronologically.

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‘Wo Religionsfreiheit eingeschränkt ist, werden auch andere Rechte unterdrückt

„Kirche in Not“ hat Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2018“ vorgestellt.

kath.net

61 Prozent der Weltbevölkerung leben in Ländern, in denen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit nicht respektiert wird. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Religionsfreiheit weltweit 2018“, die das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ Deutschland am 28. November bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main vorgestellt hat.

196 Länder im Hinblick auf Religionsfreiheit untersucht

Der Bericht, an dem über 40 internationale Autoren mitgewirkt haben und der zum 14. Mail erscheint, nimmt die Situation in 196 Ländern in den Blick, analysiert die Rechtslage und dokumentiert Verstöße gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit – für Christen wie für alle anderen Religionen. Die Ergebnisse seien ernüchternd, erklärte Maria Lozano, Pressebeauftragte von „Kirche in Not“ International und Mitglied im Redaktionsteam des Berichts: „In 38 Ländern kommt es zu schwerwiegenden Verletzungen der Religionsfreiheit und in 18 dieser Länder hat sich die Lage seit 2016 nochmals verschlechtert.“

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Necla Kelek und der falsche Umgang mit Muslimen

Foto: Kelek
Innenminister Horst Seehofer wünschte sich bei der Deutschen Islamkonferenz in Berlin einen „Islam in, aus und für Deutschland“, zudem Moscheevereine, die finanziell vom Ausland unabhängig sind. Und er möchte „den muslimischen Glauben mit der deutschen gewachsenen Kultur“ versöhnen. Über die Probleme der Muslime durch Selbstausgrenzung, Parallelgesellschaften, eine andere Leitkultur und eine islamisch geprägte Identitätspolitik sprach er nicht.

Necla Kelek | Kreisanzeiger

Er machte keine Ansagen, forderte nicht, sondern merkte allenfalls Dinge an. Zum Beispiel die Rolle, die der größte türkische Moscheeverband Ditib hierzulande spielt. Ditib wird mit seinen 900 Moscheen von der türkischen Regierung finanziert, leitet die Imame aus Ankara an und steuert die Vereinspolitik bis in den letzten Moscheeverein. Damit möge doch bitte Schluss sein, bat der Innenminister, und erbot sich, zukünftig die Imamausbildung im Land zu fördern. Die Forderung, dass mit der Auslandsfinanzierung und Bevormundung Schluss sein muss, äußerte er nicht. Er möchte, dass sich die Muslime in Deutschland so organisieren, dass sie eine gemeinsame Vertretung haben und Verabredungen getroffen werden können.

Die Islamkonferenz war nicht als Wertedebatte zwischen Regierung und den muslimischen Gemeinschaften angelegt. Regierungsvertreter waren bei den Diskussionen gar nicht vertreten. Der Staat moderierte nur, hielt sich ansonsten zurück. Es wurde viel über Befindlichkeiten gesprochen, Erkenntnisse oder Ergebnisse wurden offengelassen, in die Zukunft vertagt.

Die Pornografisierung als globale Waffe

Grafik: TP
Das sich vor allen Augen ereignende globale 24/7-Gemetzel der X-Rated-Industrie liegt außerhalb des moralischen Radars

Wolf Reiser | TELEPOLIS

Gruppenvergewaltigungen, serielle Lustmorde, Missbrauchsskandale in Kirchen, olympischen Sportverbänden und UNO-Camps, Genderirrsinn und eine global-moralische Implosion werden illustriert von den zuckenden Hardcore-Bilderfluten der US-Pornoindustrie. Ziel dieser ist von Milliardenprofiten abgesehen auch die systematische Zerstörung von Menschen und ihren Beziehungen.

Im schmerzverzerrten Gesicht der jungen Frau der Versuch eines Lächelns. Die eingeschnürten Siliconbrüste ihres tätowierten Körpers sind violett verfärbt. Jemand tritt gegen das rotierende mit Latex überzogene Rundbett. Nun sieht man drei stattliche Penisse in ihrem Anus. Dazu Grunzen, Stöhnen und ein rabiater Metallica-Sound. Grob wird nun der von Schminkspuren versudelte Kopf in ein randvolles Urinal getaucht. Während sie sich erbricht, spritzt das gesichtslose Darsteller-Trio eine Menge Ejakulat über den ermatteten Frauenleib. Während das Display den nächsten Clip ankündigt – noch härter, noch gnadenloser – leckt sich Busty Foxx die aufgespritzten Lippen und schaut geheimnislos wie ein hypnotisiertes Schlachtvieh ihrem weltweiten Kundenstamm in die Augen.

Max Hardcore, ein hochdekorierter US-Pornostar liefert den sozio-ästhetischen Unterbau: „Ich denke mal, Frauen verstehen ihr Leben heute viel besser und sind sich auch ihres wahren Zwecks bewusster denn je. Dieser Zweck ist es, das Auffangbecken der Liebe zu sein und damit meine ich konkret Fickpuppen.“

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„Wir sind Kirche“: Verstöße gegen Menschenrechte in katholischer Kirche

Headquarter des Konzerns.

Zum 70-jährigen Bestehen der Allgemeinen Menschenrechtserklärung am 10. Dezember fordert die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ die Umsetzung der Menschenrechte in der römisch-katholischen Kirche.

evangelisch.de

„Wir sind Kirche“ erklärte am Freitag in München: „Der absolute Ausschluss der Frauen von Weiheämtern, das Heiratsverbot für Priester sowie die Forderung der Enthaltsamkeit an homosexuelle Menschen widersprechen in eklatanter Weise den individuellen Menschenrechten wie auch dem biblisch geprägten Menschenbild.“

„Vor diesem Hintergrund irritieren die jüngsten Aussagen von Papst Franziskus, Homosexualität sei eine Modeerscheinung, diese Art von Zuneigung habe keinen Platz für Priester und Ordensleute in der Kirche“, erklärte „Wir sind Kirche“ weiter. Dies sei letztlich diskriminierend gegenüber allen Homosexuellen in der Kirche.

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Marx? Viel zu unpolitisch, wie Platon und Aristoteles auch: Hannah Arendt pocht auf die Inkompetenz der Philosophen

Politik ist kein notwendiges Übel, sondern die eigentliche Sphäre der Freiheit: Hannah Arendt verpflichtet die Philosophie auf ihre gesellschaftliche Verantwortung. (Bild: Hannah Arendt Private Archive)
Hannah Arendts Denken ist präsenter denn je, auch vier Jahrzehnte nach ihrem Tod. Eine kritische Gesamtausgabe soll ihr Werk neu erschliessen.

Helmut König | Neue Zürcher Zeitung

Hannah Arendt gehört zu den bedeutendsten politischen Denkern des 20. Jahrhunderts. Ihre Texte und Bücher wurden und werden weltweit beachtet und heftig debattiert. Das gilt besonders für ihren Prozessbericht «Eichmann in Jerusalem» (1963), der den ersten grossen internationalen wissenschaftlichen Streit über das Wesen, die Bedeutung und die Folgen des Nationalsozialismus auslöste. Das gilt aber auch für ihre monumentale Studie «Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft» (1951), für ihre Bücher «Vita Activa» (1958) und «Über die Revolution» (1962) oder für die subtilen biografischen Porträts, die unter dem Titel «Menschen in finsteren Zeiten» (1968) erschienen.

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Online Christian “School” Offers Apocalypse Doctorate for $2,240

Image: Friendly Atheist
We found it: the least useful degree anyone could possibly get.
The online-only Luder-Wycliffe School of Eschatology is now offering a doctorate in End Times Prophecy (a.k.a. the “Apocalypse Degree”)
Because getting a masters in bullshit is for losers.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

No Seminary in the world offers the Doctor of Eschatology except Luder-Wycliffe Theological Seminary. We are it! We have made history with this degree program, and now it is offered exclusively by us. This degree program is extremely comprehensive and rigorous…but worth every minute of study. You the student will be of the very first in the entire world to earn this prestigious degree.

Before you spend $2,240 on the degree, consider the following:

  • If the world ends, your degree will be useless.
  • If the world does not end, your degree will be useless.
  • What the hell does a doctoral thesis look like in this program considering the entire field is about evidence-free speculation?
  • The school has no accreditation from a credible source. Will your course credits transfer anywhere else? The schools says that’s “quite unpredictable.”
  • It feels safe to assume that the thesis will have to be written in ALL CAPS.
  • The testimonials on the school’s website consist of one guy (“Peter Packer”) who has no picture and says the same vague thing every time you scroll through the list.
  • There’s nothing you’ll get from a doctorate in this subject that you won’t get by reading a Left Behind book and buying a bucket of whatever glop Jim Bakker is selling.

It’s a fictional degree from a fictional school for a fictional topic.

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Evangelische Kirche: Tumult statt Konsens

Im Gespräch bleiben, auch wenn die Auffassungen weit auseinandergehen – das fällt auch der Kirchengemeinde in Hegnach schwer (imago/Ikon Images)
Mehr Bibeltreue und weniger Gender-Debatten, fordern konservativ-evangelikale Christen. Liberale Gläubige sehen darin eine Nähe zu populistischen Positionen. Vielerorts gibt es Spannungen um den rechten Protestantismus – in einer schwäbischen Gemeinde ist ein offener Konflikt ausgebrochen.

Von Uschi Götz | Deutschlandfunk

„Das, was mir zugetragen wurde, ist, dass Leute aufgestanden sind, dass geschrien wurde, dass einige von den Unterzeichnern auch den Raum verlassen haben. Dabei ist es zu den persönlichen Verletzungen gekommen.“ Dekan Timmo Hertneck erzählt ruhig, versucht beiden Seiten in seiner Beschreibung gerecht zu werden. Öffentlich wollen die wenigstens etwas sagen, die Sache ist heikel. Der Versuch, einen Streit zwischen zwei kirchlichen Strömungen im Waiblinger Teilort Hegnach mittels Schlichtung beizulegen, endete im Oktober in einem Tumult.

Das Kirchenjahr ist zu Ende, die Gemeinde gespalten wie nie zuvor. Langjährige Kirchenmitarbeiter haben gekündigt, Eltern lassen ihre Kinder woanders konfirmieren, auch von Kirchenaustritten ist die Rede. Bibeltreue Protestanten haben sich mit liberalen Christen überworfen, im Mittelpunkt steht dabei ein evangelischer Pfarrer, der 2016 in die rund 4500 Einwohner zählende Gemeinde nordöstlich von Stuttgart kam.

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