Afrin: Exzessive Gewalt durch türkische Besatzung

Mitglieder der Miliz Faylaq al-Sham, die für die türkische Regierung Afrin „säubert“. Propagandabild
Seit der türkischen Militäroperation „Olivenzweig“ sind Terror, ethnische Säuberungen und demografische Veränderungen große Probleme in einer der zuvor friedlichsten Zonen Syriens

Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Die Situation in Nordsyrien wird auf vielen Konferenzen diskutiert. Kürzlich fand eine Konferenz von Teilen der syrischen Opposition in Ain Isa/Nordsyrien statt, danach startete ein dreitägiges internationales Forum zur demografischen Veränderung und ethnischen Säuberung im Kanton Afrin in Amûdê (Nordsyrien), und vergangene Woche gab es im Europaparlament die 15. Konferenz zur Situation der Kurden in der Türkei und Nordsyrien.

Ethnische Säuberungen in Afrin durch die Türkei

An dem Forum in Amûdê, einer Stadt in dem Gebiet der nordsyrischen Föderation, nahmen 150 international bekannte Akademiker und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen aus Ägypten, den USA, Frankreich, Russland teil, unter anderem auch der ehemalige französische Außenminister Bernard Kouchner. Kouchner ist einer der Mitbegründer der internationalen Organisation Ärzte Ohne Grenzen. Organisiert wurde die Konferenz vom Zentrum für strategische Untersuchungen-Rojava (NRLS).

Der irakisch-kurdischen Zeitung Rudaw mit Sitz in Erbil berichtete Abdulkarim Saroxan, ein hochrangiger Beamter aus dem Kanton Cizire, die demographische Veränderung in Afrin finde auf allen Ebenen statt – Leben, Politik, Demografie, Soziales und Natur.

Als Beweis präsentierte man Dokumentationen von den türkischen Angriffen und ihrer Verbündeten auf Afrin. Nezîr Salih vom NRLS berichtete von Angriffen auf die Infrastruktur, Dörfer und Dienstleistungseinrichtungen durch die türkische Armee mit dem Ziel, durch diesen Terror die Bevölkerung entweder zu vertreiben oder zu assimilieren.

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Gewalttätige Politsekte „Jugendwiderstand“ – Maos Schläger aus Berlin-Neukölln

Mitglieder des Jugendwiderstands diesen Sommer in Berlin.Foto: RubyImages/F. Boillot
Der „Jugendwiderstand“ attackiert systematisch Andersdenkende – am liebsten ebenfalls Linke. Nun kommt raus: Ihr Wortführer ist ein Kreuzberger Kindergärtner.

Von Maja Friedrich, Jan Werkener | DER TAGESSPIEGEL

Es braucht nicht viel, um zu ihrem Ziel zu werden. Ein falsches T-Shirt, die falsche Zeitung in der Hand. Oder eine politische Meinung, die sie nicht teilen. Attackiert wird zum Beispiel, wer in ihrer Gegenwart den chinesischen Staatsgründer Mao Zedong kritisiert. Oder wer es wagt, sich öffentlich zum Existenzrecht Israels zu bekennen. Auf der diesjährigen Demonstration am 1. Mai stürmten sie den feministischen Block und entrissen Teilnehmern ein Transparent, auf dem stand: „Den antisemitischen Konsens brechen! Jugend gegen Antisemitismus und Rassismus!“ Solche Slogans seien Teil einer schmutzigen Kampagne, rechtfertigten sie sich später in einer Erklärung.

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„Meet the Scientist“: Kaum Interesse für wissenschaftliches Bürgerforum

Auf Postern (auf Englisch) präsentierten die Teilnehmer aktuelle Forschungsergebnisse. Foto: Britta Berg
Zum ersten Mal wurde am Freitag die wissenschaftliche Konferenz STEPsCON zu Nachhaltigkeit und Innovation in Leverkusen gehalten. Ausgerichtet von der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der TH Köln gemeinsam mit der Universität in Oulu, Leverkusens finnischer Partnerstadt.

Von Marie Welling | Kölner Stadt-Anzeiger

Nun sei die wissenschaftliche Sprache für einen großen Teil der Leverkusener Bevölkerung nicht unbedingt verständlich – „daher hatten wir uns überlegt, eine Verknüpfung zwischen der wissenschaftlichen Konferenz und der Bevölkerung herzustellen und die Ergebnisse in Alltagssprache zu vermitteln“, erklärt Bürgermeister Bernhard Marewski (CDU). „Meet the Scientist“ hieß das Bürgerforum, das eigens hierfür ins Leben gerufen wurde.

Eine einzige interessierte Bürgerin

Was sich im Agam-Saal des Forums jedoch darbot, war ein eher trostloses Bild. Neben den Promovierenden und Lehrenden der TH Köln waren die Oberbürgermeisterin, der Stadtdirektor sowie Vertreter aus dem Stadtrat von Oulu anwesend und die traurige Bilanz von einer einzigen interessierten Bürgerin.

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Kölner Muslimbruderschaft gilt als extrem gefährlich

Ein Demonstrant in Berlin trägt ein Schild mit dem R4bia-Emblem.
  • In NRW steigt laut Sicherheitsbehörden der Zuspruch zu Organisationen oder Moscheen, die den Muslimbrüdern zugerechnet werden.
  • Verfassungsschützer gehen davon aus, dass die „Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V.“ (IGD) das Ziel verfolgt, einen islamischen Gottesstaat in Deutschland zu errichten.
  • Die Abu-Bakr-Moschee in der Kölner Südstadt soll Anlaufstelle der Muslimbrüder sein.

Von Axel Spilcker | Kölner Stadt-Anzeiger

Vier Finger ausgestreckt an einer Hand. Mit dem „R4bia“-Gruß der Muslimbruderschaft hatte zuletzt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen Anhängern zugewunken.

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Warum die Kirche gegen die Menschenrechtserklärung war

Bild: © KNA
Nie wieder sollte nach der NS-Herrschaft die Menschenwürde mit Füßen getreten werden. So der Anspruch der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die heute vor 70 Jahren verabschiedet wurde. Ausgerechnet die Kirche war dagegen.

Von Anna Fries | katholisch.de

Menschenrechte – das klingt abstrakt und wenig greifbar. Ein gern genutztes Schlagwort, das oft vergessen lässt, warum es geht: nicht um ein Ideal, sondern um Personen. Denn auch 70 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird die Würde des Menschen vielerorts missachtet.

Nach den Verbrechen des NS-Regimes sollte sich das eigentlich ändern. Weltweit berieten Regierungen und Diplomaten darüber, wie ein ähnliches Unrecht künftig zu verhindern wäre. Die Verhandlungen waren zäh. Der Westen bestand auf bürgerlichen Freiheiten, der kommunistische Osten auf sozialen Elementen. Am 10. Dezember 1948 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – ein rechtlich unverbindliches Dokument, mit dem die Staaten in erster Linie ihren guten Willen bekunden. Die Delegierten der Sowjetunion und ihrer engsten Verbündeten enthielten sich damals der Stimme.

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Die Wertform: Das Fundament der kapitalistischen Produktionsweise

Grafik: TP
2017 erschien eine Taschenbuchausgabe des „Kapitals“ von Karl Marx. Legt man die Reaktion der marxistischen Öffentlichkeit, mit Ausnahmen natürlich, zugrunde, so handelt es sich nur um eine weitere Neuauflage des „Kapitals“ ohne weitere Bedeutung wie seit Jahrzehnten.

Heinrich Harbach | TELEPOLIS

Also spricht man in diesen so zivilisierten Kreisen nicht darüber, wie auch insgesamt die Tendenz einer Abkehr von der exakten theoretischen Arbeit nicht zu übersehen ist, parallel zum Verblassen des nichtkapitalistischen Gesellschaftsbilds innerhalb Der Linken.

Hierin liegt jedoch ein kolossaler Irrtum sowohl in Bezug auf den Inhalt der Taschenbuchausgabe als auch deren Struktur. Die Teile 1.1 bis 1.4 entsprechen im Wesentlichen den bisherigen Auflagen, der Inhalt des Teiles „Das Kapital 1.5 Die Wertform“ jedoch ist hier zum ersten Mal in dieser Form veröffentlicht.

Es ist das Verdienst der Editoren Rolf Hecker und Ingo Stützle, profunde „Kapital“-Kenner, das quasi unvollendete „Kapital“ um einen wesentlichen, ja grundlegenden Aspekt mit genauer wissenschaftlicher Analyse bereichert zu haben und dabei die Schieflage der „Kapital“- Interpretationen, noch zu Lebzeiten von Marx einsetzend, etwas „gerader“ zu rücken. Denn nach den Erfahrungen mit dem sogenannten Realsozialismus gehen alle Marxinterpretationen, als sei nichts gewesen, von der Grundannahme aus, dass eine nichtkapitalistische Gesellschaft eine Warengesellschaft sein müsse.

Diese Folgerung ist aber aus der Marxschen Kapitalismusanalyse nicht ableitbar. Marx stellt fest, dass das „Kapital“ als Dreh- und Angelpunkt des Systems sich verwertender Wert ist und die „Wertform“ seine Grundlage, d. h. sein Fundament bildet. Fast könnte man sagen, wenn Marx von Wert spricht, meint er immer die Wertform.

Im „Kapital“ wird daher, auch in den ersten 3 Kapiteln des 1. Bandes bei der Darstellung von „Ware und Geld“, die „kontemporäre Geschichte“ des Kapitalismus vorausgesetzt, auch wenn der Wert noch nicht als Kapital auftritt.

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How Einstein Reconciled Religion to Science

What Einstein said was nearly as scathing as any contemporary critique of religion you might hear from Richard Dawkins, Sam Harris, or Christopher Hitchens. Photograph by spatuletail / Shutterstock
I recently heard an echo of Albert Einstein’s religious views in the words of Elon Musk. Asked, at the close of a conversation with Axios, whether he believed in God, the CEO of both SpaceX and Tesla paused, looked away from his interlocutors for a brief second, and then said, in that mild South African accent, “I believe there’s some explanation for this universe, which you might call God.”

By Brian Gallagher | NAUTILUS

Einstein did call it God. The German-Jewish physicist is famous for many things—his special and general theories of relativity, his burst of gray-white hair—including his esoteric remark, often intoned in discussions of the strange, probabilistic nature of quantum mechanics, that “God does not play dice.” A final or ultimate equation, describing the laws of nature and the origin of the cosmos, Einstein believed, could not involve chance intrinsically. Insofar as it did—it being the Copenhagen interpretation of quantum mechanics—it would be incomplete. (The consensus now among physicists is that he was wrong; God is indeterminate. “All evidence points to him being an inveterate gambler,” Stephen Hawking once said, “who throws the dice on every possible occasion.”)

But what was with Einstein’s God-language in the first place? The question may be considered anew, in light of the auction at Christie’s, on Tuesday in New York, of a 1954 letter Einstein wrote that is expected to sell for up to $1.5 million. For the occasion the Princeton Club is hosting a panel discussion on the conflict, or lack thereof, between science and religion, featuring theoretical physicist Brian Greene, philosopher Rebecca Newberger Goldstein, cognitive psychologist Tania Lombrozo, and Rabbi Geoff Mitelman, founding director of Sinai and Synapses, an organization dedicated to fostering respectful dialogue about religion and science. The event, today, is open to the public, and I am excited to attend. (Full disclosure: I am a current Sinai and Synapses fellow.) I believe Einstein can still offer some insight on how to think about religion and science.

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Kritik der türkischen HDP „: Maas billigt Erdogans Unterdrückung“

Bild: tagesschau.de
Erdogan lässt sich in seine Politik nicht reinreden: Oppositionelle sperrt er weg, EU-Urteile ignoriert er. Trotzdem schweigen Deutschland und die EU, kritisiert der HDP-Abgeordnete Sancar.

Von Oliver Mayer-Rüth | tagesschau.de

Die HDP ist unter Druck. Seit mehr als zwei Jahren geht der türkische Staat mit großer Härte gegen Funktionäre, gewählte Volksvertreter und Abgeordnete der Partei vor. Unzählige HDP-Politiker sitzen im Gefängnis.

Die Partei selbst sagt, sie setze sich insbesondere für die Belange der kurdischen Minderheit ein. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, seine AKP, die mit Erdogan verbündete nationalistische Partei MHP und die türkische Justiz werfen der HDP vor, der politische Arm der als Terrororganisation eingestuften PKK zu sein. Zwar findet in regierungsnahen Medien eine permanente Kriminalisierung der prokurdischen Partei statt, verbieten will Erdogan die HDP jedoch nicht.

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Philosophie des Gehens: Wer zu Fuss geht, ist Anarchist

«Gehen ist eine Zeitmaschine»: Erling Kagge, 55, ist zu Fuss unterwegs in Oslo. (Bild: Frode Hansen / NTB Scanpix Norway / Keystone)
Der Norweger Erling Kagge meditiert über das Gehen im Freien. Mit seiner Weisheitsliteratur trifft er einen Nerv der Zeit.

Von Martina Läubl | NZZamSonntag

Eigentlich wäre es ganz einfach. Man müsste nur die Schuhe anziehen und losgehen. Hinaus, weg, in die Weite. Kein Ziel erreichen, sondern einfach einen Fuss vor den anderen setzen, bis nichts anderes mehr zählt als der nächste Schritt. Erling Kagge tut das immer wieder, stunden-, tage- und wochenlang. Für den 55-jährigen Norweger ist Gehen eine Quelle der Energie, auch wenn es ihn zwischendurch an den Rand der Erschöpfung bringt.

Er erreichte zu Fuss den Nordpol und den Südpol und bestieg den Mount Everest. Ausserdem gründete er einen Verlag, sammelt Kunst und schreibt Bücher, in denen sich seine vielfältigen Erfahrungen niederschlagen. «Stille. Ein Wegweiser» wurde im vergangenen Jahr zum Bestseller.

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Kristina Hänel und die pränatalen Fruchtwasserträume eines Lebensrechtlers

Bild: © Fotolia.com/nataliaderiabina Symbolbild
Einem Embryo fehle die Empfindung und das Gehirn eines bereits geborenen Menschen: Daher könne sie ihm nicht die gleiche Würde zusprechen, sagt die wegen Werbung für Abtreibung verurteilte Ärztin Kristina Hänel. Ein Lebensrechtler hält dagegen.

katholisch.de

Die verurteilte Ärztin Kristina Hänel will nach eigenen Worten einem Embryo „nicht die gleiche Würde zusprechen wie einem bereits geborenen Menschen“. Er habe „nicht die Empfindung und nicht das Gehirn dazu“, sagte Hänel in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.). Auf die Frage, wann aus ihrer Sicht das Menschsein beginne, sagte sie: „Für mich ist er mit der Geburt ein Mensch.“ Die Menschwerdung passiere in der Schwangerschaft.

Dagegen betonte der Lebensrechtler Paul Cullen in dem Streitgespräch, das menschliche Leben beginne mit der Befruchtung der weiblichen Eizelle: „Der Mensch ist von Anfang an ein Mensch.“ Entweder hätten alle gleiche Rechte „oder keiner hat so richtig welche“.

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Jahrhunderte im Salz begraben

Ausgrabung in einer der Salzminen von Chehr&
In einem alten Bergwerk im Iran sind mehrere Salzmumien aufgetaucht – Tote, die verblüffend gut konserviert wurden. Einige von ihnen stammen aus einer Zeit lange vor Christi Geburt, wie Archäologen festgestellt haben. Doch wer waren diese Menschen? Und wie lebten und starben sie?

scinexx

Wie Moore oder Gletscher ist auch Salz ein hervorragendes Konservierungsmittel – mit manchmal makabren Folgen. Denn in einem alten Salzbergwerk im Iran haben Archäologen gleich mehrere mumifizierte Tote entdeckt. Sie starben zum Teil schon vor rund 3.000 Jahren, ihre Körper jedoch überdauerten fast vollständig erhalten im Salz. Das Schicksal dieser Salzmumien, ihre Herkunft und ihre Lebensweise beginnen Forscher der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit Kollegen nun allmählich zu enträtseln.

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Apostel Jung lehnt Abschaffung des Zölibats ab

Bild: © Julia Steinbrecht/KNA
Was muss aus der Missbrauchsstudie der deutschen Bischöfe mit Blick auf die priesterliche Lebensform folgen? Laut dem Würzburger Bischof Franz Jung jedenfalls nicht die Abschaffung des Zölibats. Das begründet er so.

katholisch.de

Der Würzburger Bischof Franz Jung lehnt eine Abschaffung des Zölibats als Konsequenz aus der Missbrauchsstudie der deutschen Bischöfe ab. Die Verpflichtung zu einem enthaltsamen Leben könne mit sich bringen, „dass man sich nicht ausreichend mit der eigenen Sexualität auseinandersetzt und ein reifer Umgang mit der eigenen Sexualität verhindert wird“, sagte Jung am Samstag in Würzburg. Zölibatär Lebende seien jedoch stets neu gefordert, sich in ihrer gesamten menschlichen Entwicklung begleiten zu lassen.

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Die Gewalt der Gelbwesten steht in einer langen Tradition

Der von Protestierenden besprayte Arc de Triomphe soll eine neue Bedeutung bekommen – und nunmehr den Triumph der Gelbwesten symbolisieren. (Bild: Etienne Laurent / EPA)
Zertrümmerte Marianne-Statuen, Schmierereien am Arc de Triomphe: Bei den Protesten der französischen «gilets jaunes» geraten auch die Insignien der Republik unter Beschuss. Die gezielten Angriffe auf Symbole der Staatsmacht erinnern an frühere Bilderstürme.

Clemens Klünemann | Neue Zürcher Zeitung

Raunend hiess es jüngst in Radio- und Fernsehberichten aus Paris, dass das Wort «Revolution» die Runde mache. Und tatsächlich legen die Bilder von Strassenschlachten mit brennenden Autos und Tränengasqualm vor der Kulisse des Triumphbogens auf der Pariser Place de l’Etoile solche Assoziationen nahe. Doch genauer betrachtet, verkompliziert sich die Sache.

Zum Revolutionsmythos gehören «das Volk» als Akteur, universale Werte und dazu ein korrupter Herrscher, dessen Macht im Lauf einer langen Regentschaft marode geworden ist. Auf den ersten Blick trifft nichts von alledem auf die derzeitigen Unruhen in Frankreich zu: Denn wer erhebt sich da im Namen welcher Werte gegen einen jungen Präsidenten, der vor nicht einmal eineinhalb Jahren als Hoffnungsträger ins Amt gewählt wurde? Es ist eine aufgebrachte Menge, deren Botschaft abgesehen von vereinzelten politischen Forderungen primär der Hohn und der Hass zu sein scheinen.

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Bundesaußenminister Maas wirbt für UN-Migrationspakt

Unmittelbar vor der geplanten Annahme des UN-Migrationspakts hat das Abkommen in Deutschland weiteren Rückenwind bekommen. Der CDU-Parteitag stellte sich hinter den Pakt, die Diakonie nannte den Gipfel in Marrakesch einen „Endpunkt eines beeindruckenden internationalen Prozesses“.

evangelisch.de

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat vor dem UN-Gipfel in Marrakesch noch einmal für den globalen Migrationspakt geworben. Zweck des Abkommens sei es, Migration zu reduzieren, nicht zu befördern, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag). Trotz der international kritischen Diskussion um den Pakt wertete Maas ihn uneingeschränkt positiv. Das Abkommen soll am Montag und Dienstag bei einer Konferenz der Vereinten Nationen in der marokkanischen Stadt Marrakesch abschließend beraten werden.

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