Warum die Kirche gegen die Menschenrechtserklärung war


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Nie wieder sollte nach der NS-Herrschaft die Menschenwürde mit Füßen getreten werden. So der Anspruch der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die heute vor 70 Jahren verabschiedet wurde. Ausgerechnet die Kirche war dagegen.

Von Anna Fries | katholisch.de

Menschenrechte – das klingt abstrakt und wenig greifbar. Ein gern genutztes Schlagwort, das oft vergessen lässt, warum es geht: nicht um ein Ideal, sondern um Personen. Denn auch 70 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird die Würde des Menschen vielerorts missachtet.

Nach den Verbrechen des NS-Regimes sollte sich das eigentlich ändern. Weltweit berieten Regierungen und Diplomaten darüber, wie ein ähnliches Unrecht künftig zu verhindern wäre. Die Verhandlungen waren zäh. Der Westen bestand auf bürgerlichen Freiheiten, der kommunistische Osten auf sozialen Elementen. Am 10. Dezember 1948 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – ein rechtlich unverbindliches Dokument, mit dem die Staaten in erster Linie ihren guten Willen bekunden. Die Delegierten der Sowjetunion und ihrer engsten Verbündeten enthielten sich damals der Stimme.

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