Evo Morales: Teile der katholischen Kirche „verraten Jesus Christus“


Bild. katholisches.info
Boliviens Präsident Evo Morales hat die politische Allianz zwischen „einigen hohen Kirchenfunktionären“und rechtsgerichteten Oligarchen Lateinamerikas kritisiert. Offenbar gehe es bestimmten Kirchenvertretern in Bolivien darum, gegen die sozialistische Regierung des Landes vorzugehen.

Von Christian Kliver | amerika21

Es sei bedauerlich, „dass sich heute einige Anführer der katholischen Kirche wie zu Zeiten der Inquisition verhalten“, so der linksgerichtete Politiker in einem Kommentar beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Ziel der Allianz zwischen Teilen der Kirche und mächtigen Wirtschaftsinteressen sei es, „uns von der politischen Ebene zu beseitigen“, so Morales weiter. Mit ihrem Bündnis würden politisch rechtsgerichtete Kirchenvertreter „Jesus Christus verraten“.

Der bolivianische Präsident reagierte mit seinen kritischen Äußerungen auf Stellungnahmen der Bolivianischen Bischofskonferenz, die eine erneute Kandidatur des amtierenden Präsidenten und seines Vize Álvaro García Linera kritisiert hatte. Die katholische Kirche soll nach Ansicht des indigenen Politikers von solchen einseitigen Stellungnahmen absehen und „im Dienste der Armen stehen“. Morales weiter: „Christentum bedeutet Solidarität und Brüderlichkeit und nicht Diskriminierung oder Verfolgung.“

weiterlesen