Wie die Chemotherapie dem Gehirn schadet


Bei Krebs gehört die Chemotherapie zur Standardbehandlung. © Ridofranz/ istock
Nebenwirkung im Gehirn: Forscher haben herausgefunden, warum eine Chemotherapie die kognitive Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Demnach beeinflussen die verabreichten Mittel gleich drei unterschiedliche Zelltypen in der weißen Substanz. Durch ein gestörtes Wechselspiel zwischen diesen Zellen kommt es dazu, dass wichtige Gliazellen nicht richtig heranreifen. Als Folge schrumpft die schützende Isolierschicht um die Nervenfasern – und es entstehen kognitive Probleme.

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Im Falle einer Krebserkrankung gehört die Chemotherapie oft zur Standardbehandlung. Dabei werden dem Körper Zellgifte verabreicht, die im Idealfall die Tumorzellen töten. Die regelmäßigen Giftdosen setzen aber auch dem Rest des Organismus zu. Dies zeigt sich an Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, Erschöpfung oder einem geschwächten Immunsystem.

Auch das Gehirn leidet unter der Therapie: Viele Patienten erleben, dass sie kognitiv weniger leistungsfähig sind. Selbst Monate bis Jahre nach Abschluss der Behandlung kann es zu Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen bis hin zu motorischen Schwierigkeiten kommen. Dieses unter dem englischen Begriff „Chemobrain“ bekannte Phänomen fällt bei Kindern häufig besonders extrem aus.

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