Keine Pink-Floyd-Songs in Israel

In Kampfmontur: der Musiker und BDS-Anhänger Roger Waters. Foto: pr
Britische Coverband sagt nach Drohungen aus dem BDS-Umfeld Konzerte ab

Jüdische Allgemeine

»Pink Floyd Experience« heißt eine Coverband der berühmten britischen Musikgruppe. Und diese britischen Musiker, die Songs der 2015 aufgelösten Band spielen, haben nun einige für Anfang Januar geplante Konzerte in Israel abgesagt. Der Grund ist Pink‐Floyd‐Mitgründer Roger Waters, seit Jahren obsessiver Israelhasser. Etwas genauer: Es sind die Aktivitäten von Roger Waters, der Auftritte von Musiker‐Kollegen in einem »rassistischen Land« wie Israel verhindern möchte.

Konkret protestierte Waters, dass die Coverband »seine« Songs, also die alten Lieder von Pink Floyd, »vor einem segregierten Publikum« singen wolle und so zum »Whitewashing« einer »rassistischen Apartheid‐Regierung« beitrüge. »Die Leute, die ihr unterhalten wollt, töten die Kinder ihrer Nachbarn, jeden Tag erschießen sie sie kaltblütig.«

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Asteroid Bennu hat gebundenes Wasser

Blick auf Asteroid Bennu – in seinem Gestein existiert gebundenes Wasser. © NASA/GSFC, University of Arizona
Spannender Fund: Die NASA-Raumsonde OSIRIS-REx hat gebundenes Wasser auf dem Asteroiden Bennu nachgewiesen – ihrem gerade erst erreichten Zielobjekt. Ihre Spektrometer detektierten Hydroxyl-Moleküle im Tongestein der Asteroidenoberfläche, wie die NASA mitteilt. Dies liefert wertvolle Informationen über die Vergangenheit dieses 500 Meter großen Gesteinsbrockens, aber auch über unser Sonnensystem.

scinexx

Erst vor wenigen Tagen – am 5. Dezember 2018 – hat die 2016 gestartete NASA-Raumsonde OSIRIS-REx ihr Ziel erreicht: den erdnahen Asteroiden Bennu. Der rund 500 Meter große Gesteinsbrocken gilt als einer der Erdbahnkreuzer, die der Erde potenziell gefährlich werden könnten. Deshalb soll die Sonde ihn und seine Zusammensetzung genau kartieren. Zusätzlich aber soll sie eine Probe vom Asteroiden nehmen und zur Erde zurückbringen – zum ersten Mal überhaupt.

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Kohlekraftwerke als Ultrafeinstaub-Schleudern

Kohlekraftwerke mit moderner Abgasreinigung stoßen unerwartet viele Ultrfeinstaub-partikel aus. © tibu/ thinkstock
Unterschätzte Feinstaubquelle: Ausgerechnet modernste Kohlekraftwerke stoßen mehr Ultrafeinstaub aus als bisher angenommen. Ihre Emissionen von Partikeln kleiner als 100 Nanometer übertreffen inzwischen sogar die von Städten und dem Straßenverkehr, wie eine Studie enthüllt. Die Folge davon: Die ultrafeinen Teilchen beeinflussen Wolkenbildung und Klima, fördern aber auch extreme Wettereignisse, wie die Forscher berichten.

scinexx

Feinstaub ist ein globales Problem. Die winzigen Partikel von weniger als 100 Nanometer bis wenige Mikrometer Größe sind gesundheitsschädlich und könnten weltweit für Millionen Todesfälle verantwortlich sein. Gleichzeitig wirken gerade die ultrafeinen Feinstaub-Partikel als Kondensationskeime für Wolken und können sogar Stürme fördern. Feinstaub kann zwar auch durch natürliche Prozesse entstehen, ein Großteil stammt aber heute aus anthropogenen Quellen wie der Landwirtschaft, Industrie, fossilen Brennstoffen oder dem Verkehr.

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Evolutionspsychologe Steven Pinker erhält »Human Roots Award«

Am 9. November 2018 verlieh das Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution MONREPOS des RGZM zum zweiten Mal den »Human Roots Award« für herausragende wissenschaftliche Leistungen und ihren Einfluss auf die Archäologie der Menschwerdung. Der diesjährige Preisträger ist Harvard-Professor Steven Pinker. Er ist einer der einflussreichsten Vertreter der evolutionären Psychologie, der sich als Kolumnist und Sachbuchautor auch an ein breites Publikum wendet. Für seine Forschungen zur Verhaltensentwicklung bekam er vom Vorjahrespreisträger und diesjährigem Schirmherrn Richard Dawkins die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung überreicht.

Christina Nitzsche Stabsstelle Medien
Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM) – Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie

Univ.-Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser, Leiterin von MONREPOS, begrüßte die mehr als einhundert Gäste, die zur Verleihung erschienen waren. Mit dem Human Roots Award wolle die Institution des Leibniz-Forschungsinstituts für Archäologie eine Brücke zwischen den Menschen heute und unserer Verhaltensentwicklung in der Vergangenheit schlagen, mit dem Ziel, deren humanistische Agenda des »Menschbleibens« in der Zukunft zu fördern. „Und gerade darin liegt die entscheidende Bedeutung der pleistozänen Archäologie“, führte Gaudzinski-Windheuser fort. „Denn wir Archäologinnen und Archäologen sind Verwalter materieller Archive, die sich über die letzten drei Millionen Jahre menschlichen Verhaltens gebildet haben.“ So sei die pleistozäne Archäologie ein Teil des interdisziplinären Orchesters von Disziplinen, die sich der Erforschung des Menschen widmeten.

Entwicklung menschlicher Verhaltensmuster verstehen

Dr. Lutz Kindler, Archäologe in MONREPOS, fasste in seiner Laudatio Pinkers Werk zusammen: Steven Pinkers preisgekrönten Bücher über Wahrnehmung und Denken in unserem Gehirn, den Sprachinstinkt, die menschliche Natur und nicht zuletzt über die Rolle der Gewalt in der Menschheitsgeschichte seien allesamt Bestseller der wissenschaftlichen Literatur. „Sein Ausblick auf unsere Zukunft basiert auf Wissenschaft und Geschichte, Statistik und Humanismus“, erklärte Kindler. „Je besser wir den langen Prozess des Werdens zu den Menschen verstehen, die wir heute sind, desto besser wird es uns gelingen, auch in Zukunft diese Menschen zu bleiben.“ Dabei betont er, dass die Archäologie dazu einen wesentlichen Beitrag zu diesem Verständnis leisten könne. Denn nur die Archäologie beschäftige sich mit der materiellen Aufzeichnung menschlichen Verhaltens in der langen Evolutionsgeschichte des Menschen. „Um das ‚Wann‘, ‚Warum‘ und ‚Wie‘ unserer Verhaltensentwicklung zu verstehen, ist die Archäologie ein wichtiger fächerübergreifender Beitrag zum Verständnis zum heutigen Verhalten. Steven Pinker ist ein Augen- und Türöffner für das interdisziplinäres Denken und Arbeiten! 2014 war er uns bei der Konzeption unserer neuen Ausstellung eine große Inspiration.“

»Statistiken sprechen für gesunden Optimismus«

Schirmherr des Human Roots Awards 2018 war der englische Evolutionsbiologe und Preisträger 2017 Professor Richard Dawkins. „Ich betrachte Steven Pinker als unseren führenden Intellektuellen, der in der Öffentlichkeit steht. Wenn der Literatur-Nobelpreis an einen Wissenschaftler vergeben würde – und das sollte er –, dann wäre er der Hauptanwärter“ würdigte Dawkins Pinker vor der Preisübergabe. „Ich freue mich sehr, ihm hier in MONREPOS den »Human Roots Award« überreichen zu können“.

In seiner Dankesrede stellte Pinker die Thesen seines jüngsten Buches »Aufklärung jetzt!« vor, in dem er Entwicklungen vergangener Jahrhunderte im Vergleich zu heute untersucht. Mit anschaulichen Grafiken verdeutlichte er dem Publikum, dass es den Menschen rein statistisch gesehen immer besser gehe. Sie wären gesünder, würden älter und dank Demokratie und globaler Wirtschaft gebe es weniger Kriege. „Leider verkaufen sich schlechte Nachrichten besser als gute und so sehen wir in den Medien viel Negativität. Dies führt dazu, dass wir denken, es gehe uns schlechter, als es tatsächlich der Fall ist.“ So plädiert Pinker darauf, sich auf Vernunft und die Werte der Aufklärung zu besinnen und sich so der derzeit grassierenden Negativität und dem Populismus entgegenzustellen.

Im Anschluss wurde erst im Saal, dann auf der Feier angeregt diskutiert. Zudem trafen sich am Morgen nach der Preisverleihung zehn Expertinnen und Experten, um sich mit Pinker im Zuge eine Frühstücksdebatte zum Thema „Gewalt und Krieg“ aus der Perspektive verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen auszutauschen.

Der Human Roots Award

Im Jahr 2017 rief das Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution MONREPOS den »Human Roots Award« ins Leben. Der internationale Archäologiepreis versteht sich als Brückenschlag zwischen den Wissenschaften. Er soll den interdisziplinären wissenschaftlichen Dialog fördern, um die archäologische Sichtweise auf die »Menschwerdung« mit der humanistischen Agenda des »Menschseins« zu verknüpfen. Der Preis ehrt Archäologen oder Forscher anderer wissenschaftlicher Disziplinen für bahnbrechende Beiträge zum Verständnis der menschlichen Verhaltensevolution.

Pressematerialien

Download: Pressemitteilung, Bildunterschriften und Pressebilder (ZIP-Datei):
https://cloud.rgzm.de/index.php/s/GdE2G1IUiB1Qsb6

Koordination

Univ.-Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser, Dr. Olaf Jöris; Dr. Lutz Kindler

Der Philosoph Immanuel Kant im Wind des Kalten Krieges

Kant-Denkmal. Bild: vk.com / Подслушано в Калининграде (ПВК)
Nach einer hitzigen Debatte wird der Flughafen von Kaliningrad nun nicht den Namen des im ehemaligen Königsberg geborenen Philosophen, sondern den einer Zarin tragen

Ulrich Heyden | TELEPOLIS

Soll der Flughafen von Kaliningrad (dem ehemaligen Königsberg), der den Namen Chrabrowo hatte, den Namen des deutschen Philosophen Immanuel Kant tragen? Um diese Frage gab es in den letzten Wochen in Russland heftige Debatten. Kant, der 1724 in Königsberg geboren wurde, wo er im Alter von 80 Jahren verstarb, war einer der führenden Denker der Aufklärung und Autor des weltberühmten Werkes „Kritik der reinen Vernunft“.

Der deutsche Philosoph hatte bei der Online-Abstimmung gute Chancen, unterlag jedoch. Auf Platz eins landete die Zarin Elisaweta Petrowna, während deren Amtszeit Königsberg sieben Jahre lang zu Russland gehörte. Für die Zarin stimmten 52.222 (33 Prozent) der Abstimmenden. Die zweitmeisten Stimmen bekam Feldmarschall Alexandr Wasilewski. Er war Oberbefehlshaber der sowjetischen Truppen beim Sturm auf Königsberg. Für den Sowjet-Marschall stimmten 29 Prozent (45.459 Stimmen). Der deutsche Philosoph landete auf Platz drei. Für Imanuel Kant stimmten 39.828 Bürger (25 Prozent).

Am 25. November lagen die Zarin und der Philosoph noch gleichauf. Die Debatte, welcher Name für den Flughafen würdig ist, spitzte sich immer mehr zu. Am 27. November wurde das Kant-Denkmal vor der Universität von Kaliningrad mit rosa Farbe beschmiert. Auch am Grab von Kant, welches direkt am berühmten Dom liegt, gab es Farbschmierereien.

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NRW verschickt Bescheide: Paten von Flüchtlingen sollen 5,7 Millionen Euro zurückzahlen

Syrische Flüchtlinge kommen in Deutschland an. (Archivbild) Foto:picture alliance/dpa
In Nordrhein-Westfalen haben Helfer, die Bürgschaften für Flüchtlinge übernommen haben, Post vom Jobcenter erhalten: Ihnen wurde mitgeteilt, dass sie für die Kosten aufkommen sollen.

Von Michael Hesse | Kölner Stadt-Anzeiger

In NRW wurden bereits 750 Erstattungsbescheide mit Forderungen von insgesamt 5.686.947 Euro zugestellt, wie die Bundesregierung mitteilt. Allerdings sind diese auf Wunsch aus Berlin zunächst ausgesetzt worden. Relevante Fälle sollten individuell geprüft und Erstattungsbescheide bis zur Klärung von Rechtsfragen nicht vollstreckt werden. Wahrscheinlich werden sie sogar nie vollstreckt.

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Einigung über 219a in der Koalition nicht in Sicht

Noch vor Weihnachten wollte sich die Koalition darauf einigen, ob und wie das Werbeverbot für Abtreibungen überarbeitet wird. Doch zu Beginn der letzten Sitzungswoche im Bundestag ist noch immer kein Kompromissvorschlag in Sicht.

evangelisch.de

In der großen Koalition ist eine Einigung im Streit über das Werbeverbot für Abtreibungen noch nicht in Sicht. SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles wies am Dienstag in Berlin darauf hin, dass die Regierung damit beauftragt worden sei, einen Kompromissvorschlag zu machen: „Und wir erwarten diese Woche diesen Vorschlag.“ Aus dem Justiz- und dem Familienministerium war am Dienstag lediglich zu erfahren, die Gespräche dauerten an und liefen konstruktiv. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion kündigte an, sich erst im kommenden Jahr wieder mit dem Thema beschäftigen. Derweil erhöhen Oppositionsparteien den Druck.

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Argentinien: Erzbischof spricht von „einer Art klerikaler Homolobby“

„Ich kann Ihnen versichern, dass in manchen Bistümern der Prozentsatz homosexueller Priester hoch ist und dass sie sich gewöhnlich gegenseitig beschützen“, sie bilden „eine Art Loge oder Lobby, selbst jene, die ‚nichtpraktizierend‘ sind“.

kath.net

Der emeritierte Erzbischof von La Plata (Argentinien), Héctor Aguer, sprach gegenüber der von EWTN betriebenen spanischsprachigen Presseagentur ACI Prensa von einer Art Lobby im Klerus, die dem „hohen“ Anteil homosexueller Kleriker geschuldet ist. Das berichtete der britische „Catholic Herald“. Aguer zitierte Papst Franziskus mit dessen Aussage, dass Homosexualität zur Modeerscheinung geworden sei.

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Brain on Autopilot

Default Mode Network Credit: © Max Planck Institute for Human Development
How the architecture of the brain shapes its functioning.

By Max Planck Institute for Human Development | NAUTILUS

The structure of the human brain is complex, reminiscent of a circuit diagram with countless connections. But what role does this architecture play in the functioning of the brain? To answer this question, researchers at the Max Planck Institute for Human Development in Berlin, in cooperation with colleagues at the Free University of Berlin and University Hospital Freiburg, have for the first time analyzed 1.6 billion connections within the brain simultaneously. They found the highest agreement between structure and information flow in the “default mode network,” which is responsible for inward-focused thinking such as daydreaming.

Everybody’s been there: You’re sitting at your desk, staring out the window, your thoughts wandering. Instead of getting on with what you’re supposed to be doing, you start mentally planning your next holiday or find yourself lost in a thought or a memory. It’s only later that you realize what has happened: Your brain has simply “changed channels”—and switched to autopilot.

For some time now, experts have been interested in the competition among different networks of the brain, which are able to suppress one another’s activity. If one of these approximately 20 networks is active, the others remain more or less silent. So if you’re thinking about your next holiday, it is almost impossible to follow the content of a text at the same time.

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Christina von Dreien, Lolita der Eso-Szene

Screenshot: Youtube Christina von Dreien, der junge Shootingstar der Eso-Szene.
Damit ihre Mutter Bücher verkauft, muss die 17-jährige bei alten Männern auf der Couch sitzen und Banalitäten wiederkäuen

Christian Kreil | Blog – derStandard.at

Wo ist die Fürsorge, wenn man sie braucht? Die muss es doch auch in der Schweiz geben? Das ist man versucht zu fragen, wenn man die Auftritte von Christina Meier aka Christina von Dreien erlebt. Die 17-jährige Schweizerin mimt seit gut einem Jahr den Jungstar der Spiritualität. Die interessierte Szene ist hin und weg von der Weisheit des Mädchens, den seherischen Fähigkeiten, dem Kontakt zum Jenseits. Wer genauer hinsieht, erlebt einen Teenager, der knallhart zu einer Lolita der Schwurbelei getrimmt wurde.

Auf dem Sofa in einer esoterischen TV-Sendung

Der Teenager verbringt ihre Freizeit seit gut einem Jahr auf einem Sofa im Studios des privaten Senders „Schweiz 5“ und lässt sich vom 62-jährigen Deutschen Norbert Brakenwagen in der Esoterikschiene „time to be“ interviewen. Das ergibt kein schönes Bild. Ein Schweizer Blatt beschreibt Brakenwagen als „eine Mischung aus Verpackungskünstler, billigem Jakob und Phrasendrescher.“

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Bericht: Türkei entführt Gülenisten aus dem Ausland und foltert sie

Männer in Uniform zerren das Opfer aus einem Wagen und danach in ein anderes Auto, eine Frau ruft verzweifelt um Hilfe – vergeblich. Diese Szene hat sich laut einem Bericht vom Dienstag so am 29. März 2018 am Stadtrand von Pristina abgespielt, der Hauptstadt Kosovos. Sie soll die Entführung eines türkischen Mannes zeigen.

Neue Zürcher Zeitung

Das ZDF-Magazin «Frontal 21», das gemeinnützige Recherchezentrum «Correctiv» und mehrere internationale Medien berichten gemeinsam über die Entführungen von angeblichen Staatsfeinden der Türkei aus anderen Ländern – «im Auftrag» von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Auch Foltervorwürfe werden laut. Zwei innerhalb der Türkei entführte Männer erzählen für den Report mit dem Titel «Black Sites Turkey» von angeblichen geheimen Folterstätten mitten in der Türkei.

Die Betroffenen des «Entführungsprogrammes» sind vor allem Anhänger des islamischen Predigers Fethullah Gülen, den die Türkei für den Putschversuch von 2016 verantwortlich macht. Das Gemeinschaftsprojekt beleuchtet die Umstände und die Systematik der Fälle.

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Geldwerte Rundfunkgebühren-Vergünstigung: ARD und Katholische Kirche

Berliner Hedwigs-Kathedrale. Bild: bb
Eigentlich ist die Berliner Hedwigs-Kathedrale seit Anfang September für eine umfangreiche Sanierung geschlossen. Doch zu Weihnachten öffnet das Gotteshaus noch einmal seine Türen – für einen Gottesdienst der besonderen Art.

katholisch.de

Weihnachtsgottesdienst in besonderer Umgebung: Die ARD überträgt am 24. Dezember eine Christmette aus der eigentlich geschlossenen Berliner Hedwigs-Kathedrale. Der Gottesdienst mit Erzbischof Heiner Koch stehe unter dem Leitwort „Gott kommt – Mitten ins Leben“ und beginne um 23.25 Uhr, teilte das Erzbistum am Dienstag mit.

Das Gotteshaus, das seit Anfang September für die in den kommenden Jahren geplante Sanierung geschlossen ist, wird für die Christmette extra noch einmal geöffnet. Damit könnten die Gottesdienstbesucher und die Fernsehzuschauer den Innenraum der Kathedrale im ausgeräumten Zustand erleben, bevor im kommenden Jahr mit der Umgestaltung der Kirche begonnen werde, so das Erzbistum weiter. Durch den Weihnachtsgottesdienst werde erkennbar, wie das Innere der Kathedrale künftig aussehen werde: Die Treppenanlage zur Unterkirche ist bereits provisorisch geschlossen und die Sitzgelegenheiten würden in neuer Anordnung um den Mittelpunkt des Zentralbaus aufgestellt.

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Menschheit dreht Klima-Uhr zurück

Zukunft ist Vergangenheit: Schon in zwölf Jahren könnte ein Klima herrschen wie zuletzt vor drei Millionen.© Romolo Tavani/ thinkstock
Zukunft ist Vergangenheit: Die Menschheit ist dabei, vergangene Epochen der Klimageschichte wiederzuerschaffen – Zeiten, wie sie kein Mensch jemals erlebt hat. Wie eine Studie enthüllt, könnte die Erde schon im Jahr 2030 ein Klima erleben, wie es zuletzt vor drei Millionen Jahren herrschte. Sollte der Klimawandel aber ungebremst anhalten, könnten wir sogar die extreme Warmzeit von vor 50 Millionen Jahren heraufbeschwören – mit potenziell fatalen Folgen.

scinexx

Im Laufe der Erdgeschichte hat das Klima immer wieder ein Auf-und-Ab durchlebt. Die globalen Temperaturen schwankten von Extremen wie der Eiszeit bis zu tropischen Warmzeiten mit Palmen selbst an den Polen. Doch seit etwa 10.000 Jahren – seit Beginn des Holozäns – ist das Erdklima bis auf kleinere Schwankungen relativ stabil geblieben. Zum Glück für die menschlichen Zivilisationen, die sich in dieser Zeit entwickelt haben.

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Überlegungen zur Frage „Staat ohne Gott?“: Verfassungsrechtler diskutieren

Wie neutral muss ein Staat in Bezug auf Weltanschauungen heute sein? Und passt da am Ende noch Gott in die Präambel der Verfassung? Darüber tauschten sich nun in Bayern zwei Verfassungsrechtler aus – kontrovers und teilweise klärend.

DOMRADIO.DE

„Der säkulare Staat“ – so wollte Horst Dreier sein aktuelles Buch nennen, in dem der Würzburger Verfassungsrechtler eine streitbare Analyse über Religion in der säkularen Moderne abliefert.

„Viel zu langweilig“, habe das Urteil des Verlags gelautet. Am Ende kam der Titel „Staat ohne Gott“ heraus. Für den setzte sich der Jurist noch einmal hin und schrieb eine einordnende Einleitung für seine Thesen. Denn eine „Streitschrift für einen kämpferischen Atheismus“ sollte es bewusst nicht sein, wie er am Montagabend in München versicherte.

Wachsendes Neutralitätsgebot?

Die Katholische Akademie in Bayern hatte den Titel, wenngleich mit einem Fragezeichen versehen, aufgegriffen und ihn zum Anlass für ein Streitgespräch mit dem ehemaligen Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof genommen. Heraus kam ein zivilisiertes Fachgespräch auf hohem Niveau, bei dem beide Seiten durchaus Einschätzungen teilten, Gegensätze benannten und diese teilweise klären konnten.

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