Bericht: Türkei entführt Gülenisten aus dem Ausland und foltert sie


Männer in Uniform zerren das Opfer aus einem Wagen und danach in ein anderes Auto, eine Frau ruft verzweifelt um Hilfe – vergeblich. Diese Szene hat sich laut einem Bericht vom Dienstag so am 29. März 2018 am Stadtrand von Pristina abgespielt, der Hauptstadt Kosovos. Sie soll die Entführung eines türkischen Mannes zeigen.

Neue Zürcher Zeitung

Das ZDF-Magazin «Frontal 21», das gemeinnützige Recherchezentrum «Correctiv» und mehrere internationale Medien berichten gemeinsam über die Entführungen von angeblichen Staatsfeinden der Türkei aus anderen Ländern – «im Auftrag» von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Auch Foltervorwürfe werden laut. Zwei innerhalb der Türkei entführte Männer erzählen für den Report mit dem Titel «Black Sites Turkey» von angeblichen geheimen Folterstätten mitten in der Türkei.

Die Betroffenen des «Entführungsprogrammes» sind vor allem Anhänger des islamischen Predigers Fethullah Gülen, den die Türkei für den Putschversuch von 2016 verantwortlich macht. Das Gemeinschaftsprojekt beleuchtet die Umstände und die Systematik der Fälle.

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