Presseerklärung zum Vorschlag der Minister*innen Barley, Seehofer, Giffey und Braun

Bild: Krisina Hänel
Presseerklärung zum sogenannten Kompromissvorschlag der Großen Koalition

Von Kristina Hänel, Gießen
Nora Szász, Kassel
Natascha Nicklaus, Kassel

Nach monatelangem Warten liegt nun ein Vorschlag zum Informationsverbot für Schwangerschaftsabbrüche vor. Unter der Überschrift Werbung wird im §219a StGB die sachliche Information seitens der durchführenden Ärztinnen und Ärzte verboten. Wir als von Strafverfahren betroffene Ärztinnen sind entsetzt.

Bei genauerem Hinsehen erweist sich der als Kompromiss ausgegebene Vorschlag als Null-Nummer. Der §219a bleibt komplett bestehen incl. seiner Strafandrohung von zwei Jahren Gefängnis. Die restlichen Vorschläge, die die Situation verbessern sollen, sind flankierende Maßnahmen, die bereits jetzt möglich sind.

Weitere Ausführungen sind Willenserklärungen, z.B. sollen Information seitens staatlicher oder staatlich beauftragter Stellen zum Schwangerschaftsabbruch zur Verfügung gestellt werden. Das war auch bisher möglich, der Staat hat aber seine Aufgabe, für ein flächendeckendes Netz ambulanter und stationärer Einrichtungen zu sorgen, nicht wahrgenommen, sondern die Frauen noch den Seiten der Abtreibungsgegner ausgeliefert, auf denen sie bei der Suche nach Adressen gelandet sind.

Aus diesem Grund haben wir bereits vor einem Jahr angeregt, dass Listen mit Adressen veröffentlicht werden, die den Frauen zugänglich gemacht werden. Diese Listen werden aber niemals vollständig sein, zu viele Ärztinnen und Ärzte haben Angst, an den Pranger gestellt zu werden. Sie können auch nicht die medizinisch ausführlichen Informationen ersetzen, die heutzutage auf ärztlichen Websites Standard sind.

Aber zum Schwangerschaftsabbruch werden auch Ärztinnen und Ärzte in Zukunft nicht informieren dürfen, sie dürfen dann lediglich auf die staatlichen Stellen verweisen. Am Ende des Papieres wird noch vorgeschlagen, eine Studie zu den seelischen Folgen des Schwangerschaftsabbruchs durchzuführen. Die Kommission hätte gut daran getan, sich mit der einschlägigen Fachliteratur zu befassen, u.a. hat die BZGA im Jahr 2017 selbst eine große Studie herausgebracht, die sich u.a. mit den psychischen Folgen befasst hat. Hier ist reine Argumentation der sogenannten Abtreibungsgegner in das Papier geraten, die immer wieder vom Post-Abortion-Syndrom sprechen, einer Krankheitsentität, die es wissenschaftlich erwiesen nicht gibt.

Wir sind empört, dass aus politischem Machtkalkül und aus Angst vor Rechts Frauenrechte so verraten und wir Ärztinnen weiterhin kriminalisiert werden. Informationsrechte sind Menschheitsrechte. Das gilt auch für Frauen.

Nora Szász, Natascha Nicklaus, Kristina Hänel

Wenn Nazi-Ableger im Stuttgarter Landtag über „rote Terroristen“ hetzen

Zwei, die sich mögen: die AfD-Politiker Stefan Räpple und Wolfgang Gedeon. © dpa, FR
AfD-Mann Stefan Räpple hetzt gegen die SPD und wird des Stuttgarter Landtags verwiesen. Rechtsaußen Wolfgang Gedeon folgt ihm. Ihr gemeinsames Feindbild: Landtagspräsidentin Muhterem Aras. Ein Kommentar.

Von Katja Thorwarth |Frankfurter Rundschau

Was sich am 12. Dezember im Stuttgarter Landtag abspielte, wirft abermals ein Licht auf das Demokratieverständnis der AfD. Das Plenum hatte auf Anregung der Rechten über Abtreibung und die angeblich „linksideologischen Einflüsse“ in Kindergärten debattiert. AfD-Abgeordneter Stefan Räpple wusste sich zwischenrufend qualitativ zu äußern: „So sind sie, die roten Terroristen!“, und meinte damit die SPD.

FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke ließ das nicht auf seinem politischen Gegner sitzen. Er sei nicht immer einer Meinung mit den Sozialdemokraten, aber die Herren und Damen der AfD mögen „80 Jahre in der Geschichte zurückdenken. Da saßen die Vorgänger dieser Abgeordneten im KZ, weil sie gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz gestimmt haben. Und die geistigen Vorläufer von Leuten wie Herrn Räpple sind im Stechschritt durchs Brandenburger Tor marschiert.“

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Kambrische „Explosion“ des Lebens überraschend kurz

Ein Fossil aus der Zeit der kambrischen Explosion – diese Phase der rasanten Evolution war noch kürzer als gedacht. © Senckenberg/ Linnemann
Evolution im Turbogang: Das Kambrium mit seiner rasanten Explosion der Artenvielfalt begann später als bisher gedacht, wie eine neue Datierung enthüllt. Der Startschuss für eine Turbo-Evolution vieler neuer Baupläne und Arten fiel demnach vor 538,8 Millionen Jahren. Überraschend auch: Diese kambrische Explosion der Artenvielfalt dauerte nur gut 400.000 Jahre – nach Maßstäben der Evolution sei das ein echter „Sprint“, sagen die Forscher.

scinexx

Am Beginn des Kambrium-Zeitalters gab es einen abrupten Zuwachs der irdischen Artenvielfalt. Innerhalb kurzer Zeit entwickelten sich die Baupläne fast aller heute bekannten Tiergruppen. Zu keiner anderen Zeit in der Erdgeschichte hat es eine so rapide Evolution neuer Organismen gegeben. Sogar Charles Darwin grübelte schon über diesen seltsamen Ausbruch des Lebens – und bis heute sind der Verlauf und die Ursachen dieser kambrischen „Explosion“ weitgehend ungeklärt.

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Ethikrat: Theologisches Schwurbeln um Klonfrau Eva?

Bild: Deutscher Ethikrat
Die Tübinger Theologieprofessorin Elisabeth Gräb-Schmidt ist in den Deutschen Ethikrat berufen worden. Die 62-Jährige wurde auf Vorschlag der Bundesregierung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) ernannt, wie der Ethikrat am Mittwoch in Berlin mitteilte.

evangelisch.de

Gräb-Schmidt ist Professorin für Systematische Theologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und sitzt seit 2013 im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf ethischen Fragestellungen etwa in der Gentechnologie.

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Supernova schuld an Massenaussterben?

War eine Sternexplosion in 150 Lichtjahren Entfernung schuld am Massenaussterbern vor vor 2,6 Millionen Jahren? © NASA
Kosmische Strahlendusche: Eine Sternexplosion könnte vor 2,6 Millionen Jahren ein Massenaussterben verursacht haben. Denn in nur 150 Lichtjahren Entfernung ereignete sich damals eine Supernova, die die Erde mit kosmischer Strahlung bombardierte. Vor allem große Meerestiere wie der Riesenhai Megalodon könnten durch diese energiereichen Myonen erkrankt und gestorben sein, so die Hypothese der Forscher.

scinexx

Es traf Wale, Meeresvögel, Schildkröten und den berühmten Riesenhai Carcharocles megalodon: Vor rund 2,6 Millionen Jahren raffte ein Massenaussterben rund ein Drittel aller großen Meerestiere dahin. Was jedoch die Ursache für diesen Tod der marinen Megafauna war, ist bisher rätselhaft. Einige Forscher sehen die Klimaveränderungen des beginnenden Eiszeitalters als Auslöser, andere die Veränderungen der globalen Meeresströmungen durch die sich schließende Landbrücke von Panama.

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Werbung für Abtreibung soll verboten bleiben – §219a wird ergänzt

  • Das Werbeverbot für Abtreibungen soll prinzipiell bestehen bleiben, jedoch ergänzt werden.
  • Bundesärztekammer und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollen Kontaktinformationen von Ärzten bereithalten, an die sich Frauen für einen Abbruch wenden können.
  • Darauf einigten sich die zuständigen Minister der großen Koalition in Berlin.

Von Kristiana Ludwig | Süddeutsche Zeitung

Im Streit um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche hat eine Ministerrunde um Justizministerin Katarina Barley (SPD) einen Kompromiss in Aussicht gestellt. In einem Papier, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt, sagten sie zu, im kommenden Jahr ein Gesetz auszuformulieren, „dass und wie Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenhäuser über die Tatsache informieren können, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen“. Dafür soll der umstrittene Strafrechtsparagraf 219a lediglich ergänzt werden. „Werbung für einen Schwangerschaftsabbruch darf es jedoch auch in Zukunft nicht geben“, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU).

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Klimaschutz: Was geschehen müsste

Foto: stevepb /CC0
Die Energie- und Klimawochenschau: Von steigenden Emissionen, notwendigen Anstrengungen, fehlendem politischen Willen und einem Brand in der Atomfabrik Lingen

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Die globalen Kohlendioxid-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger sind 2017 wieder gestiegen und haben einen Rekordwert von 37,1 Milliarden Tonnen erreicht. Dies geht aus einer in der letzten Woche veröffentlichten Stellungnahme des Global Carbon Projects hervor. Die Ergebnisse wurden zeitgleich in den drei Fachzeitschriften Nature, Environmental Reseach Letters und Earth System Science Data veröffentlicht.

Beim Golbal Carbon Project handelt es sich um ein internationales Gemeinschaftsunternehmen verschiedener Universitäten und Forschungsinstitute in den USA, Norwegen, Frankreich, Australien, Thailand, Deutschland, Brasilien, Großbritannien, Indien, den Niederlanden, China, Japan, Südkorea, Polen und Österreich. Die Geldgeber sind ebenso international.

Mit dabei sind auch die Umweltministerien Australiens und Japans, also zweier Staaten, die sich in den internationalen Klimaschutzverhandlungen bisher nicht gerade durch vorantreibende Diplomatie ausgezeichnet haben.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Emissionen 2018 um 2,7 Prozent gestiegen sind (Fehlerbereich: 1,8 bis 3,7 Prozent) Das wäre seit mehreren Jahren der stärkste Anstieg. 2017 legten die Emissionen um 1,6 Prozent zu. Davor hatte es zum ersten Mal in Nicht-Krisenzeiten für drei Jahre Stillstand gegeben.

Weitere rund fünf Milliarden Tonnen CO2 kamen durch Entwaldung und andere Änderung der Landnutzung hinzu. (Alle Prozesse, bei denen Humus verloren geht, setzen zum Beispiel das Treibhausgas frei.) Da hier die Datenerhebung weit schwieriger ist, bleibt unklar, ob die Emissionen in diesem Gebiet zu- oder Abnehmen.

Um die Zukunft der globalen Wälder ist es derzeit so schlecht wie lange nicht bestellt. Brasiliens neuer, faschistischer Präsident Jair Bolsonaro, der nicht nur eine tiefe Abneigung gegen Demokratie und Menschenrechte sondern auch gegen die Rechte der Waldbewohner und den Waldschutz am Amazonas zeigt, lässt Schlimmes für den dortigen Regenwald befürchten.

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Missbrauch im Bistum Hildesheim – Staatsanwaltschaft ermittelt in zwei Fällen

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Nach Veröffentlichung der Studie zum sexuellen Missbrauch durch katholische Geistliche hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim in zwei Fällen Ermittlungen aufgenommen. Das teilte Sprecherin Christina Pannek mit.

DOMRADIO.DE

Demnach hat das Bistum Hildesheim Unterlagen zu sechs noch lebenden beschuldigten Priestern an die Staatsanwaltschaft übergeben. Gegen einen von ihnen wurde laut Pannek ein sogenanntes Vorermittlungsverfahren eingeleitet, das aber mangels Anfangsverdacht eingestellt wurde. Drei weitere Verfahren seien wegen Verjährung eingestellt worden, sagte die Sprecherin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zu den beiden laufenden Ermittlungen machte die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben.

Im Rahmen der Ende September von den deutschen Bischöfen vorgestellten Studie zum sexuellen Missbrauch waren in den kirchlichen Akten der Jahre 1946 bis 2014 Hinweise auf bundesweit 3.677 Betroffene sexueller Übergriffe und auf rund 1.670 beschuldigte Priester, Diakone und Ordensleute gefunden worden.

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Das Bistum Hildesheim verzeichnete mindestens 153 Betroffene und 46 beschuldigte Priester in den vergangenen Jahrzehnten. Von den mutmaßlichen Tätern leben nach Angaben der Diözese nur noch zehn. Gegen vier wurde bereits vor Veröffentlichung der Studie Strafanzeige gestellt.

Diebe klauen Kreuz aus Kirche – während des Gottesdienstes: deus lo vult?

Bild: © KNA (Symbolfoto)
Während eines Gottesdienstes haben Diebe in einer katholischen Kirche in Bielefeld ein Kreuz gestohlen. Die Polizei sucht nach der ungewöhnlichen Tat nun Zeugen. In der Pfarrgemeinde ist man über den Diebstahl verwundert.

katholisch.de

Dreister Diebstahl in Bielefeld: Während eines Gottesdienstes haben bislang unbekannte Täter aus der St.-Bonifatius-Kirche in der Stieghorster Straße ein Holzkreuz gestohlen. Wie die Bielefelder Polizei am Dienstag mitteilte, ereignete sich die Tat bereits am 29. November. Zwischen 8.45 Uhr und 10.10 Uhr hätten die Diebe das ein Meter lange und 60 Zentimeter breite Kreuz aus dem Windfang der Kirche entwendet. Die Polizei sucht nun Zeugen, die zu der Tatzeit Beobachtungen im Umfeld der Kirche gemacht haben.

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Schweden: Auf Umwegen zur Rechtsregierung oder Neuwahlen?

Annie Lööf von der Zentrumspartei spielt eine entscheidende Rolle bei der Regierungsbildung oder deren Scheitern. Bild: News Øresund/Johan Wessman/CC BY 2.0
Wer auch immer zukünftig Schwedens Regierung führen wird: Die Finanzen für 2019 sind schon einmal mit Hilfe der Schwedendemokraten auf konservativem Kurs

Andrea Seliger | TELEPOLIS

Auch drei Monate nach der Wahl hat Schweden noch keine neue Regierung. Das Stimmenverhältnis ist so ausgefallen, dass keine Konstellation möglich ist, ohne dass jemand sein Wahlversprechen brechen muss – sei es inhaltlich oder in den Kooperationsaussagen.

Daran scheiterte jüngst der Konservative Ulf Kristersson, weil seine liberalen bürgerlichen Partner den nationalistischen Schwedendemokraten keinen Fußbreit Einfluss zugestehen wollen (siehe: Schwedendemokraten müssen weiter draußen bleiben). Daran wird aber auch der Sozialdemokrat Stefan Löfven scheitern, über den am Freitag als Regierungschef abgestimmt werden soll. Denn es ist ihm in den vergangenen Wochen der Verhandlungen nicht gelungen, die beiden kleinen liberalen Parteien auf seine Seite zu ziehen.

Das weiß auch Parlamentssprecher Andreas Norlén. Trotzdem hat er entschieden, die Abstimmung abzuhalten. Sein Job ist es, den Prozess der Regierungsbildung zu leiten. Indem er am Freitag die Knöpfchen für oder gegen Löfven drücken lässt, übt er auch Druck auf die Parteien aus, sich endlich in irgendeiner Form aufeinander zu zubewegen. Zuletzt hatte es auch so ausgesehen, als würden die liberalen Parteien Löfven zu einer neuen Amtszeit verhelfen. Sie versuchten allerdings, sich so teuer wie möglich zu verkaufen, mit Forderungen „rechts von der Regierung Reinfeldt“, wie es in der schwedischen Presse hieß. Die liberale Centerpartiet brach schließlich als erste die Verhandlungen ab.

Die Haushaltsdiskussion wurde damit zu einem Orakel, wohin es nun gehen kann. Der schwedische Haushalt muss im Dezember beschlossen werden. Die abgewählte Regierung Löfven ist als Übergangsregierung verpflichtet, einen „neutralen“ Entwurf ohne politisch motivierte Veränderungen vorzulegen, und das hat sie getan. Ulf Kristerssons konservative „Moderaterna“ und die „Kristdemokraterna“ haben gemeinsam einen eigenen Vorschlag ausgearbeitet, der auf zahlreiche Steuersenkungen setzt und dafür Subventionen im Bereich Arbeitsmarkt, Bauen und Umwelt streicht. Als dieser bekannt wurde, erklärten auch die Schwedendemokraten, dass sie dem zustimmen würden. Die liberalen Parteien kamen dadurch erst recht in die Zwickmühle.

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2018 Geminid Meteor Shower This Week May Be the Year’s Best

The Geminids meteor shower, one of the most spectacular of the year, runs from December 4 to 16 annually. In 2018, it will peak before dawn on Friday, December 14, when up to 120 meteors per hour are possible to see under dark sky conditions. Geminids meteors are often bright, intensely colored, and slower moving than average because they are produced by particles dropped by an asteroid designated 3200 Phaethon. The best time to watch for Geminids will be sunset on Wednesday until dawn on Thursday morning. At about 2 a.m. local time, the sky overhead will be plowing into the densest part of the debris field. The early-setting crescent moon on the peak night will provide a dark sky for meteor-watchers. Credit: Starry Night software
What might well be the best meteor shower of 2018 heads our way Thursday night into the pre-dawn hours of Friday morning (Dec. 13-14): It’s the annual performance of the Geminid meteor shower.

By Joe Rao | SPACE.com

The Geminids get their name from the constellation of Gemini, the twins. During the overnight hours of Thursday to Friday, the night of this shower’s maximum, the meteors will appear to emanate from a spot in the sky near the bright star Castor in Gemini.

But how unfortunate that the Geminids are relegated to December, when nights get very cold across much of the United States. While August’s Perseids get the most attention, because they appear on balmy summer nights when many people are on vacation, knowledgeable skywatchers know that the „cold Geminids“ almost always surpass the Perseids. So, if you are willing to brave a long lookout of possible-subfreezing temperatures, you will be amply rewarded. [Geminid Meteor Shower 2018: When, Where & How to See It]

In studies of past Geminid displays, these meteors scored high marks for both quality and quantity. The Perseids or Leonids seem to whiz across your line of sight in a second or less, but the Geminids are noticeably slower. I’ve often said they resemble „celestial field mice“ as they scurry across the sky, producing good numbers of bright, graceful, yellowish-white meteors and fireballs. The Geminids also include many dim meteors, with surprisingly fewer shower members of medium brightness. In other words the meteors you’ll see will be either quite bright or rather faint.

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Die kriminellen Gotteskrieger geben Europa keine Ruhe

Am Tatort des Anschlags in Strassburg. (Bild: Ronald Wittek EPA)
Der mutmassliche islamistische Attentäter hat eine lange kriminelle Vergangenheit. Das ist kein Zufall. Die Jihadisten rekrutieren gezielt neue Anhänger unter Verbrechern. Die beiden Milieus befruchten sich gegenseitig.

Christian Weisflog | Neue Zürcher Zeitung

Ein Mann schiesst am Dienstagabend auf Passanten beim Weihnachtsmarkt in Strassburg, er tötet drei Personen und verletzt dreizehn weitere. Der Tatort allein lässt sofort einen islamistischen Hintergrund vermuten. Doch die französischen Behörden wollen zunächst nicht von einem Terroranschlag sprechen. Schliesslich stand der 27-fach verurteilte Tatverdächtige nicht wegen eines geplanten Attentats auf der Fahndungsliste der Polizei, sondern wegen eines Banküberfalls. Erst am Mittwochmittag bestätigt der zuständige Staatsanwalt: «Der Terror hat unser Land erneut getroffen.» Auf seinem Weg durch die Strassburger Innenstadt hatte der 29-jährige Chérif C. gemäss Augenzeugen mehrfach «Allahu akbar» gerufen.

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Dodo Müllers Logik: Wer liberal ist, ist oberflächlich, nachlässig und gleichgültig

Gerhard L. Müller links im Bild
„Manche Bischöfe sind liberal, d.h. nachlässig und gleichgültig in der Glaubenslehre, während sie gegenüber rechtgläubigen Katholiken sich hyperautoritär aufspielen und nur mit Drohungen durchsetzen können.“

Von Gerhard L. Müller | kath.net

Bischöfe würden ihre Autorität untergraben, wenn sie Gehorsam fordern für Verstöße gegen das natürliche Sittengesetz und falsche Lehren in Glaubens- und Sittenfragen. Offenbar hatte der frühere Erzbischof von Washington, Theodore McCarrick, von Seminaristen und Priestern unsittliche Handlungen verlangt, indem er seine Macht zu Belohnungen oder Bestrafungen missbrauchte. Es ist nicht nur eine Facette am Missbrauchsskandal, sondern der Grund der Unfähigkeit mit ihm fertig zu werden, dass man seine Quelle im Zusammenbruch der Sexual-Moral nicht sehen und sich weigert, diesen Sumpf auszutrocknen. Genau so schlimm wäre es, wenn ein Bischof mit Berufung auf den „religiösen Gehorsam“, dem ihm die Priester und Gläubigen seines Bistums schulden (Lumen gentium 25) von ihnen in Verkündigung und Pastoral eine Abweichung von der „Wahrheit des Evangeliums“ (Gal 2,14) verlangen würde. In diesem Falle ist jeder Katholik und besonders jeder Seelsorger wie Paulus gegenüber Petrus in der Pflicht, „ihm offen entgegenzutreten, weil er sich ins Unrecht gesetzt hat“ (Gal 2,11). Leider haben wir nicht nur „Seelsorger“ von der Statur des hl. Paulus. Manche Bischöfe sind liberal, d.h. nachlässig und gleichgültig in der Glaubenslehre, ja geradezu relativistisch, während sie gegenüber den rechtgläubigen Katholiken sich hyperautoritär aufspielen und sich nur mittel Drohungen und Strafen durchsetzen können. Dahinter steht die Verweltlichung der Kirche. Hier verstellen die politisch-ideologischen Kategorien von „modern“ und „konservativ“ den Blick auf die Unterscheidung von orthodoxer und häretischer Alternative in der Darlegung und Verteidigung des katholischen Glaubens.

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Zwei fehlgeleitete Satelliten lassen Forscherherzen höher schlagen

Die Bahnen der ersten sechs Galileo-Satelliten: Die ersten vier Satelliten laufen auf Kreisbahnen (grün) um die Erde. Der fünfte und der sechste Satellit landeten hingegen auf elliptischen Bahnen (rot), die seither leicht korrigiert wurden (blau).(Bild: Galileo GNSS)
Eigentlich waren die Satelliten Galileo 5 und Galileo 6 für die Satellitennavigation vorgesehen. Doch ein Missgeschick machte den Satellitenbetreibern einen Strich durch die Rechnung. Jetzt haben Forscher aus der Not eine Tugend gemacht.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Der 22. August 2014 war für die europäische Raumfahrt ein rabenschwarzer Tag. Eine russische Sojus-Rakete sollte zwei neue Satelliten für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo im Weltraum aussetzen. Doch wegen einer Panne erreichten die beiden Satelliten nicht die vorgesehene Umlaufbahn. Statt auf einer Kreisbahn umrunden sie die Erde auf einer (inzwischen leicht korrigierten) elliptischen Bahn. Damit sind sie für die Satellitennavigation nicht oder bestenfalls sehr eingeschränkt zu gebrauchen.

Verlangsamte Uhren

Für die Grundlagenforschung hat sich das kostspielige Desaster allerdings als Glücksfall erwiesen. In der Fachzeitschrift «Physical Review Letters» berichten zwei Teams von europäischen Forschern, dass sie mithilfe der beiden Galileo-Satelliten die gravitative Rotverschiebung so genau wie noch nie vermessen haben.

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Papst entpflichtet drei seiner Berater aus Kardinalsrat

Papst Franziskus spricht mit Beratergruppe © Osservatore Romano (dpa)
Der Kardinalsrat schrumpft ein wenig: Papst Franziskus hat drei Mitglieder seines engsten Beraterkreises entpflichtet. Es handelt sich um die Kardinäle George Pell, Laurent Monsengwo Pasinya und Francisco Javier Errazuriz Ossa. Was sind die Gründe?

DOMRADIO.DE

Das vatikanische Presseamt teilte die Entscheidung der Entpflichtung von den Kardinälen George Pell, Laurent Monsengwo Pasinya und Francisco Javier Errazuriz Ossa am Mittwoch mit. Die drei gehörten seit 2013 einer Gruppe von anfangs acht, dann neun Kardinälen an, die den Papst bei Leitungsaufgaben und einer Kurienreform unterstützen sollten. In dem Gremium sitzt auch der deutsche Kardinal Reinhard Marx. Der Rat tagte von Montag bis Mittwoch in Rom.

Nachnominierungen vorerst nicht vorgesehen

Vatikansprecher Greg Burke sagte, Papst Franziskus habe dem Wunsch der drei Kardinäle nach Entpflichtung bereits Ende Oktober entsprochen und ihnen für ihren Einsatz über die vergangenen fünf Jahre gedankt. Als Grund für die Verabschiedung aus dem Beratergremium verwies der Papst demnach auf das fortgeschrittene Alter der drei. Nachnominierungen seien vorerst nicht vorgesehen.

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