Werbung für Abtreibung soll verboten bleiben – §219a wird ergänzt


  • Das Werbeverbot für Abtreibungen soll prinzipiell bestehen bleiben, jedoch ergänzt werden.
  • Bundesärztekammer und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollen Kontaktinformationen von Ärzten bereithalten, an die sich Frauen für einen Abbruch wenden können.
  • Darauf einigten sich die zuständigen Minister der großen Koalition in Berlin.

Von Kristiana Ludwig | Süddeutsche Zeitung

Im Streit um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche hat eine Ministerrunde um Justizministerin Katarina Barley (SPD) einen Kompromiss in Aussicht gestellt. In einem Papier, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt, sagten sie zu, im kommenden Jahr ein Gesetz auszuformulieren, „dass und wie Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenhäuser über die Tatsache informieren können, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen“. Dafür soll der umstrittene Strafrechtsparagraf 219a lediglich ergänzt werden. „Werbung für einen Schwangerschaftsabbruch darf es jedoch auch in Zukunft nicht geben“, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU).

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