Alzheimer: Fehlfaltung der Proteine ist übertragbar


Typisch für Alzheimer: Ablagerungen von Amyloid-Proteinen (braun) im Gehirn. © NIH/ NIA
Molekulare Ansteckung: Forscher haben weitere Belege dafür gefunden, dass die alzheimertypische Fehlfaltung der Amyloid-Proteine übertragbar ist. Werden diese krankmachenden Proteine Mäusen direkt ins Gehirn gespritzt, entwickeln auch sie Amyloid-Plaques. Das bedeute nicht, dass Alzheimer-Patienten ansteckend sind, betonen die Forscher im Fachmagazin „Nature“. Eine potenzielle Gefahr bestehe aber bei Transplantationen kontaminierter Hirnhäute oder Operationen mit kontaminierten Instrumenten.

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Alzheimer gilt als nicht ansteckend – und ist es im normalen Umgang mit Patienten auch nicht. Anders sieht dies aber aus, wenn die für Alzheimer typischen Amyloid Proteine in das Gehirn gesunder Menschen gelangen – beispielsweise durch kontaminiertes Wachstumsprotein oder bei einer Hirnhaut-Transplantation. Schon vor einigen Jahren haben Forscher Indizien dafür entdeckt, dass die Alzheimer-Proteine dann ihre Fehlfaltung auf die Proteine im Gehirn der Empfänger übertragen können.

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