Wissenschaftler warnen vor Zurückbleiben Deutschlands in der Genommedizin


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Die „TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung“ hat davor gewarnt, dass Deutschland bei der Genommedizin „massiv den Anschluss“ verliert.

aerzteblatt.de

„Zwar ist die Genomforschung bei uns durch einige Leuchtturmeinrichtungen sehr gut aufgestellt, aber sie findet nicht den Weg in die breite Anwendung der Patientenversorgung“, sagte der TMF-Vorstandsvorsitzende Michael Krawczak anlässlich eines TMF-Workshops mit rund 100 Genomics-Experten gestern in Berlin.

Die Genomik ermöglicht es bekanntlich mittlerweile, nicht nur einzelne Gene zu analysieren, sondern das vollständige Genom beziehungsweise alle aktiven Gene in den Blick zu nehmen. Dies ist für die Diagnostik, Prävention und Behandlung von Erkrankungen im Sinne einer personalisierten Medizin unabdingbar. Durch die Sequenzierung des gesamten Genoms können medikamentöse Therapien gezielt auf die genetische Beschaffenheit des Tumors zugeschnitten werden. So eröffnen sich spezifischere und effizientere Behandlungsoptionen für die betroffenen Patienten.

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