Wegen Missbrauchs verurteilter Priester muss Chile verlassen


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

De-facto-Ausweisung des Klerikers wird als Signal für einen härteren Umgang Chiles mit priesterlichen Sexualstraftätern gewertet

kath.net

Ein wegen sexuellen Missbrauchs in Chile verurteilter Priester der „Legionäre Christi“ wird aus dem Land gewiesen. Mit Ablauf einer vierjährigen Bewährungszeit am Montag hatte der 72-jährige Ire John O’Reilly eine Frist von drei Tagen, um Chile zu verlassen. Zuvor hatte das Parlament ihm eine ehrenhalber verliehene Staatsbürgerschaft aberkannt. Wie die Erzdiözese Santiago am Freitag mitteilte, zieht der Geistliche nach Rom, um dort den Ausgang eines kirchlichen Strafverfahrens abzuwarten.

O’Reilly habe eine entsprechende Weisung seines Ordensoberen akzeptiert, hieß es. Auch werde er keine priesterlichen Aufgaben öffentlich wahrnehmen. Die Leitung der „Legionäre“ begründete die Abordnung des Geistlichen in die Ordenszentrale damit, seine Anwesenheit in Chile sei „nicht mehr erforderlich“.

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