Islam und Gewalt: Das Thema im „moscheereport“ mit Constantin Schreiber auf tagesschau24

Bild: DER TAGESSPIEGEL
Immer wieder wird der Islam mit Gewalt in Verbindung gebracht. Islamistische Terroristen berufen sich bei ihren Taten auf die Religion, rufen zum „Dschihad“ auf.

DER TAGESSPIEGEL

Doch ob dies tatsächlich „Heiliger Krieg“ bedeutet, ist eine Frage der Auslegung. Ist der Islam eine im Kern gewaltsame Religion? Oder steht die Friedensbotschaft im Vordergrund? Mit diesem Thema beschäftigt sich der Journalist Constantin Schreiber im dritten „moscheereport“ auf tagesschau24.

Constantin Schreiber hat einen Aussteiger aus der Salafistenszene, einen syrisch-orthodoxen Christen und einen Islamwissenschaftler getroffen – drei Menschen mit sehr unterschiedlichen Geschichten. Eines vermissen sie alle in der Debatte über das Verhältnis zwischen Islam und Gewalt: einen kritischen, vorurteilsfreien und ehrlichen Dialog.

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Fernstes Objekt des Sonnensystems entdeckt

Der neuentdeckte Himmelskörper 2018 VG18 – Spitzname „Farout“ – ist 120 astronomische Einheiten entfernt und rund 500 Kilometer groß. © Roberto Molar Candanosa/ Carnegie Institution for Science
Eisiger Außenposten: Astronomen haben den bisher fernsten Himmelskörper unseres Sonnensystems entdeckt. Der „Farout“ getaufte Brocken umkreist die Sonne in 120 astronomischen Einheiten Entfernung – dreieinhalbmal weiter weg als Pluto. Das Objekt ist wahrscheinlich rund 500 Kilometer groß und hellrosa gefärbt, was auf eine eisreiche Oberfläche hindeutet, so die Forscher.

scinexx

Jenseits des Neptun die ferne Außenzone des Sonnensystems. In einem weiten Gürtel kreisen hier unzählige kleinere und größere eisige Brocken, unter ihnen Zwergplaneten wie Pluto, Eris, Haumea und der erst vor kurzem entdeckte 2015 TG387. Auch „verstoßene“ Asteroiden, Himmelskörper mit extrem exzentrischen Umlaufbahnen und womöglich sogar ein noch verborgener neunter Planet bewegen sich in dieser kaum erforschten Außenzone.

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Verdacht der Terror-Finanzierung: Polizei durchsucht Berliner Moschee

Polizist vor einer Berliner Moschee. Bild: dpa
In Berlin haben Ermittler seit dem frühen Dienstagmorgen Räume einer Moschee und andere Objekte durchsucht. Dabei gehe es um den Verdacht der Terrorismusfinanzierung, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Kölner Stadt-Anzeiger

Der 45-Jährige Ahmad A., der in der Öffentlichkeit als Imam Abul Baraa auftritt, soll einem dschihadistischen Kämpfer in Syrien Geld „für den Erwerb von Ausrüstungsgegenständen zur Begehung terroristischer Straftaten“ zur Verfügung gestellt haben, hieß es in einem Tweet der Generalstaatsanwaltschaft.

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SPD: Neues Ausschlussverfahren gegen Sarrazin

Thilo Sarrazin (Bild: Richard Hebstreit, CC-BY)
Weil seine Thesen nicht mit den Grundsätzen der Partei vereinbar seien, will die SPD den umstrittenen Autor Sarrazin ausschließen. Der Vorstand startete dafür ein Parteiordnungsverfahren. Es ist der dritte Versuch.

tagesschau.de

Der SPD-Vorstand will erneut versuchen, den früheren Berliner Finanzsenator und umstrittenen Autor Thilo Sarrazin aus der Partei auszuschließen. Man sei zu dem Schluss gekommen, „dass Sarrazin Thesen propagiert, die mit den Grundsätzen der SPD unvereinbar sind, und der Partei schweren Schaden zufügen“, erklärte der Generalsekretär Lars Klingbeil.

Im Sommer hatte die SPD-Spitze Sarrazin aufgefordert, die Partei freiwillig zu verlassen, nachdem er sein neues islamkritisches Buch vorgestellt hatte. Eine Arbeitsgruppe wurde zudem damit beauftragt, das Buch zu prüfen und die Möglichkeit eines Parteiausschlussverfahrens auszuloten. „Die Untersuchungskommission hat jetzt einen umfassenden und sehr fundierten Bericht vorgelegt“, sagte Klingbeil. Auf dieser Grundlage habe der Parteivorstand entschieden, ein neues Parteiordnungsverfahren einzuleiten.

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Europa: Diese invasiven Arten sind am gefährlichsten

Niedlich, aber eine Gefahr für unsere heimischen Eichörnchen: Das nordamerikanische Fuchshörnchen gehört zu den acht für Europa gefährlichsten invasiven Arten. © Alan Schmierer/ gemeinfrei
Drohende Invasion: Biologen haben 66 Tier- und Pflanzenarten identifiziert, die für Europas Artenvielfalt besonders gefährlich werden könnten. Denn diese Spezies sind bei uns nicht heimisch, könnten aber in den kommenden Jahren eingeschleppt werden. Wenn sie sich ausbreiten, wäre dies eine Gefahr für die heimische Artenvielfalt, so die Warnung der Wissenschaftler.

scinexx

Ob der räuberische Neuguinea-Plattwurm, die Beifuß-Ambrosie oder Rippenquallen und die Asiatische Strandkrabbe in der Ostsee: In Europa tauchen immer mehr Tiere und Pflanzen auf, die ursprünglich anderswo heimisch sind. Viele von ihnen gelangen als „Blinde Passagiere“ mit dem Schiffsverkehr und dem Ballastwasser von Schiffen zu uns, andere werden durch den Handel mit Exoten bei uns freigesetzt. Zum Problem werden diese invasiven Arten dann, wenn sie sich drastisch ausbreiten und dabei heimische Spezies verdrängen.

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Werden Migrantenkinder an der US-Grenze mit Zahlen auf den Armen markiert?

Screenshot des Videos von Cal Perry
Nachdem eine 8-jährige in Obhut der Grenzschutzpolizei gestorben ist und Donald Trump weiter für seine Mauer kämpft, erregen die Bilder der Kinder Entsetzen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Am 6. Dezember überquerten mehr als 160 Migranten in der Nacht die Grenze von Mexiko nach New Mexico. Der Grenzübergang war in der Nacht geschlossen, aber vier Angehörige der US-Grenzschutzpolizei hatten Dienst. Sie überquerten die Grenze nicht heimlich und stellten sich um 21:15 der Grenzschutzpolizei, wie das meist der Fall ist, um Anerkennung als Flüchtlinge zu finden. Die Polizisten bestellten einen Bus zum Abtransport. Unter den Migranten befanden sich auch die siebenjährige Jakelin Caal Maquin und ihr Vater aus Guatemala. Während der Fahrt zu einem Flüchtlingszentrum in Lordsburg am 7. Dezember am frühen Morgen bekam das Mädchen Krämpfe und hohe Temperatur. Sie erhielt angeblich medizinische Hilfe und wurde dann in ein Krankenhaus in El Paso gebracht, wo sie an Herzstillstand starb, wahrscheinlich durch Dehydrierung und septischen Schock. Sie soll Tage lang nichts getrunken haben, was allerdings ihr Vater bestreitet.

Das Heimatschutzministerium untersucht den Vorfall, die Grenzschutzpolizei (CBP) versichert, sie habe alles gemacht, damit das Mädchen überleben kann (CBP-Darstellung). Offenbar wurden die Migranten die Nacht über bis zur Ankunft des Buses in einer Art Garage mit Zementfußboden ohne Bänke, Decken oder irgend etwas anderes untergebracht.

Vom Heimatschutzministerium wurde der Tod des Mädchens zur Abschreckung verwendet. CBP-Chef Kevin K. McAleenan erklärte: „Wir können nicht genug die Gefahren betonen, die durch Reisen über große Entfernungen, in überfüllten Fahrzeugen oder durch entfernte Wüstengebiete ohne Lebensmittel, Wasser und andere Versorgung entstehen. Niemand sollte Verletzungen oder sogar den Tod durch illegales Überqueren unserer Grenze riskieren.“ Er habe gerade erst den Kongress aufgefordert, die Gesetze so zu verändern, dass die USA keinen Anreiz geben, „diesen gefährlichen Weg zu wählen“.

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Entschädigung für „Kindertransporte“: Späte Geste für geflüchtete Kinder

Bild: tagesschau.de
Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs flüchteten 10.000 jüdische Kinder vor den Nazis. Die Überlebenden der „Kindertransporte“ nach Großbritannien erhalten von Deutschland nun eine Einmalzahlung.

tagesschau.de

Vor 80 Jahren starteten die ersten „Kindertransporte“: Rund 10.000 Kinder flüchteten zwischen 1938 und 1939 vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien. Acht Jahrzehnte später sollen die Überlebenden nun von Deutschland eine Einmalzahlung in Höhe von 2500 Euro erhalten.

Auf die einmalige Entschädigungszahlung haben sich die Bundesregierung und die Conference On Jewish Material Claims Against Germany – kurz Claims Conference – verständigt. Überlebende der Transporte sollen ab 1. Januar entsprechende Anträge stellen können. Das Bundesfinanzministerium stellt die Gelder zur Verfügung.

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Dinosaurier-Abdrücke mit Schuppen und Haut

Zwei Iguanodon-Fußspuren mit Klauen- und Hautabdrücken. Gut 80 weitere Dinosaurierspuren haben Forscher jetzt in Südengland entdeckt. © Neil Davies
Paläontologischer Schatz: An der Küste Südenglands haben Forscher die bisher reichhaltigste Ansammlung von kreidezeitlichen Dinosaurierspuren der britischen Inseln entdeckt. Es handelt sich um 85 Fußabdrücke, die von mindestens sieben verschiedenen Dinosaurierarten hinterlassen wurden. – sowohl Pflanzenfressern als auch Raubdinosauriern. Die Abdrücke sind so gut erhalten, dass sogar noch Details der Haut, Schuppen und Klauen erkennbar sind.

scinexx

Dinosaurier dominierten die Lebenswelt des Jura und der Kreidezeit, auf nahezu allen Kontinenten wurden schon Fossilien solcher „Riesenechsen“ entdeckt. Doch auch ihre Spuren haben sich an manchen Stellen erhalten – sie finden sich in Deutschland, in Schottland, Frankreich und sogar im hohen Norden Alaskas. Diese Fußabdrücke verraten viel darüber, wie die Dinosaurier lebten und mit wem sie ihren Lebensraum teilten.

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Gotteshäuser in Virtual-Reality-Welten erstellen

Image: Louis Berk/CC BY-ND 2.0
Nicht jeder Mensch lebt in der Nähe einer Kirche, Synagoge, Moschee oder eines Sikh-Tempels. Dank Virtual-Reality-Welten kann man diese Orte aber trotzdem erkunden und den Gotteshäusern dabei zuhören, wie sie über ihre Besonderheiten erzählen. Möglich wird’s durch das Projekt „Lebendige Steine“ der Nordkirche, das Schulen, Gemeinden und Konfi-Gruppen dazu einlädt, ihre Kirche ebenfalls zum VR-Erlebnis zu machen. Die Idee dazu stammt von der Religionslehrerin Friederike Wenisch, die mit ihren Siebtklässlern in diesem Bereich Vorreiterin ist. Und so entsteht ein Gotteshaus in der VR-Welt.

Lena Ohm | evangelisch.de

Mit dem Rücken ganz dicht an die Wand gepresst, die Arme so eng es nur geht an den Körper gelegt, stehen die beiden Mädchen da. Ihr Blick ist auf ein leicht zersprungenes Handydisplay gerichtet. „Habt ihr schon etwas gehört?“, fragt eines der anderen Mädchen, das zusammengekauert hinter einem Schrank sitzt. „Nein, noch nicht“, antworten die anderen. „Vielleicht musst du doch etwas näher rangehen, damit das Smartphone eine Verbindung zur Kamera aufbauen kann“, rät eine andere, doch noch bevor sich eines der Mädchen bewegen kann, ist das erlösende Piepen zu hören. Geschafft! Sofort kommen alle vier Mädchen aus ihren Verstecken. Es ist keine Zeit zu verlieren, denn sie haben noch viel zu tun.

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CRISPR und die Sichelzellen: Ein heikler Gentherapie-Versuch beginnt

Die CRISPR-Schere soll an Patienten mit der Sichelzellenkrankheit getestet werden (picture-alliance / dpa / chromorange)
Es gibt Menschen, deren Blutkörperchen sich zu Sicheln verformen. Sie leiden unvorstellbare Schmerzen und leben nur kurz. In den USA sind es meist Afroamerikaner. Ausgerechnet an ihnen soll jetzt eine der ersten Gentherapien mit der revolutionären CRISPR-Schere getestet werden.

Von Thomas Reintjes | Deutschlandfunk

Die Sichelzellkrankheit ist eine Erbkrankheit, die vor allem im Malaria-Gürtel verbreitet ist. Denn die Gen-Mutation bietet einen Überlebensvorteil: Sie schützt vor Malaria. Wer die Mutation nicht nur von Vater oder Mutter erbt, sondern von beiden, bei dem bricht die Krankheit aus. Die sichelförmigen Blutkörperchen bleiben in den Blutgefäßen stecken, die Organe bekommen zu wenig Sauerstoff. Mehrere Male im Jahr macht sich die Krankheit mit starken Schmerzen bemerkbar.

„Eine Krise, so nennt man den Sichelzell-Schmerz, eine Krise trifft normalerweise die Knochen oder Gelenke. Jeder Körperteil kann betroffen sein, aber ich hatte es immer in meinen Extremitäten, in meinen Armen und Beinen. Das fühlt sich an, als würde jemand meinen Arm ununterbrochen mit einem Presslufthammer bearbeiten. Es fängt milde an und wird dann schlimmer und schlimmer. Stellen Sie sich vor, jemand hämmert auf Ihren Arm, immer weiter. So schlimm sind die Schmerzen.“

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«Johann von Gott(João de Deus)» soll hunderte Frauen sexuell belästigt haben

Der selbsternannte Wunderheiler Joao Teixeira de Faria (Mitte) mit Anhängern. Er hat sich der Polizei gestellt. Über 330 Frauen haben Missbrauchsvorwürfe gegen ihn erhoben. (Bild: Marcelo Camargo / Agencia Brasil via AP)
Das brasilianische Medium «João de Deus» (76) hat sich am Sonntag der Polizei gestellt. Zuvor hatten über 330 Frauen Missbrauchsvorwürfe gegen ihn erhoben, unter ihnen auch Frauen aus der Schweiz, Deutschland und Australien.

Thomas Milz | Neue Zürcher Zeitung

Aus aller Welt waren sie gekommen, Menschen mit Krebs im Endstadium, verzweifelte Eltern mit dem Foto ihrer todkranken Tochter, Jugendliche mit chronischen Kopfschmerzen. Rund 120 000 Menschen pilgerten jährlich in das kleine Städtchen Abadiânia in der zentralbrasilianischen Cerrado-Savanne, um Heilung zu finden. João de Deus, der «Johann von Gott», wie sich der Wunderheiler João Teixeira de Faria selber nennt, sollte das schaffen, was die klassischen Schulmediziner rund um den Globus nicht hinbekamen. Die Fälle heilen, für die nur Gott eine Lösung parat hält.

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Forscher präsentieren erstes „Steak“ aus dem Labor

foto: aleph farms So sieht das erste gebratene „Fleischstück“ aus dem Labor aus. Die Garnierung ist schon recht hübsch geraten.
Ein israelisches Start-up hat einen Fleischstreifen aus verschiedenen Zelltypen hergestellt und will die Herstellungskosten dafür auf 45 Euro senken

derStandard.at

Es sei, so behaupten zumindest die Entwickler, das erste Steak, für das kein Tier geschlachtet werden musste. Produziert und präsentiert wurde der bunt dekorierte Prototyp eines künstlich hergestellten Fleischstücks in Israel, wie der „Guardian“ und andere Medien berichteten. Der Geschmack des kleinen Streifens (und auch seine Dicke) müssten zwar noch verbessert werden. Aber die Textur habe man schon ziemlich gut hinbekommen, lobt Didier Toubia, Mitbegründer und Geschäftsführer von Aleph Farms.

Vor allem aber will er mit den Herstellungskosten beeindrucken. Die beliefen sich laut dem französischstämmigen Entrepreneur auf 50 Dollar. Zum Vergleich: Der erste im Labor gezüchtete Beefburger, der unter großem medialem Getöse im Jahr 2013 vom niederländischen Forscher Mark Post präsentiert wurde, kostete in der Herstellung angeblich noch 250.000 Euro.

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Kirchen nehmen deutsche Rüstungsexporte unter die Lupe

Symbolbild. Militärpfarrer spenden gemeinsam den Segen
U-Boote für Ägypten, Panzer für Katar, Maschinenpistolen für Indien: Deutsche Rüstungsunternehmen machen rund um den Globus gute Geschäfte. Die Bundesregierung scheint das wenig zu bekümmern. Die Kirchen dagegen schon.

DOMRADIO.D

Die Kluft zwischen Fassade und Wirklichkeit der deutschen Rüstungspolitik: Nirgends wird sie so offenbar wie bei den Waffengeschäften mit Saudi-Arabien. Das Königreich beteiligt sich an einem blutigen Krieg im Nachbarland Jemen. Hinzu kommt, dass die Menschenrechtsbilanz nach Ansicht von Kritikern eher düster ausfällt.

Trotzdem liefern deutsche Unternehmen seit Jahren verlässlich Rüstungsgüter auf die Arabische Halbinsel – mit dem Segen der Bundesregierung. Denn die muss besonders brisante Ausfuhren im Bundessicherheitsrat genehmigen.

Ernüchternde Bilanz

Vor vier Wochen machte überraschend die Nachricht von einem Export-Stopp die Runde. Der Mord an dem saudi-arabischen Journalisten Jamal Kashoggi vermochte offenbar mehr zu bewirken als Tausende Tote im Jemen. „Der Bundesregierung musste auch schon vor dem Fall Kashoggi bekannt gewesen sein, mit wem sie es in Saudi-Arabien zu tun hat“, kommentierte der katholische Vorsitzende der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung GKKE, Karl Jüsten, am Montag in Berlin.

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Wegen Sympathie für Rechtsextreme: AfD will Doris von Sayn-Wittgenstein ausschließen

Die AfD-Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein (l), fraktionslose Abgeordnete, hat bei der Sitzung des schleswig-holsteinischen Landtages auf einem Einzelplatz neben der AfD-Fraktion Platz genommen, deren Chefin sie noch vor wenigen Tagen war. Foto: dpa
Der AfD-Bundesvorstand will die schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein aus der Partei werfen. Die Parteispitze entschied am Montag bei einer Sitzung in Berlin außerdem, sie „vor dem Hintergrund mutmaßlich strafrechtlich relevanter Vorgänge“ bis zur Entscheidung des zuständigen Schiedsgerichts von der Ausübung aller Parteiämter auszuschließen.

Kölner Stadt-Anzeiger

Von Sayn-Wittgenstein wäre vor einem Jahr um ein Haar Parteivorsitzende geworden. Sie hatte auf einem AfD-Bundesparteitag in Hannover überraschend gegen Georg Pazderski kandidiert, der letztlich nur Vize wurde. Die Überraschungskandidatin aus Schleswig-Holstein hatte ihre Kandidatur damals schließlich zurückgezogen, als sich Alexander Gauland zur Wahl stellte.

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