CRISPR und die Sichelzellen: Ein heikler Gentherapie-Versuch beginnt


Die CRISPR-Schere soll an Patienten mit der Sichelzellenkrankheit getestet werden (picture-alliance / dpa / chromorange)
Es gibt Menschen, deren Blutkörperchen sich zu Sicheln verformen. Sie leiden unvorstellbare Schmerzen und leben nur kurz. In den USA sind es meist Afroamerikaner. Ausgerechnet an ihnen soll jetzt eine der ersten Gentherapien mit der revolutionären CRISPR-Schere getestet werden.

Von Thomas Reintjes | Deutschlandfunk

Die Sichelzellkrankheit ist eine Erbkrankheit, die vor allem im Malaria-Gürtel verbreitet ist. Denn die Gen-Mutation bietet einen Überlebensvorteil: Sie schützt vor Malaria. Wer die Mutation nicht nur von Vater oder Mutter erbt, sondern von beiden, bei dem bricht die Krankheit aus. Die sichelförmigen Blutkörperchen bleiben in den Blutgefäßen stecken, die Organe bekommen zu wenig Sauerstoff. Mehrere Male im Jahr macht sich die Krankheit mit starken Schmerzen bemerkbar.

„Eine Krise, so nennt man den Sichelzell-Schmerz, eine Krise trifft normalerweise die Knochen oder Gelenke. Jeder Körperteil kann betroffen sein, aber ich hatte es immer in meinen Extremitäten, in meinen Armen und Beinen. Das fühlt sich an, als würde jemand meinen Arm ununterbrochen mit einem Presslufthammer bearbeiten. Es fängt milde an und wird dann schlimmer und schlimmer. Stellen Sie sich vor, jemand hämmert auf Ihren Arm, immer weiter. So schlimm sind die Schmerzen.“

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