Ancestry: Datenschützer warnen vor DNA-Analyse übers Netz


Bild: merakname.com
Das Netzwerk Datenschutzexpertise hat im Online-Angebot von Ancestry-DNA viele Rechtsverstöße ausfindig gemacht. Ergebnisse könnten weiterverkauft werden.

Von Stefan Krempl | heise online

Mitte November gab das US-Unternehmen Ancestry bekannt, fortan auch gezielt deutsche Ahnen- und Stammbaumforscher bedienen zu wollen. Das Online-Angebot, das aktuell für das Verschenken von Genanalysen zu Weihnachten wirbt, hat rasch Datenschutzspezialisten auf den Plan gerufen. So warnt das „Netzwerk Datenschutzexpertise“ im Rahmen der Publikation eines Gutachtens über die hiesigen Offerten am Dienstag davor, dass Ancestry-DNA rechtswidrig den „deutschen Gendaten-Markt aufzumischen“ versuche.

Auf dem deutschsprachigen Webauftritt wird ein DNA-Test mit einer eingesendeten Speichelprobe für vergleichsweise kleinen Preis ab 69 Euro versprochen, ein Zugang zur „größten deutschen Online-Sammlung von historischen Dokumenten“ zur Familienforschung ist schon für 1,99 Euro „für den ersten Monat“ zu haben. Das Eigentum an den sensiblen Geninformationen bleibe beim Kunden, versichert die Firma. Der Datenschutz werde ernst genommen.

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