Atheismus ist lebensgefährlich


Islamisten in Bangladesch verbrennen die Puppe eines Bloggers während eines Generalstreiks im Februar 2014
Sie glauben nicht an Gott und wollen frei von religiösen Vorschriften leben: atheistische Asylbewerber. Nicht nur in ihrer Heimat werden sie bedroht und ermordet. Auch hierzulande sind sie vor Verfolgung nicht sicher.

Astrid Prange | Deutsche Welle

In Bangladesch stand sein Name auf der Todesliste. Nachdem fünf seiner Freunde und Mitstreiter ermordet worden waren, warnten die Behörden den Blogger: „Wir können nichts mehr für Dich tun.“ 2015 musste Mahmudul Haque Munshi sein Land verlassen.

Er floh zunächst nach Nepal, dann nach Sri Lanka, und dann nach Deutschland. Als er schließlich in einem Auffanglager für Flüchtlinge in Detmold eintraf, traute er seinen Augen nicht: Einige der Bewohner stammten ebenfalls aus Bangladesch und waren auf ihn alles andere als gut zu sprechen.

„Neulich habe ich auf meiner Facebook-Seite an einem einzigen Tag 4500 Todesdrohungen bekommen“, sagt er. Damit nicht genug: Munshis Name steht mittlerweile auf einer sogenannten „Global Hit List“, auf der die Namen von geflüchteten Bengalen im Ausland verzeichnet sind, die umgebracht werden sollen.

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