Evangelikale und Israel: Die Endzeit fest im Blick

Für ihn zählt die Bibel mehr als das Völkerrecht – der Evangelikale Christ Zac Waller im Westjordanland (Benjamin Hammer)
Zac Waller, Evangelikaler aus den USA, verbringt die Weihnachtstage in einer jüdischen Siedlung im Westjordanland. Er ist überzeugt: Hier liegt das verheißene Land. Auch die Juden werden eines Tages Jesus als Messias anerkennen. Donald Trump erscheint ihm als Erfüllungsgehilfe biblischer Prophezeiung.

Von Benjamin Hammer | Deutschlandfunk

Weihnachten wird Zac Waller in Har Bracha verbringen. Einer jüdischen Siedlung im von Israel besetzten Westjordanland. Waller trägt einen langen Bart und ein Holzfällerhemd. Er sitzt mit seiner Gitarre im Arm in einer Hütte vor der Siedlung. Hinter ihm verläuft der Zaun von Har Bracha. Etwa einen Kilometer entfernt sind die Ausläufer der palästinensischen Großstadt Nablus zu sehen.

Zac Waller singt von Prophezeiungen, die sich über den Bergen von Israel ausbreiten würden. Der Mann ist Anfang 30. Er stammt ursprünglich aus den Südstaaten der USA und er ist evangelikaler Christ. Seit 14 Jahren lebt er mit seiner Familie in Har Bracha. Inmitten von jüdischen Siedlern. Denen wollen die Wallers und andere Freiwillige in der Landwirtschaft helfen und somit den Willen Gottes erfüllen. Dass er damit Teil der israelischen Besatzung des Westjordanlandes ist, lässt der US-Amerikaner Waller nicht gelten. Für ihn zählt die Bibel mehr als das Völkerrecht. Und für ihn ist das hier das Land der Juden.

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Wegen Missbrauchsvorwürfen: US-Weihbischof tritt zurück

Papst Franziskus hat den Rücktritt von Alexander Salazar angenommen. Er ist bereits der zweite Weihbischof der Diözese Los Angeles, der innerhalb eines Jahres im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal zurücktritt.

katholisch.de

Nach Vorwürfen früheren Fehlverhaltens gegen einen Minderjährigen hat Papst Franziskus den Rücktritt des Weihbischofs in Los Angeles Alexander Salazar (69) angenommen. Zusammen mit der Mitteilung verbreitete der Vatikan am Mittwoch einen Brief des Erzbischofs von Los Angeles Jose Gomez, in dem dieser die Gründe erläutert. Demnach soll sich Salazar in den 90er Jahren als Pfarrer gegenüber einem Minderjährigen fehlverhalten haben. Salazar weist die nicht näher benannten Vorwürfe zurück.

Kommission hält Vorwürfe für glaubwürdig

Erzbischof Gomez schreibt, das Erzbistum habe 2005, nach der Bischofsweihe Salazars, indirekt von den Vorwürfen erfahren. Diese seien bereits 2002 durch staatliche Behörden untersucht worden; der Staatsanwalt habe sie aber nicht weiter verfolgt.

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Putin warnt davor, Atomkriegsgefahr zu unterschätzen

Putins Jahrespressekonferenz 2018. Foto: Kreml
Auf seiner Jahrespressekonferenz 2018 erklärte der russische Staatspräsident unter anderem den Unterschied zwischen ihm und Emmanuel Macron

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Auf seiner heutigen dreidreiviertelstündigen Jahrespressekonferenz warnte der russische Staatspräsident Wladimir Putin, „viele Akteure“, würden die Gefahr eines Krieges mit Kernwaffen „zunehmend unterschätzen“, obwohl Teile der internationalen Ordnung zusammenbrächen und das „globale System der atomaren Abrüstung gefährdet“ sei. Zum konkret gefährdeten INF-Abrüstungsvertrag wies er Vorwürfe zurück, Moskau würde sich nicht an das Abkommen halten und warf im Gegenzug den USA vor, es zu „missbrauchen“, um Ziele abseits eines Gleichgewichts durchzusetzen.

Die russisch-amerikanischen Beziehungen sind seinen Worten nach „auf dem Boden angekommen“, von dem man sich nun wieder „abstoßen“ müsse. Dazu sei er bereit, wenn auch Washington bereit sei. Ein erneutes Treffen zwischen ihm und dem US-Präsidenten Donald Trump hält er für sinnvoll, weil es viele Fragen gebe, die man dort in beiderseitigem Interesse besprechen könne: Zum Beispiel zu Syrien und zu Afghanistan.

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EU-Kommissar Oettinger fordert Defizitverfahren gegen Frankreich

Der Haushaltskommisar kritisiert Paris und Rom. – APA/EPA/OLIVIER HOSLET
Paris habe in elf der letzten zwölf Jahre gegen die EU-Regeln verstoßen, kritisiert der deutsche Haushaltskommissar. Zugeständnisse an Gelbwesten reißen Milliardenloch in Budget.

Die Presse.com

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger plädiert anders als Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici für ein Defizitverfahren gegen Frankreich wegen neuer Milliardenausgaben. „Ich bin da völlig anderer Meinung als mein Kollege“, sagte Oettinger dem Magazin „Focus“ laut Vorabbericht. „Man kann Frankreich nicht so leichterhand abtun.“

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Kamera filmt photoelektrischen Effekt

Mit einer ultraschnellen Laserkamera haben Forscher das Verhalten angeregter Elektronen live gefilmt. © Jürgen Haacks/ CAU
Einblick in fundamentale Wechselwirkung: Forscher haben erstmals die Bewegung von Elektronen nach Anregung durch Licht gefilmt. Dadurch konnten sie erstmals grundlegende Vorgänge beim photoelektrischen Effekt direkt beobachten. Ihre spezielle Kamera enthüllte, dass innerhalb von nur 50 Femtosekunden drei verschiedene Phasen der Interaktion ablaufen. Diese Erkenntnisse könnten künftig dazu beitragen, optoelektronische Bauteile zu optimieren.

scinexx

Es ist eine fundamentale Wechselwirkung von Licht und Materie: Wenn energiereiches Licht auf ein Atom fällt, werden seine Elektronen vorübergehend angeregt, bis sie diese Energie wieder abgeben. Schon der Physiker Albert Einstein beschrieb im Jahr 1905 diesen photoelektrischen Effekt.

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Why We Love Dinosaurs

Naturkundemuseum Berlin, Quelle: Brightsblog
If museums of natural history are temples to science, dinosaurs are their shrines.

By Boria Sax | NAUTILUS

People have always known of dinosaurs, though they have called them by many names. Old legends that place Western dragons in caves or beneath the earth may have originated with fossils. The plumed serpent, prominent in mythologies of Mexico and Latin America, is often a creator of life. The Rainbow Serpent of Aboriginal tales was present at the beginning of time, and helped prepare the landscapes for human beings and other animals. The Asian dragon, which combines features of many animals, symbolizes primordial energy and is the bringer of rain. These figures resemble our reconstructions of dinosaurs in appearance, and accounts place them in worlds that existed before humankind. The major reason for this similarity might be that human imagination works in much the same way as evolution. Both constantly recycle familiar forms such as wings, claws, crests, fangs, and scales, which may repeatedly vanish and then reappear through convergence. The figure of Tyrannosaurus rex suggests a kangaroo, while pterosaurs resemble bats, but the similarities are not due to common ancestry.

Children, who are just learning the basic expectations of their society, are in ways outside of culture. Their attraction to dinosaurs suggests that the giant creatures appeal to something innate, or at least very elemental, in the human psyche. One highly speculative explanation is that this is a genetic legacy, going back to the days when early humans faced gigantic, prehistoric lizards such as the megalania or perhaps even the days when our remote mammalian ancestors had to contend with dinosaurs themselves. A simpler explanation is that images of dinosaurs convey the excitement of danger while posing no actual threat. It could also be that dinosaurs, from a child’s point of view, seem like grown-ups, since they are both very old and very big.

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Weg frei für türkische Offensive in Syrien

Syrische Kurden verlieren mit US-Abzug ihren wichtigsten Verbündeten – APA/AFP/DELIL SOULEIMAN
Mit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zum Abzug aller US-Soldaten aus Syrien ist der Weg frei für eine neue Offensive der Türkei gegen die syrischen Kurden.

Die Presse.com

Mit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zum Abzug aller US-Soldaten aus Syrien ist der Weg frei für eine neue Offensive der Türkei gegen die syrischen Kurden. Die US-Truppen waren bisher der wichtigste Verbündete und beste Schutz für die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die rund ein Drittel des syrischen Territoriums kontrollieren.

Doch ohne die Unterstützung der USA wird den Kurden wohl keine Wahl bleiben, als Machthaber Bashar al-Assad um Schutz zu ersuchen.

Trump habe mit dem Befehl zum Abzug „grünes Licht für eine türkische Offensive“ gegeben, sagt der Kurden-Experte Mutlu Civiroglu. Wenn die US-Truppen wirklich abzögen, werde die Türkei umgehend eine Offensive starten. Ankara ist die US-Militärhilfe für die YPG seit jeher ein Dorn im Auge, da die syrische Kurdenmiliz eng mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden ist, die seit 1984 gegen den türkischen Staat kämpft.

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Wie man Facebook verlässt und warum das allein nicht reicht

foto: reuters Facebook fiel heuer fast nur mit Negativschlagzeilen auf.
Die Datenskandale der letzten Monate haben das Netzwerk in eine Vertrauenskrise gestürzt

DerSTANDARD.at

Netflix, Spotify und andere Anbieter sollen Zugriff auf private Nachrichten von Nutzern auf Facebook gehabt haben. Auch wenn alle genannten Parteien beteuern, dass niemals irgendwer bei Usern irgendwas mitgelesen habe, bleibt ein fahler Nachgeschmack. Nach der Causa Cambridge Analytica kommt das Netzwerk nicht zur Ruhe. Der Betreiber des weltgrößten Social Network kommt aus dem Schadensbegrenzungsmodus kaum heraus.

Viele Mitglieder haben als Reaktion auf diese Affären immer wieder damit gedroht, die Plattform zu verlassen. Ein verständliches Anliegen, das aber gar nicht so einfach umsetzbar ist. Wer sich von Facebook verabschieden will, muss sich gleich von mehreren Diensten trennen.

Schnellmaßnahme

Um zumindest keine neuen Daten an Facebook zu übermitteln, reicht es, sich von Facebook auszuloggen, im Browser die Cookies zu entfernen und auf Handy und Tablet die Apps für Facebook und den Facebook Messenger zu deinstallieren. Somit wird das Netzwerk nicht mehr mit neuen Browserinformationen, Logins und Standortangaben bespielt. Das Konto mitsamt den bereits vorhandenen Daten bleibt aber bestehen.

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Fall Relotius: Journalismus als Schönheitsoperation

Bild: Bru-nO. CC0
Beim Spiegel ist man geschockt über die Entdeckung, dass ein preisgekrönter Reporter in großem Umfang Geschichten manipuliert hat

Thomas Pany | TELEPOLIS

Der Spiegel hat vor Weihnachten ausgepackt, diesmal in eigener Sache. Ein Betrugsfall im eigenen Haus wurde offengelegt, hieß es gestern Nachmittag. Ein Reporter des Nachrichtenmagazins habe „in großem Umfang eigene Geschichten manipuliert“. Im Haus sei man schockiert, Kolleginnen und Kollegen seien tief erschüttert, der Fall Relotius markiere einen Tiefpunkt in der 70-jährigen Geschichte des Spiegel.

Der Betrugsfall wurde intern aufgedeckt, heißt es. Man gehe nun mit „Demut“ an die Aufarbeitung. Das macht man nun, so weit es geht, transparent und führt vor, dass es sehr viele Fragen gibt, die man an sich stellt.

Anderswo kann man lesen, dass es im Ort des Geschehens der Reportage „In einer kleinen Stadt“, die vergangenes Jahr erschienen ist, und die Kleinstadt Fergus Falls in Minnesota abbildete als „typisch für das ländliche Amerika, das Trump zum Präsidenten machte“, eine ganze Menge konkreter Fragen und kritischer Anmerkungen von Bewohnern gab.

Es gibt hier so viele Lügen, dass man Freund Jake und ich sie für diesen Artikel auf die 11 absurdesten Lügen einengen mussten.

Michele Anderson and Jake Krohn

Man habe die Unwahrheiten schon eine ganze Weile gesammelt, sei aber wegen anderer Tätigkeiten, erst jetzt dazu gekommen, offensichtlich angeregt durch die Enthüllungen, die jetzt im Spiegel veröffentlicht wurden, sie in einem Artikel darzulegen.

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Ältester Riesen-Raubsaurier entdeckt

Knapp acht Meter lang und gut eine Tonne schwer: Der Raubdinosaurier Saltriovenator zanellai war zu Lebzeiten ein echter Riese. © Davide Bonadonna, Gabriele Bindellini
Sensationeller Fund: Paläontologen haben in Norditalien den bisher ältesten Vertreter der großen Raubdinosaurier entdeckt – den größten Fleischfresser des frühen Jura. Das Fossil der Saltriovenator zanellai getauften Art ist fast acht Meter lang, zu Lebzeiten wog dieser Riese vermutlich gut eine Tonne. Das Fossil wirft ein neues Licht auf die Größenentwicklung der Raubsaurier, ist aber auch ein wichtiges Bindeglied zur Vogelevolution.

scinexx

Ob Tyrannosaurus rex, Allosaurus oder Megalosaurus: Diese zweibeinig laufenden Raubdinosaurier gehören zu den größten Vertretern der fleischfressenden Urzeit-Echsen. Sie wurden bis zu 15 Meter lang und wogen mehr als eine Tonne. Selbst gigantische Pflanzenfresser wie Brachiosaurus oder Brontosaurus waren deshalb nicht vor diesen Räubern sicher. Bisher jedoch war unklar, wann der Riesenwuchs der fleischfressenden Theropoden begann.

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Dodo Marx für mehr Gewaltenteilung in der Kirche

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx plädiert für mehr Gewaltenteilung in der katholischen Kirche. Klerikaler Machtmissbrauch sei eine der Hauptursachen für den weltweiten Missbrauchsskandal, sagte Marx.

DOMRADIO.DE

Die Antwort der Geschichte auf solche Zustände sei die Kontrolle und Teilung von Macht. Dies sei mit Theologie und Kirchenrecht durchaus vereinbar. „Der Kodex ist ja nicht ein Lehrbuch für einen absolutistischen Staat“, sagte er am Donnerstag bei seinem traditionellen Besuch des Münchner Presseclubs.

Marx sagte, es gebe „schon länger Mitbestimmung in der Kirche. Die Leute haben aber das Gefühl: nicht wirklich“. Dies müsse überwunden werden. Papst und Bischöfe könnten ihre Macht delegieren. So sei es „selbstverständlich möglich“, dass auch ein Laie eine Kurienbehörde leite. Denkbar sei auch die Mitwirkung von Laien an eigenständigen kirchlichen Strafgerichtshöfen. „Da geht es nicht um die Weihe, sondern um Kompetenz.“

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Vorgetäuschte Vergewaltigungen: Polizei dementiert Zahl von 80 Prozent

Bild. tagesschau.de
Die Polizei Rostock hat Berichte dementiert, wonach 80 Prozent der Vergewaltigungen vorgetäuscht seien. Allerdings beobachte man eine steigende Tendenz. Statistiken belegen dies aber nicht.

von Patrick Gensing | tagesschau.de

Acht von zehn Vergewaltigungen seien nur erfunden: Das berichtete die „Ostsee Zeitung“ am 12. Dezember. Mehrere Hundert Twitter-Konten teilten den Artikel, auf Facebook verzeichnete der Beitrag mehrere Tausend Reaktionen. Die „Ostsee Zeitung“ selbst führte den Artikel auf ihrer Internetseite mehrere Tage als eine der „meistgeklickten“ Meldungen auf.

Die „Ostsee Zeitung“ berichtete, die Rostocker Kripo habe im vergangenen Jahr 78 Ermittlungsverfahren wegen sexueller Übergriffe gegen Frauen geführt. „63 davon wurden wegen begründeter Zweifel am Ende eingestellt. In 15 Fällen haben wir sogar Verfahren gegen die Frauen einleiten müssen – wegen des Vortäuschens einer Straftat oder auch falscher Verdächtigung“, sagte Ermittlerin Britta Rabe der Zeitung.

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Kommt jetzt doch kein Kreuz auf das Berliner Stadtschloss?

Hohenzollern-Schloß in Berlin. Seitenansicht. Bild: bb
Das Berliner Stadtschloss wird originalgetreu nachgebaut – die Frage ist nur: Mit dem Kreuz, das früher auf der Kuppel war? Oder ohne? Die Frage schien geklärt – und bricht jetzt doch wieder auf.

katholisch.de

Die Errichtung eines Kreuzes auf dem wiederaufgebauten Berliner Stadtschloss ist möglicherweise doch nicht sicher. Der Kunsthistoriker Horst Bredekamp, bis Juni einer der Gründungsintendanten des im Schloss geplanten Humboldt-Forums, sagte der „Herder Korrespondenz“ (Januar): „Es gilt zwar der unumstößliche Beschluss, dass das Schloss originalgetreu wieder aufgebaut wird, und das bedeutet: mit Kreuz. Aber die Nervosität bei den politischen Entscheidungsträgern ist wegen der Kolonialismusdebatte übergroß.“ Ihre Sorge sei, dass das Kuppelkreuz als „Triumphzeichen“ gewertet werden könnte.

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