Evangelikale und Israel: Die Endzeit fest im Blick


Für ihn zählt die Bibel mehr als das Völkerrecht – der Evangelikale Christ Zac Waller im Westjordanland (Benjamin Hammer)
Zac Waller, Evangelikaler aus den USA, verbringt die Weihnachtstage in einer jüdischen Siedlung im Westjordanland. Er ist überzeugt: Hier liegt das verheißene Land. Auch die Juden werden eines Tages Jesus als Messias anerkennen. Donald Trump erscheint ihm als Erfüllungsgehilfe biblischer Prophezeiung.

Von Benjamin Hammer | Deutschlandfunk

Weihnachten wird Zac Waller in Har Bracha verbringen. Einer jüdischen Siedlung im von Israel besetzten Westjordanland. Waller trägt einen langen Bart und ein Holzfällerhemd. Er sitzt mit seiner Gitarre im Arm in einer Hütte vor der Siedlung. Hinter ihm verläuft der Zaun von Har Bracha. Etwa einen Kilometer entfernt sind die Ausläufer der palästinensischen Großstadt Nablus zu sehen.

Zac Waller singt von Prophezeiungen, die sich über den Bergen von Israel ausbreiten würden. Der Mann ist Anfang 30. Er stammt ursprünglich aus den Südstaaten der USA und er ist evangelikaler Christ. Seit 14 Jahren lebt er mit seiner Familie in Har Bracha. Inmitten von jüdischen Siedlern. Denen wollen die Wallers und andere Freiwillige in der Landwirtschaft helfen und somit den Willen Gottes erfüllen. Dass er damit Teil der israelischen Besatzung des Westjordanlandes ist, lässt der US-Amerikaner Waller nicht gelten. Für ihn zählt die Bibel mehr als das Völkerrecht. Und für ihn ist das hier das Land der Juden.

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