Vorgetäuschte Vergewaltigungen: Polizei dementiert Zahl von 80 Prozent


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Die Polizei Rostock hat Berichte dementiert, wonach 80 Prozent der Vergewaltigungen vorgetäuscht seien. Allerdings beobachte man eine steigende Tendenz. Statistiken belegen dies aber nicht.

von Patrick Gensing | tagesschau.de

Acht von zehn Vergewaltigungen seien nur erfunden: Das berichtete die „Ostsee Zeitung“ am 12. Dezember. Mehrere Hundert Twitter-Konten teilten den Artikel, auf Facebook verzeichnete der Beitrag mehrere Tausend Reaktionen. Die „Ostsee Zeitung“ selbst führte den Artikel auf ihrer Internetseite mehrere Tage als eine der „meistgeklickten“ Meldungen auf.

Die „Ostsee Zeitung“ berichtete, die Rostocker Kripo habe im vergangenen Jahr 78 Ermittlungsverfahren wegen sexueller Übergriffe gegen Frauen geführt. „63 davon wurden wegen begründeter Zweifel am Ende eingestellt. In 15 Fällen haben wir sogar Verfahren gegen die Frauen einleiten müssen – wegen des Vortäuschens einer Straftat oder auch falscher Verdächtigung“, sagte Ermittlerin Britta Rabe der Zeitung.

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