Die gleichbleibende Helligkeit von Ultima Thule stellt Astronomen vor Rätsel


Diese künstlerische Darstellung zeigt, wie Ultima Thule aussehen könnte. Im Hintergrund die «New Horizons»-Sonde. (Bild: Nasa / JHUAPL / SwRI / Steve Gribben)
Langsam, aber sicher nähert sich die «New Horizons»-Sonde ihrem Ziel. Was die Forscher am 1. Januar 2019 erwartet, ist noch ziemlich ungewiss. Denn Ultima Thule zeigt im Vorfeld ein ziemlich ungewöhnliches Verhalten.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Noch elf Tage, dann fliegt die amerikanische Raumsonde «New Horizons» an Ultima Thule vorbei. Dieser Himmelskörper ist 6,5 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und gehört zum sogenannten Kuiper-Gürtel. Zwar gibt es Raumsonden, die schon weitere Strecken in unserem Sonnensystem zurückgelegt haben als «New Horizons». Doch noch nie ist eine Sonde an einem Objekt vorbeigeflogen, das dermassen weit von uns entfernt ist.

Eher länglich als rund

Was die Forscher am 1. Januar 2019 erwartet, ist noch ziemlich ungewiss. Denn was man bisher über Ultima Thule herausgefunden hat, stellt Astronomen vor Rätsel. Im Juli 2017 stellten sie bei einer Sternokkultation fest, dass Ultima Thule eher länglich als rund und maximal 30 Kilometer gross ist. Der Körper könnte sogar aus zwei Teilen bestehen, die sich gerade eben berühren. Da davon auszugehen ist, dass Ultima Thule rotiert, würde man erwarten, dass seine Helligkeit periodisch schwankt. Doch dafür gibt es keine Anzeichen.

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