Papst Franz findet scharfe Worte zu Missbrauchsfällen


foto: apa / afp / filippo monteforte Papst Franziskus traf am Freitag bei einer Audienz Gläubige. Zuvor hatte er vor der Kurie Missbrauchstäter angeprangert.
„Wer Kinder missbraucht, soll sich irdischer Gerechtigkeit ausliefern und sich auf die göttliche vorbereiten“, forderte der Papst am Freitag

DERSTANDARD.at

Es ist eine seit Jahrzehnten brodelnde Geschichte, die für die Opfer horrend ist und für die katholische Kirche ein nicht enden wollender Quell selbstverschuldeter schlechter Nachrichten.

Aber noch immer hat der Vatikan nicht den richtigen Hebel gefunden, um mit dem Thema Missbrauch durch kirchliche Würdenträger umzugehen: Betroffene bemängeln, dass die bisherigen Ansätze zur Bestrafung von Tätern und zum Schutz vor Übergriffen nicht reichen. Auch die Worte, die man bisher gefunden fand, reichen Vielen nicht.

Ernsthaftigkeit fehlte

Papst Franziskus hat es in seiner Weihnachtsansprache vor Mitgliedern der Römischen Kurie am Freitag erneut mit scharfen Verurteilungen versucht und konkrete Maßnahmen für Anfang 2019 in Aussicht gestellt. „Einige Kirchenführer“, sagte er, hätten „aus menschlicher oder spiritueller Oberflächlichkeit oder Unerfahrenheit“ nicht die nötige Ernsthaftigkeit im Kampf gegen den Missbrauch an den Tag gelegt. „Das darf nie wieder passieren.“ Eine für Ende Februar geplante Tagung zum Schutz von Minderjährigen solle jedenfalls den festen Willen demonstrieren, „den Weg der Bereinigung zu beschreiten“.

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