Vatikanische Scheuklappenpolitik – Kirchenkrise in Austria


foto: apa / barbara gindl Im Geheimdienst seines Papstes: Erzbischof Franz Lackner.
Der Umgang mit dem umstrittenen Wirken von Bischof Alois Schwarz ist ein Lehrbeispiel bisheriger vatikanischer Scheuklappenpolitik

Peter Mayr, Markus Rohrhofer | DERSTANDARD.at

Roma locuta – causa non finita.“ Rom prüft, doch erledigt ist in der Diözese Gurk-Klagenfurt noch lange nichts. Vielmehr drängen sich neue Fragen auf. Insbesondere in Zusammenhang mit dem von Papst Franziskus zum Apostolischen Visitator für die Diözese Gurk-Klagenfurt ernannten Salzburger Erzbischof Franz Lackner.

Dieser leitet als Metropolit von Salzburg nämlich seit 2014 auch eine der beiden Kirchenprovinzen in Österreich, in denen die einzelnen Diözesen zusammengefasst werden. Neben Graz, Innsbruck und Feldkirch gehört in seinen Bereich auch die Diözese Gurk-Klagenfurt. Daher drängt sich die Frage auf, warum Lackner in seinem Zuständigkeitsbereich nicht schon früher aktiv geworden ist.

Die jetzt in dem brisanten Prüfbericht zusammengefassten Vorwürfe gegen Schwarz (konkret werden massive Vorwürfe betreffend seiner Amts- und Lebensführung erhoben) wurden in den vergangenen Jahren sowohl an Lackner als auch an dessen Vorgänger im Bischofsamt, Alois Kothgasser, mehrfach herangetragen.

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