Bundesgericht: Islamverbände womöglich doch Religionsgemeinschaften

Islamunterricht © Marius Becker (dpa)
Islamverbände in Deutschland sind bislang nicht als Religionsgemeinschaften anerkannt. Damit haben sie auch kein Recht auf eigenen Islamunterricht. Ob dies so bleibt, muss die Justiz in NRW nochmals klären.

DOMRADIO.DE

Der Zentralrat der Muslime hat das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Streit um eine mögliche Anerkennung des islamischen Dachverbands als Religionsgemeinschaften begrüßt. Die Entscheidung zeige die Mängel des vorinstanzlichen Urteils auf, erklärte der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, am Donnerstagabend in Köln. „Allerdings ist es Aufgabe der Politik, zu gestalten und Entscheidungen zu treffen.“

Nach einer Entscheidung der Bundesrichter vom Freitag muss das Oberverwaltungsgericht (OVG) NRW in Münster erneut klären, ob der Islamrat und der Zentralrat der Muslime Anspruch auf den Status als Religionsgemeinschaft haben.

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Yes, there is a war between science and religion

Science and religion are not only in conflict – even at “war” – but also represent incompatible ways of viewing the world.

The Conversation | Alternet

As the West becomes more and more secular, and the discoveries of evolutionary biology and cosmology shrink the boundaries of faith, the claims that science and religion are compatible grow louder. If you’re a believer who doesn’t want to seem anti-science, what can you do? You must argue that your faith – or any faith – is perfectly compatible with science.

And so one sees claim after claim from believers, religious scientists, prestigious science organizations and even atheists asserting not only that science and religion are compatible, but also that they can actually help each other. This claim is called “accommodationism.”

But I argue that this is misguided: that science and religion are not only in conflict – even at “war” – but also represent incompatible ways of viewing the world.
Opposing methods for discerning truth The scientific method relies on observing, testing and replication to learn about the world.

My argument runs like this. I’ll construe “science” as the set of tools we use to find truth about the universe, with the understanding that these truths are provisional rather than absolute. These tools include observing nature, framing and testing hypotheses, trying your hardest to prove that your hypothesis is wrong to test your confidence that it’s right, doing experiments and above all replicating your and others’ results to increase confidence in your inference.

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Iron Is the New Cholesterol

Image: NAUTILUS
Elevated iron is at the center of a web of disease stretching from cancer to diabetes.

By Clayton Dalton | NAUTILUS

Cheerios are the best-selling breakfast cereal in America. The multi-grain version contains 18 milligrams of iron per serving, according to the label. Like almost any refined food made with wheat flour, it is fortified with iron. As it happens, there’s not a ton of oversight in the fortification process. One study measured the actual iron content of 29 breakfast cereals, and found that 21 contained 120 percent or more of the label value, and 8 contained 150 percent or more.1 One contained nearly 200 percent of the label value.

If your bowl of cereal actually contains 120 percent more iron than advertised, that’s about 22 mg. A safe assumption is that people tend to consume at least two serving sizes at a time.1 That gets us to 44 mg. The recommended daily allowance of iron is 8 mg for men and 18 mg for pre-menopausal women. The tolerable upper intake—which is the maximum daily intake thought to be safe by the National Institutes of Health—is 45 mg for adults.

It is entirely feasible that an average citizen could get awfully close to exceeding the maximum daily iron intake regarded as safe with a single bowl of what is supposed to be a pretty healthy whole-grain breakfast option.

And that’s just breakfast.

At the same time that our iron consumption has grown to the borders of safety, we are beginning to understand that elevated iron levels are associated with everything from cancer to heart disease. Christina Ellervik, a research scientist at Boston Children’s Hospital who studies the connection between iron and diabetes, puts it this way: “Where we are with iron now is like where we were with cholesterol 40 years ago.”

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Rekord-Geldspenden an den Bund – Bürger wollen Regierung beim Schulden tilgen helfen

Das Bundesfinanzministerium in Berlin Foto: Jörg Carstensen/dpa
Die Bürger haben dem Bund in diesem Jahr nach einem Medienbericht so viel Geld zur Schuldentilgung geschenkt wie noch nie.

Kölner Stadt-Anzeiger

Seit Januar bis zum 6. Dezember sind auf einem dafür vorgesehenen Konto des Finanzministeriums 609 822,69 Euro eingegangen, wie das Bundesfinanzministerium auf eine Anfrage der FDP im Bundestag antwortete. Die Summe ist höher als die freiwilligen Einzahlungen zusammen, die seit Kontoeröffnung 2006 eingegangen sind.

Der Rekord wurde bereits im Mai erzielt, als 600 218,39 Euro eingingen – verteilt auf 16 Einzelspenden, weiter ins Detail geht die Auflistung nicht. Von 2006 bis 2017 hatten Bürger insgesamt 554 741,66 Euro eingezahlt. 2008 und 2009 zahlte allerdings niemand ein.

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Das Jahr des Papstes – Reformen? Fehlanzeige

In Chile und Irland war Papst Franziskus 2018 mit dem Thema Missbrauch konfrontiert, aus Washington kam eine Rücktrittsforderung. Reformen blieben auf der Strecke.

Von Jan-Christoph Kitzler | tagesschau.de

Schon ziemlich genau vor einem Jahr hat Papst Franziskus einen Satz gesagt, der wohl seinen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen sollte. Allen, die sich von ihm mehr erwarten, denen es zu langsam geht mit der Reform der katholischen Kirche, entgegnete er:

„In Rom Reformen zu machen, ist wie wenn man die Sphinx in Ägypten mit einer Zahnbürste reinigt.“

Es war ein Jahr, in dem wieder recht wenig voranging, in der Zentrale der katholischen Kirche. Die neue Kurienverfassung? Wird immer noch erwartet. Das engste Beratergremium des Papstes, der neunköpfige Kardinalsrat, zu dem auch der Vorsitzende der Deutschen Bischöfe, Kardinal Reinhard Marx, gehört, ist deutlich geschwächt. Zwei Mitglieder hat Franziskus gerade abberufen, weil gegen sie im Zusammenhang mit Missbrauchsfällen ermittelt wird.

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Sünde, Schuld und Vergebung im Atheismus: Gewissen statt Gott

Wenn es um Schuld und Sünde geht, sollte man meinen, dass die Atheisten und Konfessionslosen es leichter haben im Leben. Ohne den ganzen religiösen Ballast, den Gläubige vermeintlich zu tragen haben. (imago stock&people)
Für religiöse Menschen kommen Ge- und Verbote letztlich von Gott. Wer nicht an eine höhere Macht glaubt, handelt Regeln des Zusammenlebens aus und begründet sie. Atheisten kritisieren, dass Religionen Menschen Schuldgefühle einreden und ganze Gruppen als Sünder stigmatisieren.

Von Mechthild Klein | Deutschlandfunk

Wenn es um Schuld und Sünde geht – sollte man meinen, dass die Atheisten und Konfessionslosen es leichter haben im Leben. Ohne den ganzen religiösen Ballast.

Daniela Wakonigg: „Für viele Menschen mag das beängstigend sein. Weil sie keine Instanz haben, die ihnen Regeln vorgibt. Ich als nichtreligiöser Mensch weiß, wir können uns diese Regeln nur selber schaffen. Indem wir zusammenarbeiten, indem wir uns verständigen auf Regeln und die sind natürlich verhandelbar.“

Daniela Wakonigg ist Sprecherin des Internationalen Bunds für Konfessionslose und Atheisten (IBKA). Sie kennt das Objekt, das sie kritisiert. Denn sie hat katholische Theologie studiert. Heute arbeitet sie als Journalistin. Der Bund für Konfessionslose hat sich der konsequenten Trennung von Staat und Religionsgemeinschaften verschrieben auf der Grundlage der Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte.

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Kristina Hänel: „Das kann man mit erwachsenen Frauen nicht machen“

foto: apa/dpa/boris roessler Kristina Hänel: „Die Macht der Männer über Sexualität und Fruchtbarkeit der Frauen scheint schwer aufzugeben zu sein.“
Die Ärztin ist überzeugt, dass restriktiv Gesetze keine Schwangerschaftsabbrüche verhindern, und kämpft gegen das Informationsverbot

Interview Brigitte Theißl | dieSTANDARD

Kristina Hänel hat einen vollen Terminkalender: Wenn die Ärztin sich nicht gerade ihren PatientInnen widmet, beantwortet sie Presseanfragen, diskutiert im Radio mit PolitikerInnen oder informiert auf Twitter über aktuelle Protestveranstaltungen. Die 62-jährige Allgemeinmedizinerin, die in ihrer Gießener Praxis auch Schwangerschaftsabbrüche durchführt, ist das Gesicht des Kampfes gegen Paragraf 219a, der in Deutschland „Werbung“ für Abtreibung unter Strafe stellt (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). 2017 war Kristina Hänel wegen entsprechender Hinweise auf ihrer Webseite zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden. Sie legte Berufung ein, scheiterte damit im Herbst jedoch vor dem Landgericht Gießen. Entmutigen lässt sich Hänel davon nicht: Gemeinsam mit Kolleginnen und feministischen Aktivistinnen kämpft sie für Rechtssicherheit für ÄrztInnen und bessere Bedingungen für Frauen, die eine Schwangerschaft nicht austragen wollen.

STANDARD: Die große Koalition in Deutschland hat vor kurzem ein Kompromisspapier zum umstrittenen Paragrafen 219a vorgelegt. Die geplante Reform bezeichnen Sie in einer Aussendung als „Nullnummer“. Sind Sie von der Regierung enttäuscht?

Hänel: Ja, ich habe mir mehr erwartet. Ich hätte mir zumindest erwartet, dass tatsächlich ein Kompromiss vorgestellt wird, und nicht, dass die radikalen Teile der CDU/CSU sich auf ganzer Linie durchsetzen. Von der angekündigten Rechtssicherheit für uns Ärztinnen und Ärzte sehe ich nichts. Unter dem Strich bedeutet es, dass meine Website weiterhin strafbar bleibt.

STANDARD: Ihr Fall hat international für Aufsehen gesorgt und in Deutschland eine breite Debatte über Schwangerschaftsabbruch ausgelöst. Warum wird die jahrzehntelang bestehende Regelung erst jetzt diskutiert?

Hänel: Weil der Paragraf 219a nie beachtet wurde. Als Abtreibung unter bestimmten Bedingungen straffrei gestellt wurde, wollte man trotzdem Restriktionen ins Gesetz schreiben. 219a geriet in Vergessenheit, bis ihn Abtreibungsgegner entdeckten und begannen, Ärzte zu jagen. Hunderte Ärzte sind bereits angezeigt worden, die meisten Verfahren wurden allerdings eingestellt.

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Wenn das Narrativ stimmt, sind Fakten zweitrangig

Schon vor 16 Jahren gab es im „Spiegel“ große Fake-Reportagen über das „Was 9//11 wirklich geschah. Bild: TP
Der Skandal um die Fake-Reportagen im „Spiegel“ kommt dem unterirdischen „Bild“-Lyriker Wagner vor, „als würde es von unten nach oben regnen. Nein schlimmer. Es ist, als hätten Paparazzi den Papst im Bordell erwischt.“ Und er fügt hinzu: „Ich kannte Rudolf Augstein. Er hätte den Laden dicht gemacht.“

Mathias Bröckers | TELEPOLIS

Ich kannte ihn zwar nicht, aber einige seiner leitenden Redakteure – und die wären, soviel ist sicher, als Verantwortliche oder Beteiligte einer solche Fälschungsserie sofort und reihenweise gefeuert worden. Und es wäre ein Verdikt von Rudolf ergangen, dass diese magazinigen, gefühligen Reportagen mit Human-Touch-Getue und Real-Life-Suggestionen, all diese „große Reportage“-Prosa mit ihren szenischen Textbausteinen aus dem Creative-Writing-Workshop, in einem „Nachrichtenmagazin“ absolut nichts zu suchen haben. Sie haben ihre Berechtigung auf den Vergnügungsdampfern der Unterhaltungsindustrie, aber nicht in einem dem Journalismus verpflichteten Presseorgan mit dem Motto: „Sagen, was ist.“

Dass Spiegel-Artikel zu Augsteins Zeiten nur in Ausnahmefällen namentlich gekennzeichnet waren, hatte ja durchaus sein Gutes: Verhinderte Schriftsteller und Prosaisten konnten sich nicht spreizen, die berichteten Tatsachen, die Nachricht, stand im Vordergrund. Und die Qualität der Beiträge wurde nicht in Journalistenpreisen gemessen, sondern an dem, was sie politisch, juristisch oder sonst wie ins Rollen brachten.

Diese Zeiten sind lange vorbei und am wenigsten kann man das dem jetzt geächteten Jungstar am Reporterhimmel Claas Relotius vorwerfen, denn der phantasiebegabte Autor hat einfach nur geliefert, was seine Oberen verlangten und in ihren Spin passte. Keine Nachrichten, sondern Stimmungsbilder – und wenn die Stimmung stimmt, kommt es auf Fakten nicht mehr wirklich an. Wenn dann das, „was ist“, zum Beispiel die stinknormalen Trump-Wähler einer Kleinstadt in Minnesota, den gewünschten Spin nicht hergibt, dann erfindet der kreative Schreiber eben ein finsteres Nest waffentragender Dumpfbacken. Und wenn das Narrativ stimmt, sind die Fakten zweitrangig und der Schwurbel kommt prominent ins Blatt.

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Der Duft einer Krankheit

Ob raffiniert oder perfid, ist eine Frage der Perspektive: Die Anopheles-Mücke überträgt nicht nur den Malariaerreger, sie manipuliert auch den Körpergeruch ihres Opfers, so dass es noch attraktiver wird für andere Anopheles-Mücken.
Spürhunde können auf den charakteristischen Duft, den Malariapatienten verströmen, trainiert werden. Das eröffnet neue diagnostische Möglichkeiten.

Hermann Feldmeier | Neue Zürcher Zeitung

Über das Phänomen wird in jedem heissen Sommer diskutiert: Während eine Person Tag für Tag von blutsaugenden Quälgeistern gestochen wird, hat eine andere den Eindruck, dass die Stechmücken um sie einen Bogen machen. Beide Beobachtungen sind richtig. Insektenforscher wissen seit langem, dass die Körperdüfte einiger Menschen für Stechmücken attraktiv sind. Andere Duftnoten dagegen veranlassen die Moskitos, eine Person zu ignorieren. Handelt es sich bei den Stechmücken um Species, die den Malariaerreger übertragen, wird das duftgesteuerte Anflugverhalten leicht zu einer Frage von Leben und Tod.

Für zahlreiche Krankheitserreger – egal, ob Viren, Bakterien oder Parasiten –, die im Blut eines Menschen zirkulieren, ist die Übertragung durch ein Insekt ein existenzielles Nadelöhr. Die Mikroorganismen sind in der Regel nur vorübergehend im Blut, und ihre Zahl ist meist gering.

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EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm fordert „klare Kante“

Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
Viele Aussagen der AfD-Spitze stünden im Widerspruch zum Christentum, meint der EKD-Vorsitzende Bedford-Strohm. Er rief gemäßigte Mitglieder der Partei auf, Rechtsradikalen keine Deckung zu geben.

tagesschau.de

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Heinrich Bedford-Strohm, hat gemäßigte AfD-Mitglieder kritisiert, die sich von Rechtsradikalen als eine Art Schutzschild missbrauchen ließen. Die Vereinbarkeit mit dem Glauben mache sich nicht an der Mitgliedschaft in einer Partei fest, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Aber: „Aus den Reihen der AfD-Spitze kommen Aussagen, die im tiefen Widerspruch zum christlichen Glauben stehen.“

Es gebe in der AfD „Menschen, die nur protestieren wollen. Und es gibt Menschen, die wollen ihr rechtsradikales Gedankengut unter dem Logo der AfD verbreiten“. Wer diesen Menschen Deckung gebe, „verschafft ihnen auch Legitimation“. Dagegen müsse man sich wehren.

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Militäreinsatz gegen Migranten auf Frachter vor englischer Küste

Die Grande Tema – FleetMon
Afrikaner hatten sich als blinde Passagiere auf ein italienisches Schiff mit Ziel England eingeschlichen. Dicht vor der Küste griffen sie die Besatzung an.

Die Presse.com

In der Mündung der Themse vor der Küste Südostenglands hat sich in der Nacht auf Samstag ein schwerer Zwischenfall auf einem italienischen Frachtschiff ereignet: Britische Spezialtruppen stürmten gegen Mitternacht den riesigen Containerfrachter, nachdem eine Gruppe blinder Passagiere aus Afrika die Crew mit Waffen angegriffen hatte – sie wollten Berichten britischer Medien zufolge erzwingen, dass der Kapitän das Schiff fernab eines Hafens so nahe an die Küste fährt, dass sie unbemerkt an Land schimmen könnten.

Der 236 Meter lange Frachter „Grande Tema“ der italienischen Reederei Grimaldi Lines hatte demnach seit Ende November und etwa 10. Dezember mehrere Häfen in Afrika besucht, darunter Lagos (Nigeria), Cotonou (Benin), Abidjan (Elfenbeinküste) und Casablanca (Marokko).

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Norwegische Ermittler gehen von Echtheit der Enthauptungsaufnahme aus

Der Dschebel Toubkal, der höchste Berg des Atlasgebirges. Foto: Notcreative123. Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die beiden skandinavischen Studentinnen wurden in Marokko wahrscheinlich Opfer einer IS-Zelle

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Bei einem seit vorgestern auf Twitter und anderswo kursierenden Video, auf dem zu sehen ist, wie einer jungen Frau mit einem Messer der Kopf abgeschnitten wird, fand die norwegische Polizei bislang „keine Anzeichen dafür, dass [es] nicht authentisch ist“. Nun wartet man auf die Verifikation der dänischen Polizei, die noch aussteht.

Die Polizeibehörden dieser beiden Länder befassen sich mit der Aufnahme, weil sie den bisherigen Erkenntnissen nach beim Mord an zwei ihrer Staatsangehörigen entstand – der 28-jährigen Norwegerin Maren Ueland und an der 24-jährigen Dänin Louisa Vesterager Jespersen. Die beiden Studentinnen waren am letzten Wochenende nach Marokko gereist, um dort den Dschebel Toubkal zu besteigen, den mit 4.167 Metern höchste Berg des Atlasgebirges.

„Stichverletzungen“

Die ebenso wie Ueland an der Universität von Südostnorwegen (USN) eingeschriebene Dänin Vestager wollte nämlich „Naturführerin“ werden und hatte die Reise nach Angaben ihrer Mutter trotz eindringlicher elterlicher Warnung vor den „Zuständen“ in Marokko angetreten. Uelands Mutter meinte dagegen im NRK, dem öffentlich rechtlichen Rundfunk Norwegens, ihre Tochter habe eigentlich alle Sicherheitsanforderungen beachtet.

Dodo Müller: Missbrauchsskandal wird instrumentalisiert

Gerhard L. Müller links im Bild
Das Verbrechen des Missbrauchs wird nach Ansicht von Gerhard Ludwig Müller in der Kirche ausgenutzt, um eine „andere Agenda“ zu befördern. Das sakramentale Priestertum solle aus den Angeln gehoben werden.

katholisch.de

Nach Meinung von Kardinal Gerhard Ludwig Müller wird der sexuelle Missbrauch von manchen Akteuren innerhalb der katholischen Kirche instrumentalisiert, um eigene Interessen durchzusetzen. Das schreibt der frühere Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation in einem Gastbeitrag, der auf den Internetseiten Lifesitenews und Kath.net erschienen ist. „Es ist klar, dass diese Verbrechen instrumentalisiert werden, um eine andere Agenda zu befördern“, so Müller dort wörtlich. „Man will das sakramentale Priestertum mit der Missbrauchskrise aus den Angeln heben.“

Müller kritisiert Bischöfe

Müller kritisiert außerdem, wie manche „Mächtigen in der kirchlichen Bürokratie“ in der  Missbrauchskrise agierten. Die Kirche sei ein Werk Gottes und als solches nicht veränderbar, betont Müller. Sie sei „wesenhaft“ heilig und könne nicht nur als „historisches Gebilde“ gesehen werden.

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